Ehammer und Mazenauer mit Gold

02.03.2026 | Hans Koller

Mit zehn Athletinnen und Athleten war der TV Teufen am Start – so viele wie noch nie bei nationalen Titelkämpfen der Aktiven. Die beiden Favoriten Miryam Mazenauer im Kugelstossen und Simon Ehammer im Weitsprung wurden ihrer Rolle souverän gerecht und verteidigten ihre Meistertitel eindrücklich. Ehammer sicherte sich zudem Silber über 60 m Hürden sowie im Stabhochsprung.

Ehammer auf dem Weg zur Hochform

Simon Ehammer befindet sich weiter auf dem Weg zur Bestform. Im Weitsprung landete sein bester Versuch bei starken 8.12 m. Eine Weite, die auch unter internationalen Spezialisten zur absoluten Weltklasse zählt. Mit 69 cm Vorsprung liess er der Konkurrenz keine Chance und holte sich souverän den nächsten Meistertitel.

Auch im Stabhochsprung präsentierte sich der Zehnkämpfer in ausgezeichneter Verfassung. Mit 5.20 m näherte er sich seiner persönlichen Bestleistung und gewann verdient Silber. Zum Titel fehlte lediglich ein Fehlversuch weniger als beim Sieger.

Über 60 m Hürden zeigte Ehammer zunächst im Vorlauf mit 7.70 s die zweitbeste Zeit. Im Final steigerte er sich nochmals eindrucksvoll: In hervorragenden 7.55 s egalisierte er seine Bestzeit und blieb nur fünf Hundertstelsekunden hinter dem Weltklassehürdenläufer Jason Joseph zurück. Damit wäre er nebst Siebenkampf und Weitsprung auch über die Hürden für die Hallenweltmeisterschaften startberechtigt. Mit grosser Zuversicht darf er die Titelkämpfe in Polen in Angriff nehmen.

Behutsam aufgebaut werden weiterhin die beiden rekonvaleszenten Zehnkämpfer Andrin Huber und Cédric Deillon. Beide konzentrierten sich ausschliesslich auf das Kugelstossen. Cédric Deillon überzeugte mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 13.74 m und Rang 7. Andrin Huber verpasste sein angestrebtes Ziel der Finalqualifikation knapp. Mit 12.78 m und Platz 10 blieb er leicht hinter seinen eigenen Erwartungen zurück.

12. Titel für Mazenauer

Für Miryam Mazenauer sind nationale Meistertitel längst keine Seltenheit mehr – in St. Gallen kam nun Titel Nummer 12 hinzu. Und dies in überzeugender Manier: Mit 16.96 m erzielte sie an nationalen Titelkämpfen ihre bisher beste Weite und dominierte die Konkurrenz klar.

Erfreulich ist auch die Rückkehr von Antonia Gmünder zu alter Stärke. Mit 5.80 m sprang sie in der Halle so weit wie noch nie. Dennoch blieb ihr im Weitsprung der Finaleinzug hauchdünn verwehrt – ein einziger Zentimeter fehlte zum angestrebten Finalplatz, was Rang 9 bedeutete. Über 60 m Hürden qualifizierte sie sich als Dritte in starken 8.44 s souverän für die Halbfinals. Dort gelang ihr jedoch nicht die erhoffte weitere Steigerung, sodass sie mit Rang 4 den Finallauf knapp verpasste.

Nicole Höhener sorgte als dritte Teufner Athletin für ein weiteres Highlight. Im Dreisprung gelang ihr mit 11.98 m die beste Hallenweite ihrer Karriere, was ihr den ausgezeichneten 5. Schlussrang einbrachte.

Der U20-Athlet Nino Camiu startete über 400 m und überzeugte mit einem starken Auftritt. In 49.60 s gewann er seinen Vorlauf und qualifizierte sich für den B-Final. Dort konnte er sich nicht weiter steigern und beendete das Rennen als Vierter. Nach diesen vielversprechenden Hallenresultaten darf man gespannt auf die Freiluftsaison blicken, wenn der Gaiser wieder über seine Spezialdisziplin 400 m Hürden antreten wird.

Erstmal bei den Aktiven am Start im Sprint war Eliane Troxler. Über 200m überzeugte sie als Siegerin ihres Vorlaufs und bendete den B Final als 3 in neuer persönlicher Bestzeit von 24.46sec. Über 60m lief sie in den Halbfinal den sie als 7. in neuer Bestzeit von 7.59sec beendete.

Hoffnungsvoller Nachwuchs

Auch der Nachwuchs wusste bei den Aktiven zu überzeugen. Ambra Corciulo und Mara Schwitter nutzten die Gelegenheit, wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Mara Schwitter hinterliess über beide Sprintdistanzen einen starken Eindruck. Im 200-m-Wettbewerb überstand sie die Vorläufe problemlos und gewann als U20-Athletin bei den Aktiven den B-Final mit der viertschnellsten Zeit aller Teilnehmerinnen. Über 60 m belegte sie im Vorlauf mit guten 7.45 s Rang 7.

Ambra Corciulo hatte die Limite im Weitsprung erst in der Vorwoche erfüllt. Bei den Aktiven konnte sie nicht ganz an diese Leistung anknüpfen und klassierte sich mit 5.59 m auf Rang 16.

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