Ein Corona-Blog

04.04.2020 | Timo Züst
Wir_Teufen
Ein Blick auf die Startseite von «wir-teufen.ch». Die Gemeinde hofft auf möglichst viel Aktivität aus der Bevölkerung. Foto: Screenshot Auf «wir-teufen.ch» können Nutzer ab heute ihre besten Tipps für die Corona-Zeit teilen. Die Website soll zu einer Quelle positiver Energie in einer schwierigen Zeit werden. Hinter der Idee steckt die Gemeinde. Und das ist nicht die einzige neue Website (siehe unten). «In der Krise positiv denken» Dieser Slogan ist auf der Startseite von «wir-teufen.ch» zu lesen. Eingebettet in stimmungsvolle Bilder. Darunter finden sich drei Kacheln, welche die eigentliche Funktion dieser neuen Website ausmachen: Aktivitäten für Zuhause, Dorfleben und Freizeit. Wer hier drauf klickt, landet im Blog-Bereich. Und damit beim Kern des Projekts. «Wir wollen eine Plattform schaffen, auf der sich Teufnerinnen und Teufner austauschen und sich gegenseitig positive Impulse geben können», sagt Martin Zoller. Eigentlich ist er Fachverantwortlicher Hochbau bei der Gemeinde Teufen. Während der Corona-Krise unterstützt er aber auch den Gemeindeführungsstab. Teil dieser Aufgabe war der Aufbau von «wir-teufen.ch». Innerhalb von zwei Tagen wurde aus der Idee Realität. Durchhaltewillen stärken Seit dem 16. März ist die Schweiz im Krisenmodus. Der Corona-Lockdown hat nicht nur die Wirtschaft vor grosse Herausforderungen gestellt. Auch die Politik war gefordert. Auf allen Ebenen. Zwar ist die Krise längst nicht ausgestanden, aber die turbulenteste Anfangs- und Umstellungsphase liegt hinter den Behörden. Der Gemeindeführungsstab hat die dringlichsten Vorkehrungen getroffen und den ersten, grossen Schwall von Anfragen bearbeitet. Vergangenen Montag kam dann die Frage auf: Was nun? «Zu den Aufgaben der Gemeinde gehört auch, den Durchhaltewillen der Bevölkerung zu stärken.» Aber wie soll das gelingen, wenn «Social Distancing» soziale Kontakte so sehr eindämmt? Die Antwort: Mit einer Online-Plattform, die User von daheim aus besuchen können. Bei «wir-teufen.ch» handelt es sich aber nicht um eine News-Plattform – die Gemeinde wird weiterhin über die eigene Website und «tposcht.ch» kommunizieren. Es ist vielmehr ein Bürger-Blog mit einer klaren Aufgabe: positive Stimmung verbreiten. «Wer eine gute Idee hat, soll diese teilen können. Egal, ob es nun ein kreatives Rezept, eine Schnitz-Anleitung, ein Spaziergang oder eine Yoga-Übung ist.» Fruchtbare Zusammenarbeit Nachdem der Gemeindeführungsstab Anfang Woche den Entscheid zur Erstellung der Plattform gefällt hatte, wurde die Umsetzung sofort in Angriff genommen. Die Ansprüche der Auftraggeber an die Programmierer: «wir-teufen.ch» soll attraktiv, möglichst übersichtlich und einfach zu bedienen sein. Diese Ziele wurden erreicht. User können eigene Beiträge ganz einfach als Kommentar absetzen und dazu Fotos (speziell erwünscht) hochladen. Dabei sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Einzige Bedingung: Der Inhalt darf keinen politischen Hintergrund haben oder gegen die Kommunikationsrichtlinien der Gemeinde verstossen. «Diesbezüglich machen wir uns keine Sorgen. Wir sind überzeugt, dass die Teufnerinnen und Teufner verstehen werden, worum es hier geht.» Um die Attraktivität der Plattform zu steigern, hat die Gemeine zudem die Zusammenarbeit mit der «Tüüfner Poscht» gesucht. Sie wird verschiede «Corona-Relevante» Inhalte und Tipps zur Verfügung stellen sowie administrative Aufgaben übernehmen. «So können wir hoffentlich beide voneinander profitieren.» Wie lange «wir-teufen.ch» bestehen wird, hängt massgeblich vom weiteren Verlauf der Krise ab. Und wie es mit der Website danach weitergeht, ist noch unklar. «So etwas lässt sich nicht planen. Wir schauen jetzt einfach, wie die Idee ankommt.» tiz

Foto-Projekt für Teufen

Diese Woche ging noch eine zweite solidarische Plattform online: ein fotografisches Gemeinschaftsprojekt. Kopf dahinter ist der Teufner Fotograf Thomas Flück. Er hat eine Website gebaut, auf der Teufnerinnen und Teufner ihren Mitmenschen Nachrichten zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts hinterlassen können. «Auf eine Art sollen die Fotos das Aufeinandertreffen auf der Strasse oder den Schwatz in der Migros ersetzen. Wir alle fragen uns doch derzeit: Wo sind eigentlich diese Menschen, die ich sonst immer sehe? Und wie geht es ihnen?», so Thomas Flück. Auch hier ist die Handhabung simpel und übersichtlich. Wer Teil des Projekts werden will, füllt ein kurzes Formular aus und hinterlegt ein Foto. «Wichtig dabei: Die Qualität ist nicht entscheiden. Der Mensch soll darauf aber sichtbar sein», so Flück. Das zweite entscheidende Element ist die «Botschaft». 145 Zeichen stehen jedem Teilnehmenden dafür zur Verfügung. Vorgaben für den Inhalt gibt es keine. Die Nachrichten sollen aber einen positiven Grundton oder Gedanken enthalten. «Wir wollen uns schliesslich stärken nicht schwächen», sagt Thomas Flück lächelnd. Das Foto-Projekt wird auch von der Kulturkommission der Gemeinde unterstützt. Das ermöglicht es Thomas Flück, die Website auch über längere Zeit zur betreuen. Entscheidend für das Weiterbestehen der Plattform werden aber die nächsten 48 Stunden sein. «Falls in dieser Zeit keine 50 Fotos zusammenkommen, werde ich die Übung abbrechen. Dann wäre klar, dass die Idee nicht gut ankommt.»
Noch sind die Fotos Platzhalter. Sie sollen sich bald mit Teufnerinnen und Teufnern füllen. Foto: Screenshot

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