







Öffnungszeiten und Anlässe
Die Ausstellung im Schulhaus Dorf ist jeweils am Donnerstag und Freitag von 14 bis 18 Uhr und am Samstag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Dazu kommen zwei Montags-Termine am 27. April und 8. Juni – dann ist die Ausstellung von 16 bis 20 Uhr zugänglich.
Nebst der Vernissage von diesem Samstag findet am 21. Mai ab 19 Uhr ein Feierabend-Anlass statt. Dabei wird uns Kantonsbibliothekarin Heidi Eisenhut erzählen, was die Kantonsbibliothek eigentlich sammelt – und warum. Am 30. Mai von 9 bis 11 Uhr sind zudem alle Interessierten zu Kaffee und Gipfeli mit der TP eingeladen.
Der Platz im grossen Schulzimmer im Erdgeschoss wurde knapp, als Vereinspräsidentin Ursula von Burg um 11:30 Uhr die Gäste begrüsste. «Es freut mich unheimlich, dass so viele Menschen gekommen sind. Und dass darunter so viele bekannte Gesichter sind – inklusive einiger Gründungsmitglieder.» Diese Gründung war im Spätherbst 1995. Im Dezember wurde die 0-Nummer in Teufen verteilt – damals noch namenlos. Dieses Problem sollte mit einer Umfrage gelöst werden. «Es gingen über 600 Vorschläge ein. Eine unglaubliche Resonanz», sagte Andreas Heller. Er ist eines ebendieser Gründungsmitglieder und erzählte von den Anfängen der inzwischen gut etablierten Dorfzeitung. «So eine Zeitung zu entwickeln, ist natürlich eine sehr spannende Angelegenheit. Da geht es ums Layout, das Papier, die Schrift, die Rubriken, und, und, und.» Er erinnert sich auch heute noch gern an das befriedigende Gefühl, als er und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter realisierten, dass ihr neu geschaffenes Produkt auch wirklich ankommt. «Die Zeitung hat sich zudem während der vergangenen 30 Jahre stets weiterentwickelt, der Umfang hat sich vergrössert und die Qualität ist sehr hoch», sagt der ehemalige NZZ-Journalist.

Auch Gemeindepräsident Reto Altherr gratulierte der Tüüfner Poscht zum Jubiläum. Wobei, 30 Jahre, das sei kein einfaches Alter: «Man sagt, mit 30 beginnt die ernsthafte Phase des Lebens. In dieser befindet sich nun auch die Tüüfner Poscht. Aber sie meistert das sehr gut. Weil sich so viele Menschen so dafür einsetzen.» Bei diesen Menschen bedankte sich Vereinspräsidentin Ursula von Burg später noch namentlich – und der volle Raum tat es ihr mit Applaus nach. «Unser dank gilt aber auch der Gemeinde für die grosszügige finanzielle Unterstützung und natürlich dem Gewerbe, das unsere Arbeit mit ihren Inseraten überhaupt erst ermöglichen.»
Zu den Klängen von Elias Menzi am Hackbrett machten sich die Besuchenden dann langsam auf in Richtung erster Stock zur Ausstellung. Kuratiert hatte diese David Glanzmann, der sich sonst um die Ausstellungen im Zeughaus kümmert. Seine Erfahrung ist auch beim Betrachten dieser Pop-up Ausstellung spür- und erlebbar. In einem Raum können Besuchende in «30 Geschichten aus 30 Jahren» stöbern, es gibt ein «Redaktionsbüro», in dem die Gäste um ihre Meinung zu den Inhalten der Tüüfner Poscht gebeten werden und in einem anderen Schulzimmer wird die Geschichte der Dorfzeitung dargestellt – in Text, Bild und Zeitungsausschnitten. «Ganz besonders möchte ich euch auch noch die Gerüchte-Ecke ans Herz legen. Dort können Sie Gerüchte entdecken, aber auch eigene ‘in die Welt setzen’», sagt Ursula von Burg noch, bevor sie die Gäste zu Speis, Trank und Platzkonzert (Harmoniemusik Teufen) entlässt.











