Ab kommendem Samstag lockt eine neue Ausstellung ins Zeughaus. «WHAT EVER GREEN» vom Kollektiv Gaffa nimmt Besuchende mit in den Garten etwas anderer Art. Der TP hat Gaffa-Mitglied Dario Forlin per Mail schon mal verraten, was Besuchende im Zeughaus erwartet. Und weshalb sie das Schneiden der Hecke lieber den Profis überlassen.
Auf dem Ausstellungsplakat für «WHAT EVER GREEN» sind Heckenscheren und ein Laubbläser zu sehen. Kann sich im Zeughaus informieren, wer noch eine Anleitung für das Schneiden der Pflanzen im Herbst braucht?
Leider nein, auch wir mussten uns von Profis beraten lassen. Der Heckenschnitt im Zeughaus ist aber geglückt. Wer Beratung braucht, darf sich aber gerne bei uns melden. Wir leiten sie dann weiter. Denn im Endeffekt ist gerade beim Schneiden einer Hecke schon gut, wenn dies denjenigen überlassen wird, die das können.

Wer seid ihr und was macht ihr?
Gaffa ist ein Kollektiv bestehend aus Dario Forlin, Linus Lutz, Lucian Kunz und Wanja Harb, welches seit 2016 besteht. Die Basis unserer Arbeit ist ein monatlich erscheinendes Fanzine (engl. für Kleinstpublikation), welches sich jeweils einem ausgewählten Thema widmet. Das Thema wird durch Collagen, Grafiken oder Fotografien visuell umgesetzt, dabei spielt Humor, Witz und Kritik eine bedeutende Rolle. Seit 2018 wurde unsere Arbeit durch räumliche Installationen erweitert.
Welche Verbindung habt ihr zu Teufen?
Dario ist in der Lustmühle aufgewachsen und hat in Teufen die reguläre Schulzeit besucht. Wanja arbeitet in Teufen als Heilpädagoge im Roth-Haus und hat eine Zeit lang bei der Kulturlandsgemeinde mitgewirkt, welche jedes zweite Jahr in Teufen stattfindet.
Was erwartet Besuchende in eurer Ausstellung «WHAT EVER GREEN» im Zeughaus?
Eigentlich nichts anderes als eine Alltagssituation, welche wir alle kennen, aber welcher wir oftmals keine Beachtung schenken.
Ist diese Ausstellung eine Kreation eigens für Teufen? Beim Lesen der Vorschau kommt einem schon die typische Agglo-Situation, wie Teufen sie bietet, in den Sinn.
Die Ausstellung wurde für die Räumlichkeiten des Zeughaus‘ konzipiert, allerdings ist sie nicht als direkte Antwort auf Teufen zu verstehen. Sie könnte ebensogut auch anderswo stattfinden.
Was steht im Fokus? Anregen? Humor? Verstören? Oder was ganz anderes?
Grundsätzlich liegt der Fokus im wertfreien Aufzeigen einer Situation. Natürlich freuen wir uns, wenn die Ausstellung zur Reflexion, wie Raum genutzt wird, anregt. nek