Hinweis: Mehr über das Projekt «Alpamore» beim Stofel lesen Sie hier.

Die Plakate der berühmten Gesichter hatten anfangs einiges an Misstrauen ausgelöst. Wirklich? Peach Weber in Teufen? Marc Sway? Claudio Zuccolini? Ihre Gesichter hängen am Gerüst des ehemaligen «Enzler-Hauses» wenige Meter von der Haltestelle Stofel entfernt. Hier wird seit Monaten umgebaut. Es entstehen vier Mietwohnungen und das «Alpamore». Dieser Name steht für einen Geschenke- und Delikatessen-Laden mit Degustationsfläche, einem Selbstbedienungs-Laden («16/7») und einer Pasta-Manufaktur – sowie eine Kunstwerkstatt in der Remise. «Darum geht es eigentlich am 30. und 31. Oktober: Wir wollen die Eröffnung feiern, den neuen Namen unter die Leute bringen. Und etwas zurückgeben», sagt Remo Ulrich. Er und seine Frau Marina sind über die Immoinside GmbH Eigentümer des «Alpamore» – und Veranstalter des Events Ende Oktober. Einen bescheidenen Tag der offenen Tür mit Bratwurst und Musik aus Boxen entsprechen aber nicht dem Naturell von Remo Ulrich. «Ich wollte was richtig Cooles machen. Einen Event, an den sich Teufen lange erinnert.»
Vom Festival zum Zeughaus
Beim Anschreiben der grossen Namen aus dem Unterhaltungs-Business habe er dann aber schnell gemerkt, dass er da als Privatperson nicht allzu weit kommt. Also hat er sich Hilfe geholt – bei Sohn Silvan. Dieser hat einiges an Erfahrung, was das Organisieren von Grossevents angeht. Mit der «Nightlife Eventmanagement» haben er und sein Partner im Jahr 2021 mit dem «WKND-Festival eines der grössten Indoor-Events der Region organisiert. «Das war dann schon ein ganz anderes Level als die ‘Night of Madness’ von 2016 im Zeughaus», sagt er. Und der Vater fügt an: «Aber auch das war eine Party, die Teufen noch eine Weile in den Knochen gesteckt hat.»

Mit der professionellen Unterstützung von Silvan Ulrich nahm der Grossevent im Zeughaus nach und nach Form an – inklusive hochkarätigem Line-Up. «Uns war aber wichtig, dass für alle Altersklassen und Geschmäcker etwas dabei ist. Ich glaube, das haben wir auch geschafft.» Dazu gehört der Regionalbezug, den «Tüüfner Gruess» oder Sepp Manser sicherstellen.
Der Vorverkauf läuft nun schon einige Monate, ausverkauft ist aber noch keiner der beiden Tage. «Wir können bisher durchaus zufrieden sein. Aber wir hoffen natürlich, dass sich noch möglichst viele Teufner ein Ticket sichern – wir wollen ja vor allem mit ihnen feiern», sagt Remo Ulrich. Dabei spielen nebst der Stimmung finanzielle Überlegungen eine Rolle – im Vordergrund stehen sie aber nicht. «Das Ganze ist sowieso nur machbar, weil wir sehr viele lokale Sponsoren gewinnen konnten. Ihnen gilt ein herzlicher Dank.» Deshalb sei es überhaupt erst möglich, ein solches Programm (siehe Kasten) für 75 Franken pro Abend zu bieten.
Keine Eröffnung, aber ein Fest
Inzwischen startet die letzte heisse Phase der Vorbereitungsarbeiten. Silvan Ulrich wirkt aber gelassen: «Es läuft alles nach Plan. Das Wichtigste ist organisiert.» Das gelte auch für die Sonderwünsche der grossen Acts, die Technik, die Verpflegung und die Bewilligungen seitens Gemeinde. «Letzteres war zum Glück ziemlich unkompliziert. Auch wenn es natürlich immer mehr Vorschriften zu beachten gibt.» Etwas können aber weder Silvan noch Remo Ulrich ändern: Die Eröffnung des «Alpamore» wird nicht mehr heuer stattfinden. Der Umbau des historischen Hauses hielt schlicht zu viele Überraschungen bereit. Dafür peilen Remo und Marina Ulrich – sie wird das «Alpamore» führen – deshalb nun den April 2027 an. In der Zwischenzeit soll es aber monatliche Events geben, um die Wartezeit zu überbrücken.
Der Alpamore-Event im Zeughaus
Am Freitag, 30. und am Samstag, 31. Oktober, findet im und um das Zeughaus der Alpamore-Event statt. Beginn ist an beiden Tagen um 17:30 Uhr – und das Fest dauert jeweils bis spätestens 2 Uhr. Am Freitag werden Acts wie «Just Two», der Tüüfner Gruess, Claudio Zuccolini, Marc Sway und Magier Daniel Klman zu sehen sein. Der grosse Star des Samstags ist Peach Weber, der auf seiner Abschieds-Tournee im Zeughaus Teufen Halt macht. Das genaue Programm und Tickets finden Sie hier. Auch eine Tischreservation (6 Personen) ist noch möglich, Anfragen bitte direkt an gruezi@alpamore.ch.