Am Donnerstag, 19. März, finden 19 stimmberechtigte Mitglieder des Vereins Forum Palliative Care Rotbachtal den Weg ins evangelische Kirchgemeindehaus Hörli in Teufen zur jährlichen Mitgliederversammlung. Gleich zum Aufklang singen Janet Appert (Gitarre), Christian Gerber (Mundharmonika) und Roli Kölbener (Gitarre) vom Trio Les Mixör. Sie wohnen in Hinterforst, Speicher und Stein und musizieren seit «ungezählten» Jahren (wie sie selber sagen), einmal pro Woche gemeinsam. Mehrere Male zwischen den Traktanden begeistern sie das Publikum mit ihrem warmen Stimmendreiklang, virtuos begleitet auf ihren zwei Gitarren und der Mundharmonika.
Bevor wir sterben …
Vereinspräsidentin Silvia Hablützel schaut in ihrem Jahresbericht zurück aufs vergangene Vereinsjahr. Der an der letzten Hauptversammlung vorgestellte Hospiz- und Entlastungsdienst AR übernimmt seit dem 1. Januar 2025 Aufträge im Rotbachtal. Gemäss Einsatzleiterin Angela Koller wurden bis Ende 2025 130 Stunden Hospizarbeit in den Gemeinden Bühler und Gais geleistet. Aus Teufen gab es keine Anfragen.
Im Hospiz St. Gallen wurden drei Personen aus dem Rotbachtal begleitet.
Am 23. Oktober 2025 lud das Forum zum Vernetzungsanlass «Würdezentrierte Therapie» ein. Die Tüüfner Poscht hat darüber berichtet: Was sollte ich über Sie wissen? – Tüüfner Poscht. Darüber hinaus fanden diverse Weiterbildungen von Fachpersonen und interessierten Laien statt. Silvia Hablützel hat im Jahresbericht, der mit der Einladung mitgeschickt worden war, verschiedene Links aufgeführt, unter denen zentrale Inhalte der Veranstaltungen einsehbar sind.
In der Vorschau aufs Jahr 2026 weist Silvia Hablützel auf zwei Plattformsitzungen der Palliative Foren hin und macht auf den nächsten Ostschweizer Hospiz- und Palliativetag vom 8. Dezember 2026 in Näfels aufmerksam.
Kurz vorher, am Wochenende vom 28. Und 29. November 2026 sind in Teufen Anlässe geplant, zur Frage: «Bevor ich sterbe, möchte ich…». Wie unterschiedlich die Antworten ausfallen können, zeigt der beschriftete Kubus, der im kommenden November in Teufen präsentiert wird.




Positives Ergebnis
Bea Weiler (Kassiererin) erläutert die verteilte Erfolgsrechnung und die Bilanz. Revisor Beat Landolt präsentiert den Revisionsbericht. Nach einem Verlust im Vorjahr wird 2025 ein Gewinn von knapp 4000 Franken erwirtschaftet. Per 31. Dezember 2025 beträgt das Vereinsvermögen gut 74’000 Franken. Seit dem Geschäftsjahr 2025 verzichten die Vorstandsmitglieder auf ihr Honorar zu Gunsten eines gemeinsamen Jahresessens. Dies hat zum positiven Jahresergebnis beigetragen.
Das Budget 2026 ist ausgeglichen. Die geplanten Einnahmen und Ausgaben bewegen sich im Rahmen des Vorjahres.
Wahlen
Neu zur Wahl vorgeschlagen wird Raoul Pinter, der vielen Anwesenden bekannt ist, speziell seit der Veranstaltung zur Würdezentrierten Therapie im Oktober 2025.
Leider musste er sich für heute Abend wegen einer Grippe entschuldigen. Vereinspräsidentin Silvia Hablützel stellt ihn deshalb den Mitgliedern mit eigenen Worten vor.

Raoul Pinter (1977) ist verheiratet. Zusammen mit seiner Frau hat die Familie sechs Kinder und lebt im Appenzellerland. Er ist Facharzt für Radio-Onkologie und Palliativmediziner sowie leitender Arzt der Palliative Care «HOCH»-Spitäler Altstätten und Grabs. Zudem leitet er das Hospiz St. Gallen. Darüber hinaus ist er auch im Fürstentum Liechtenstein engagiert und nimmt Referententätigkeiten in sämtlichen Ausbildungsebenen für Palliative Care in der Schweiz, im Fürstentum Liechtenstein und in Österreich wahr. Er hat Einsitz in das Ethikforum der kantonalen Spitäler des Kantons St. Gallen und leitet das Ethikmoderationsteam der Spitäler Grabs und Altstätten. Einstimmig und mit viel Applaus wird Raoul Pinter als zusätzliches Vorstandsmitglied des Vereins gewählt.
Alle sieben bisherigen Vorstandsmitglieder Esther Manser, Edith Scheiwiller, Bea Weiler, Rebecca Menzi, Franziska Heigl, Karin Züger und Simone Koller sowie Vereinspräsidentin Silvia Hablützel werden einstimmig wiedergewählt. Auch die Revisoren Beat Landolt und Sepp Zurmühle werden im Amt bestätigt.
Der Mitgliederbeitrag für Einzelpersonen soll bei 30 Franken bleiben. «Für Paare wären es dann 60 Franken», betont Bea Weiler.
Silvia Hablützel weist auf die besonderen Teebeutel hin, die auf den Stühlen verteilt waren. Darauf geklebt ist ein Comicbild auf dem Charlie Brown sagt: «Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy!» «Ja, das stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht», antwortet Snoopy. Das ist denn auch das Motto, das von allen begeistert aufgenommen und gleich in die Tat umgesetzt wird.
«Les Mixör» beschenken das Publikum mit weiteren Songs, meist in Englisch, aber auch in Französisch und Spanisch. Der Applaus wird nach jedem Lied noch etwas lauter. Hotel California von «The Eagles» war nur eines der Highlights und passt zum letzten Teil. Bei belegten Zopfbrötchen und einem kühlen Getränk wird noch eine Weile diskutiert und auf das LEBEN (grossgeschrieben) angestossen.



