Teufner trifft Bundesrat Beat Jans

03.06.2026 | Peter Fässler

Auf Einladung von «CH Media» (Appenzeller Zeitung etc.) trafen sich am vergangenen Freitag acht Lesende in Aarau zum Bürgergespräch mit Bundesrat Beat Jans. Auch der Teufner Peter Fässler war dabei. Thema des Anlasses: Die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)», die am 14. Juni zur Abstimmung kommt. Die Diskussionsrunde bestand aus vier Befürwortenden und vier Gegnern der Initiative. Die Wohnorte der Teilnehmenden liegen gut verteilt zwischen Freiburg und dem Appenzellerland. Aus Teufen beteiligte sich Peter Fässler. Es wurde über Vor- und Nachteile der Initiative diskutiert. Jeder der Teilnehmenden durfte Bundesrat Jans ein, zwei Fragen stellen. Es ging um Dichtestress, Wohnungsnot, Asylwesen und die Alterspyramide.

Gruppenbild mit Philipp Bader, Martin Glur, David Schafer, Elena Fortwängler, Bundesrat Beat Jans, Rebecca Wyniger-Gärtner, Hansulrich Schneider, Peter Fässler, und Otto Reist, von links, beim Bürgergespräch zur 10-Mio-Schweiz, am 29. Mai 2026 im Restaurant Rampe in Aarau. Foto: zVg

Peter Fässler stellte Bundesrat Beat Jans zwei Fragen (nachzulesen in der Ausgabe der Appenzeller Zeitung vom Montag): Wieso nehmen die Politiker die Ängste vieler Schweizerinnen und Schweizer vor Identitätsverlust und vor Verlust von Heimatgefühl durch die Zuwanderung nicht ernst? Und: Sehen Sie die wie Pilze aus dem Boden schiessenden Barbershops, Nagelstudios und Dönershops als Mehrwert für unser Land?

Bei der ersten Frage erinnerte Bundesrat Jans an die Diskussion rund um die Schwarzenbach-Initiative in den 1970er-Jahren. Ausserdem sagte er, dass die Landesregierung diese Ängste durchaus anerkenne und ernst nehmen. Er verwies aber auch auf das geltende Menschenrechtsabkommen und das Völkerrecht und sagte, dass beim Asylwesen durchaus an Verbesserungen gearbeitet werde. Bezüglich Barbershops etc. teilte der Justizminister Befürchtungen von Peter Fässler. Auch er steht diesen, zum Teil in kriminellen Strukturen gewachsenen Gewerbezweigen skeptisch gegenüber. Jans spricht gar von Menschenhandel und nimmt die Kantone in die Pflicht. Diese sollen nicht nur genau hinschauen, sondern auch handeln, wenn Verdachtsfälle auftreten.

Am Schluss der einstündigen Fragerunde blieb für Peter Fässler die Erkenntnis: Das Bürgergespräch war interessant und für Bundesrat Jans sowie die teilnehmenden Leserinnen und Leser eine neue Erfahrung. Aber umgestimmt wurde an diesem Nachmittag niemand. Die Meinungen sind gemacht.

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