
Gegenüber dem Vorprojekt von November 2025 ergeben sich keine grundlegenden Änderungen. Linienführung und Grundkonzept bleiben gleich. Die Anpassungen betreffen nur die Bauweise im fraglichen Abschnitt. Die Umplanung erfolgte schrittweise von der Machbarkeitsstudie über das Vorprojekt und ab jetzt bis zum Bauprojekt und wird dabei laufend präzisiert.
«Wir verfolgen konsequent jene Varianten, die technisch überzeugen, bewilligungsfähig und gleichzeitig möglichst kostengünstig sind», sagt Gemeindepräsident Reto Altherr. Daher hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 19. Mai 2026 der Planung «bergmännische Variante» zugestimmt.
Bauweise mit klaren Vorteilen
Die bergmännische Bauweise im Abschnitt Stofel bis Egglirank ermöglicht eine Bauweise fast vollständig im Untergrund. Dadurch werden Eingriffe an der Oberfläche stark reduziert und der Verkehr und die Teufner Bevölkerung während der Bauzeit weniger stark beeinträchtigt. Zudem ist die bergmännische Bauweise günstiger als die bis anhin geprüfte Deckelbauweise.
Haltestelle Stofel wird neu konzipiert
Auch die unterirdische Haltestelle Stofel wurde überarbeitet. Im Vorprojekt waren noch zwei separate Perrons mit je zwei separaten Zugängen nördlich und südlich der Hauptstrasse vorgesehen. Neu wird ein zentraler Bahnzugang mit Mittelperron geplant. Die Lösung entspricht auch dem Anliegen der Appenzeller Bahnen und wird als deutlich kundenfreundlicher beurteilt. Sie wurde auch vom Lenkungsausschuss einstimmig unterstützt.
Die gesamte Tunnelvariante zwischen Bahnhof und Stofel wird in den kommenden Monaten weiter ausgearbeitet. Eine genaue Kostenschätzung wird im zweiten Semester 2026 vorliegen. Am Ende stehen sich Tunnel und Strassenbahn-Doppelspur als zwei funktional gleichwertige Projekte mit unterschiedlichen Kosten gegenüber. Das letzte Wort hat die Stimmbevölkerung von Teufen an der geplanten Volksabstimmung. pd