Nun ist der Frühling doch noch gekommen. Und mit ihm die 90. Saison des Freibad Teufen (mehr dazu in unserer Print-Ausgabe). Die Wassertemperatur wird am Samstag rund 16 Grad betragen. Erfrischung ist also garantiert. Die TP hatte aber noch andere Fragen. Zum Beispiel: Warum bleibt im Winter eigentlich das Wasser im Becken?
«Klar machen wir auf. Du darfst gerne auch schon reinspringen. 16 Grad sollten wir hinkriegen.» Albert Müller hat wenig Zeit. Wie immer so kurz vor dem Start der neuen Saison. Es gibt noch viel zu tun bis Samstag. Dann öffnen sich die Drehkreuze des Freibads – pünktlich um 9 Uhr. «Laut meiner Wetter-App soll es sonnig sein. Natürlich mit möglichen Gewittern, aber das gehört bei uns halt dazu», sagt der Freibad-Leiter. Der kühle und niederschlagsreiche April war nicht ideal für den Saison-Start. Aber damit kann Albert Müller gut leben. «Viel wichtiger ist, dass die Grundwasser-Speicher nun wieder gefüllt sind. Ohne Wasser gibt es auch keine Badi.» Ausserdem hat er genug Erfahrung um zu wissen, dass man die Saison Anfang Mai noch nicht abschätzen kann. «Ich hoffe wie jedes Jahr auf einen schönen und heissen Sommer. Wir werden sehen.» Übrigens: Das Wasser des Freibads wird nur mit Sonnenenergie erwärmt. «Zuheizen» mit Strom oder anderen Energieträgern ist nicht erlaubt.
Schwere Becken
Rund 2400 Kubikmeter Wasser braucht das Freibad für eine «Tankfüllung». Dafür kann Albert Müller nicht einfach den Hahn aufdrehen. «Wir koordinieren das natürlich jeweils mit der Wasserversorgung. Eine solche Belastung für das System muss geplant sein.» Die Becken stehen aber nur maximal drei Wochen pro Jahr leer. Nämlich zwischen dem Ablassen des «alten» Wassers während der Schneeschmelze oder starken Regengüssen und dem Neu-Befüllen. «Da muss ich noch eine Bemerkung machen: In dem Wasser hat es absolut null Chemie. Da leben jeweils schon die Frösche drin», fügt der Badi-Leiter an. Aber warum das Wasser nicht einfach bereits im Herbst ablassen? Das würde die Stabilität der Becken gefährden. Sie stehen auf einer sandigen Bodenschicht und könnten ins Rutschen geraten. «Das massive Gewicht des Wassers sorgt für die nötige Stabilität. So können wir Schäden an Becken und Leitungen verhindern.» tiz