Ehammer, wir kommen!

10.06.2024 | Hans Koller

Teamwettkämpfe bilden die Grundlage für Erfolge, dies gilt auf für die Vereine des Appenzellischen Turnverbandes. Mit Spielleichtathletik und LMM bot sich dazu die beste Gelegenheit auf dem Landhaus in Teufen Werbung für die Leichtathletik zu machen. Auch wenn die Beteiligung im LMM nicht ganz den früheren Jahren entsprach, es kam echte Wettkampf-und Feststimmung auf, wenn Kinder um die Wette rannten und die älteren Kategorien ihren Formstand testeten.

Für den Nachwuchs bildeten die Teamwettkämpfe der «Spielleichtathletik» einen erlebnisreichen Einstieg in die Leichtathletik. Für die älteren Kategorien galt es in Mannschaftsmehrkämpfen (LMM) sich für die nationalen Titelkämpfe zu qualifizieren.

Faszination Spiel-Leichtathletik schon für die Kleinsten

In ungewohnten Disziplinen wie Drehwurf, Biathlon oder Zielwurf erlebten rund 35 Teams mit 200 Kinder einen spannenden und erlebnisreichen Wettkampftag. Die Verbindung von Spiel und technischen Grundelementen der Leichtathletik begeisterte vollends. Schnelligkeit konnte in Form von Staffelläufen erprobt werden. Mit Velopneus als Drehwurf wagten die Kinder eine Hinführung zum anspruchsvollen Diskuswerfen. Hochsprung wurde als Acht gerannt, um möglichst viel Sprünge absolvieren zu können und die Ausdauer erhielt gepaart mit Zielwürfen eine zusätzliche Motivation. Nebst Appenzeller Vereinen nutzen auch Riegen aus dem Kanton St.Gallen diese spielerischen Einstiegsformen in die Leichtathletik, vielleicht auch zum Start sich auf den Weg von Simon Ehammer zu begeben.

Zusammen mit dem Dominator Teufen belegten erfreulicherweise mehrere weitere Appenzeller Vereine Podestplätze. Bei den ältesten Knaben dominierte die Jugendriege Schwellbrunn. Sie gewannen überlegen die Kategorie U 14, vor Teams aus Ganterschwil und Teufen. In der Kategorie U 12 dominierte Teufen vor Herisau und Montlingen, bei den allerjüngsten gewannen nochmals die Teufner diesmal vor Speicher und St.Gallen Ost.

Bei den Mädchen dominierten ebenfalls die Teufnerinnen, in der Kategorie U 14 gewannen sie Gold und Silber, vervollständigt wurde das Podest mit der Jugi Hundwil. In der Kategorie U 12 folgten den Teufnerinnen die Girls aus Speicher mit Platz 2 und Schellbrunn als Dritte. Bei den Allerjüngsten belegten Herisau und Speicher hinter Montlingen die Plätze 2 und 3.

Im Drehwurf und Weitsprung wurden bei den älteren beiden Kategorien auch in Einzelwertungen Medaillen vergeben. In der Kategorie U 14 entpuppte sich Adrian Bösch mit 2 Siegen als Leichtathletiktalent. In der Kategorie U 12 tat es ihm Gabriel Baumeler gleich, der Innerrhoder in Teufner Farben gewann überlegen beide Einzelwertungen. Bei den Mädchen gewann in der ältesten Kategorie Annabelle Schittenhelm aus Teufen den Weitsprung.

In der Kategorie U 12 hiess die Dominatorin Lara Cottinelli vom TV Teufen, sie gewann beide Einzelwertungen überlegen.

Teufner Sprungbrett für den Schweizer Final

Am Tag an dem Simon Ehammer in Rom im Weitsprung zu Bronze sprang, nutzten Ostschweizer Teams die Chance in diesem Qualifikationswettkampf sich einen Platz am Schweizer Final vom 10. August ebenfalls in Teufen zu sichern.

Unter den 20 Teams waren aus unserem Kanton nur Herisauer und Teufner Vereine dabei, welche mit St.Galler Vereinen versuchten sich mit hohen Punktzahlen für den nationalen Final zu qualifizieren. Bei den Frauen gewannen die Teufnerinnen überlegen. Mit ihrer hohen Punktzahl von 10948 Punkten gehören sie im August zu den Favoritinnen am Schweizer Final. Hinter der überlegenen Antonia Gmünder verhalfen auch Nicole Höhener, Jenice Koller und Eliane Troxler mit guten Mehrkämpfen zum Teufner Glanzresultat.

In der Kategorie U 18 erreichte das Teufner Siegerteam ebenfalls mit 10200 Punkte ein besseres Resultat als das letztjährige Siegerteam am CH Final.  Die mehrfachen Medaillengewinnerinnen an Einzelmeisterschaften von Swiss Athetics überzeugten in diesem Mehrkampf. Das beste Resultat erzielte Mara Schwitter, gefolgt von Timea Rankl, Flavia Rüegg und Rina Zuberbühler.

In der Kategorie U 16 siegten ebenfalls die Teufnerinnen, angeführt von der überlegenen Ambra Corciulo. Mit 8643 Punkten qualifizierten sie sich wohl problemlos für den Final,wenn sie aber um den Meistertitel mitreden wollen benötigen sie eine Steigerung. Herisau belegte Platz 4 mit 5218 Punkten, was wohl kaum zur Finalqualifikation reicht.

In der Kategorie Männer liessen die Teufner ihrer Konkurrenz keine Chance, sie siegten mit rund 2000 Punkten Vorsprung. Ihre 14991 hätte im Vorjahr zu Platz 2 gereicht, damit gehören sie im Final zum engeren Favoritenkreis.

Eine starke Leistung bot die jungen Herisauer in der Kategorie U20. Valentin Mettler, Erwin Mettler, Samuel Raschle und Joel Küng erreichten hervorragende 13488 Punkte, mit diesem Resultat dürfen auch sie Hoffnungen hegen, am Final um eine Medaille kämpfen zu können.

In den Mixed Kategorie war aus dem Kanton Appenzell nur Herisau am Start. Das Jugend Team erzielte 11119 Punkte. Mit dieser hohen Punktzahl gehören auch sie zum Favoritenkreis am Final.

Aus Appenzeller Sicht werden der Schweizer Final vom 10. August in Teufen zu einem spannenden Wettkampf mit mehreren Teams, die sich ganz vorne platzieren können.

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