Jörg Oegerli aus Birmingham

Simon Ehmanner wird Zweiter im Weitsprung. Damit gewinnt er nach Silber im Zehnkampf in München (2022) Bronze im Weitsprung in Rom (2024) bereits die dritte EM-Medaille. Die Freude ist gross, denn nach seiner leichten Oberschenkelverletzung vor ein paar Wochen musste er etwas zurückbuchstabieren und die Wettkampfvorbereitung umgestalten.
Qualifikation als Schlüsselmoment
Für Simon Ehammer war die Qualifikation der erlösende Schlüsselmoment. Nach vier Wochen ohne Anlauf konnte er wieder über 8 Meter springen, gab Ehammer gegenüber «SRF Sport» zu Protokoll. Dies gab ihm die Zuversicht, dass er im Final noch einen Zacken zulegen konnte.
Die Startreihenfolge für die ersten drei Versuche im Final erfolgte nach Position der europäischen Bestenliste. Das bedeutete, dass Simon Ehammer an dritter Stelle aufgerufen wurde. Der Grieche Miltiadis Tentoglou eröffnete als Saisonbester den Wettkampf mit einem Sprung auf 8.27 m.
Nach einem Nuller im ersten Versuch konterte Simon Ehammer im zweiten Durchgang und ging mit 8.29 m in Führung. Damit brachte er seinen grössten Konkurrenten ins Schwitzen, denn auch nach drei Versuchen blieben die 8.29m die Bestweite. Doch im ersten Finaldurchgang kam die Antwort des Griechen. Er konterte mit einem Sprung auf 8.44 m und gewann zum vierten Mal in Serie die Goldmedaille. Simon Ehammer konnte nicht mehr zulegen und gewann mit den 8.29 m Silber vor dem Bozhidar Sarâboyukov aus Bulgarien, der in seinem letzten Versuch 8.26 m weit sprang.
Stolz auf das Erreichte
Gegenüber «SRF Sport» zeigte sich Simon Ehammer Stolz über die erreichte Silbermedaille und auch darüber, dass er nach einer Saison mit Hochs und Tiefs den Titelverteidiger und Dominator Miltiadis Tentoglou möglichst lange fordern konnte. Natürlich war für Ehammer der Sieg im Zehnkampf in Götzis der absolute Höhepunkt der Saison. So gesehen, sei alles, was noch komme eine erfreuliche Zugabe.
Zehnkampf ab heute mit Andrin Huber
Heute startet Andrin Huber zum erstenmal bei den Aktiven in den Zehnkampf. Wir dürfen gespannt sein, was der U23-Eurpameister von 2025 zeigen wird.




