Jörg Oegerli aus Birmingham
Solider erster Wettkampftag
Am ersten Wettkampftag legte Andrin Huber den Grundstein für sein starkes Gesamtergebnis. Den 100m-Lauf beendete er in 10.95 s und setzte danach im Weitsprung ein Ausrufezeichen, denn mit 7.06m sprang er eine neue Saisonbestleistung und übertraf somit erstmals in dieser Saison die 7m-Marke. Mit 14.57m im Kugelstossen wusste er zu überzeugen und sammelte wertvolle Punkte im Wurfbereich. Im Hochsprung egalisierte er mit 1.96 m seine Saisonbestleistung und zum Abschluss des ersten Tages lief er die Stadionrunde in starken 48.11 s. So schnell war er diese Saison noch nie gelaufen.
Nach dem ersten Tag lag Huber mit 4128 Punkten auf Zwischenrang 11 im dicht gestaffelten Feld. Er lag damit nur geringfügig hinter seinem Kurs vom U23-Rekordwettkampf in Bergen vor einem Jahr und hatte sich eine hervorragende Ausgangslage für seinen gewohnt starken zweiten Tag geschaffen.







Starker zweiter Wettkampftag
Über 110m-Hürden verzeichnete Andrin Huber einen sauberen Auftakt in den zweiten Wettkampftag und kam in 14.48 s nahe an seine persönliche Hürden-Bestzeit heran. Im anschliessenden Diskuswerfen schaffte er eine solide Weite von 41.35 m, womit er den Anschluss an die Top Ten halten konnte. Im Stabhochsprung glänzte Huber mit übersprungenen 4.70 m. Er bewahrte bei schwierigen Windverhältnissen die Nerven und verlor im Vergleich zur direkten Konkurrenz keine entscheidenden Punkte. Mit starken 58.90 m im Speerwerfen schob er sich vor dem abschliessenden 1500m Lauf endgültig unter die besten Zehn. In diesem Lauf mobilisierte er noch einmal alle Kräfte und lief in 4:24.15 min. ins Ziel.
Fazit des zweiten Wettkampftages
Dank seiner traditionellen Stärke in den technischen Disziplinen (insbesondere Speer und Stab) sowie einem kämpferischen 1500m Lauf konnte sich Andrin Huber von Rang 11 nach dem ersten Tag auf Platz 9 vorarbeiten. Damit schloss er den Wettkampf als Bester Schweizer, noch vor Nino Portmann (Platz 14, 7888 Punkte) und Leon Krummenacher (Platz 19, 7603 Punkte) ab.
Insgesamt darf Andrin Huber mit seinem ersten EM-Wettkampf bei den Aktiven sehr zufrieden sein. Für den U23-Eurpameister von 2025 in Bergen stand vor allem das Sammeln von Wettkampferfahrung auf höchsten europäischen Elite-Niveau im Vordergrund und dies ist ihm eindrücklich gelungen. Bravo.




