Die neuen Gesichter

20.09.2026 | Esther Schäpper
neuzuzüger_2026 (12)

Am Samstag, 19. September fand die alljährliche Begrüssung der neu Zugezogenen statt. Die Gemeindeverwaltung organisiert dafür jedes Jahr ein anderes abwechslungsreiches Programm, um den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern einen Teil ihres frisch gewählten Wohnorts vorzustellen.

Dieses Mal hatten die Neuzuzüger die Gelegenheit, die Stützpunktfeuerwehr Mittleres Appenzellerland (MITAPP) und das Feuerwehrdepot Teufen kennenzulernen. Rund 80 Personen folgten der Einladung und trafen ab 9 Uhr bei der Sporthalle Landhaus ein, wo sie mit Kaffee und Gipfeli begrüsst wurden.

Gemeindepräsident Reto Altherr hiess alle herzlich willkommen. Er freute sich, die Gemeinde mit ihren vielfältigen Möglichkeiten vorstellen zu können. Die gute Infrastruktur bedeute Lebensqualität und er rief alle dazu auf, sich zu interessieren und sich zu engagieren. Er empfahl, sich am Dorfleben zu beteiligt, den Kontakt aktiv zu pflegen und in Vereinen mitzumachen. Im Weiteren ging er kurz auf die aktuellen Themen ein, die die Gemeinde beschäftigen. Zum Abschluss stellte er die fast vollzählig anwesenden Gemeinderäte und den Gemeindeschreiber vor.

Danach übergab er das Wort an Feuerwehrkommandant Dominik Krummenacher. Dieser informierte die Anwesenden über die Organisation, die Aufgaben und die Herausforderungen der Milizfeuerwehr. Die Stützpunktfeuerwehr Mittleres Appenzellerland deckt mit den Gemeinden Teufen, Bühler, Gais und Stein ein Gebiet von 55 Quadratkilometer und 12’000 Einwohnenden ab. Besondere Herausforderungen sind dabei die Rekrutierung neuer Feuerwehrleute, die ihre Freizeit für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen oder auch die Brandbekämpfung neuer Technologien wie Photovoltaikanlagen oder die E-Mobilität.

Anschliessend führten Dominik Krummenacher und Lukas Sonderegger in zwei Gruppen durch das Feuerwehrdepot. Sie erläuterten das Equipment und zeigten die Feuerwehrautos mit ihrer ausgeklügelten, vielfältigen Ausrüstung. Zum Abschluss und als Höhepunkt fuhr das grosse Fahrzeug mit der Drehleiter vor und zeigte die Rettung aus der Höhe. Ein freiwilliger Neuzuzüger wurde auf die Trage geschnallt und behutsam und schnell zu Boden gelassen. Er habe sich dabei jederzeit sehr gut aufgehoben gefühlt, versicherte er anschliessend.

Nun begaben sich alle wieder in die Sporthalle, wo sich zum Abschluss die anwesenden Vereine kurz vorstellen konnten. Es zeigte sich dabei, wie vielfältig das Angebot ist und wie aktiv sich das Dorfleben präsentiert. Auch verschiedene Angebote wie Spitex, Entlastungsdienst oder die kirchlichen Aktivitäten wurden vorgestellt.

Bei der anschliessenden Wurst mit Brot hatten alle Neuzuzüger die Gelegenheit, sich mit den Vertretern der Gemeinde, den Vereinen und auch mit anderen neuen Bewohnern ins Gespräch zu kommen. Beim einen oder anderen war der Funke schon übergesprungen und ein Vereinsbeitritt oder ein Engagement für die Gemeinschaft wurde ernsthaft erwogen.

Die TP hat nachgefragt: Warum Teufen?

Familie Stuber «testet» gerade ein Feuerwehrauto und antwortet, dass sie mit ihren Kindern von der Stadt aufs Land ziehen wollten.

Astrid Wälchli (links) und Barbara Widmer hatten sich beim Wurst essen gerade kennengelernt. Astrid Wälchli ist der Liebe wegen nach Teufen gekommen. Barbara Widmer kennt Teufen schon lange. Sie ist von Bühler zugezogen, da sie eine Wohnung gesucht hat, die auch für Hund und Katze geeignet ist und hier ist sie fündig geworden.

Nicole Schoch und Severin Schoch sind mit Gilles nach Niederteufen gezogen, da sie ländlicher wohnen wollten und hier ein lebendiges Dorf vorgefunden haben.

Gerald Hudovernik ist zusammen mit seiner Frau aus Speicher zugezogen. Sie mussten ihre langjährige Mietwohnung verlassen, da das Haus verkauft wurde. Die Wohnungssuche gestaltete sich sehr schwierig, da häufig an jüngere Leute vermietet wird. Doch dann zeichnete sich eine Lösung ab: ihre jüngste Tochter und ihr Schwiegersohn hatten eben erst in Teufen eine Eigentumswohnung gekauft, die sie später selber bewohnen möchten. Hier sind die beiden nun zu Hause und sie bezeichnen es als absoluten Glücksfall.

Monika Freund Schoch und René Schoch wohnen zusammen mit ihren Kindern Sara und Alex in Lustmühle. Sie hatten das leerstehende Haus entdeckt und es hat sie sofort verzaubert. So sind sie von Schwellbrunn hergezogen. Sie schätzen die Lage, den näheren Arbeits- bzw. Schulweg sowie die offene und freundliche Art ihrer neuen Nachbarn. Sie fühlten sich gleich sehr willkommen hier.

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