
15 Personen treffen sich am 29. April um 15 Uhr im hellen Sitzungszimmer im Haus Unteres Gremm in Teufen. Gemeinderat Urs Frei heisst alle Anwesenden willkommen: «Gute Zusammenarbeit entsteht dort, wo Menschen einander begegnen.»
Sich vernetzen
An diesem jährlichen Anlass sollen alle Teilnehmenden mehr über die einzelnen Leistungen der verschiedensten Organisationen erfahren, damit sie ihre eigenen Angebote kontinuierlich verbessern und aufeinander abstimmen können. Es geht auch darum der eigenen Kundschaft weitere Organisationen empfehlen zu können, im Hinblick auf eine bestmögliche Beratung und Unterstützung jeder Einzelperson, in unserem Fall der älteren Menschen in Teufen.
Zentral dabei sind nicht in erster Linie Fakten und Zahlen. Ganz wichtig sind das persönliche Kennenlernen und der gegenseitige Austausch untereinander. Auch Schwierigkeiten, Herausforderungen und offene Fragen gemeinsam klären und herausfinden, welche Ursachen dahinterstecken und welche Lösungen angedacht werden können. Das gegenseitige Vertrauen pflegen und sich als Teil eines bunten Strausses an Angeboten im Bereich Alter und Gesundheit verstehen. Darum geht es an diesem Vernetzungs-Anlass.
Impulse erhalten
Heute referiert die Präsidentin von Pro Senectute AR, Sabrina Steiger, zum Thema «gesundes Altern». Dabei thematisiert sie verschiedene Theorien und Aspekte in Bezug auf das Altern und betont, wie wichtig bereits eine gute Vorbereitung auf die Pensionierung ist.
Die einen machen weiter wie immer, die anderen gehen in den Rückzug, bis zur Isolation und gefährlichen Vereinsamung. Die einen engagieren sich und die anderen sind überzeugt, dass sie sowieso nur noch Kosten verursachen. «Jede Person geht anders mit dem Alter um, hat ein eigenes Altersbild. Es gibt viele und immer wieder neue Fragen, die mit zunehmendem Alter nach neuen Antworten suchen.»
Die Babyboomer
«In Teufen bereiten wir uns aktiv auf die Babyboomer vor. Sie sind zwischen 1946 und 1964 geboren», erklärt Urs Frei. «Die Altersklasse 80+ wächst bis ins Jahr 2035 um mehr als die Hälfte (+ 56.7%), während bis ins Jahr 2045 mit einer Verdoppelung (+ 98.9%) zu rechnen ist» (OBSAN Bericht, Kanton AR).
«Damit wird der Bedarf an Pflegeplätzen und Betreuungsangeboten steigen; ebenso die Nachfrage nach betreutem Wohnen und selbstbestimmten Lebensformen im Alter. Auf die Gemeinde Teufen kommen grosse Herausforderungen zu, die eine Vielzahl an Massnahmen auf allen Ebenen erfordern. Dies sowohl in den Bereichen Spitex und intermediäre Strukturen, ambulant und stationär, wie auch bei den Heimen. Das Haus Lindenhügel ist beispielsweise seit 35 Jahren in Betrieb.»
Einig ist man sich, dass es in Teufen bereits ein sehr reichhaltiges Unterstützungsangebot gibt. Wichtig ist, dass die Menschen dieses nutzen, zum eigenen Wohl und zu dem ihres Umfeldes und der Gesellschaft. Niemand soll vereinsamen und alleine gelassen werden.
Ursina Moser, Geschäftsführerin Heime Teufen, lädt alle Anwesenden zu einem Apéro ein, bei dem die Gespräche noch länger weitergeführt werden.
Die Teilnehmenden des Anlasses
