«Sie waren sehr motiviert und haben wirklich gut mitgemacht. Das hat vermutlich auch mit den gestellten Fragen zu tun», sagt Nadine Söldi. Sie leitet die Kinder- und Jugendarbeit (KJAT) und hat mit ihrem Team vergangene Woche die «Aktionstage Demokratie» organisiert. Dabei konnten die Gäste des Jugendtreffs Feedbacks abgeben, Wünsche zum Angebot des Treffs äussern – und an der Urne abstimmen. «Insgesamt haben dort 57 ihre Stimme abgegeben. Allerdings wollen wir den Jüngeren diese Woche noch eine Chance geben. Sie waren nämlich noch im ‘Bau-Chaschte’ am Mittwoch.







Am Samstag offen?
Der Mittwoch war der erste Abstimmungstag, am Freitag folgte der zweite. Dabei wurden die Gäste zum Beispiel gefragt, wie wohl sie sich im Jugendtreff fühlen. Möglich waren Antworten auf einer Skala von 1 bis 10. Das gleiche galt für die Frage: Wie viel Mitbestimmung erlebst du hier? «Im Schnitt resultieren hier eine 9.71 und eine 8.89. Damit können wir auf jeden Fall sehr zufrieden sein», sagt Nadine Söldi. Eine weiteres «Panel» war deutlich offener formuliert. Hier konnten Kinder und Jugendliche ihre Wünsche und Ideen einbringen. Dabei wurden besonders viele Snacks genannt. Ganz oben auf der Liste: Fajitas, Döner und Softeis. Aber auch diverse Aktivitäten stehen auf der Wunschliste – zum Beispiel ein Disco-Abend oder «Just Dance». «Wir haben uns das notiert und werden versuchen, diese Inputs in die Planung des nächsten Quartals einfliessen zu lassen.» Etwas herausfordernder ist der Wunsch nach einer Samstags-Öffnung des Jugendtreffs. «Das wussten wir natürlich schon vor dieser Umfrage», so Söldi. Aber da die Resultate so eindeutig waren – 71 wollen auch samstags in den Treff –, will sie eine sporadische Samstags-Öffnung nun nochmal prüfen. «Jedes Wochenende wäre das sicher nicht machbar. Aber ab und zu? Warum nicht.»
An der Urne
Ganz konkret wurde es bei den Urnengängen. Hier musste die «Stimmbevölkerung» über vier konkrete Abstimmungsfragen entscheiden. Dabei wurde die Durchführung eines Mocktail-Kurses angenommen (47 Ja / 11 Nein). Genau wie die Wiederaufnahme der «Coke Zero» in das Getränkesortiment (36 Ja / 17 Nein). Abgelehnt wurde hingegen eine gesünderes Snack-Sortiment (26 Ja / 31 Nein). «Ganz cool finden wird, dass sie sich mit 33 gegen 20 für eine handyfreie Chill-Ecke ausgesprochen haben», sagt Nadine Söldi. Diese vier Abstimmungen will sie mit ihrem Team nun sofort umsetzen.







