

Hinweis: Sie wollen die Petition online unterzeichnen? Hier geht das.
Es ist kurz nach 18 Uhr. Die Sonne steht tief, knapp über dem Dach der «Linde». Sie wirft lange Schatten von den beiden Kantonsräten Maco Süttere (FDP) und Werner Giezendanner (parteilos). Die schwarzen Schemen erstrecken sich über unebenen Kies, Dreck, Pfützen. Und daran stören sich die zwei. «Das neue Parkierungskonzept hat uns auf die Idee gebracht», sagt Marco Sütterle. Dieses Konzept sieht die Reorganisation der gesamten Teufner Parkierungssituation vor. Das betrifft auch den Zeughausplatz. Hier soll in Zukunft ebenfalls bewirtschaftet werden – wenn auch grosszügig. Geplant sind 60 Parkplätze in der Zone F (6h gratis / 24h max.) inkl. 2 bis 3 LKW-Parkplätze und 33 Plätze in der Zone B (3h gratis / Tages- und Monatsbewilligungen erlaubt). Mehr dazu lesen Sie hier. «Das ist natürlich schon eine Veränderung im Vergleich zu heute. Es wird auch eine neue Markierung brauchen. Der perfekte Zeitpunkt für eine Neugestaltung des Platzes», sagt Werner Giezendanner. Deshalb haben die zwei beschlossen, eine Petition für die «Sanierung und Aufwertung des Zughausplatzes» zu lancieren.
Nachgefragt beim Gemeindepräsidenten
Gemeindepräsident Reto Altherr schreibt auf Nachfrage: «Das Anliegen einer Befestigung des Zeughausplatzes wurde im Rahmen der Mitwirkung zum Parkierungskonzept mehrfach eingereicht. Die entsprechenden Vorabklärungen sind auch bereits eingeleitet worden und wir werden das Vorhaben gerne weiterverfolgen.»
Was ist mit der Viehschau?
Ein Mythos scheint sich laut Marco Sütterle in Bezug auf den Zeughausplatz hartnäckig zu halten. «Ich war immer der Meinung, die Landwirte würden diese Oberfläche bevorzugen. Wie viele andere.» Als er dann aber mit Ratskollege und Landwirt Werner Giezendanner ins Gespräch kam, zeigte sich: Das stimmt so nicht. «Das Kies ist für uns und die Kühe eher störend. Für die Tiere sind die teils spitzen Steine schmerzhaft. Zudem können sie die Klauen verletzen, steckenbleiben und Entzündungen verursachen.» Und die Menschen? Die kämpfen vor allem mit Steinen, die sich mit dem Mist vermengen und sie müssen auf das Einstreuen verzichten, das einen wesentlichen Beitrag zu Hygiene und Sauberkeit leisten würde. «Eine befestigte Oberfläche liesse sich mit viel weniger Aufwand säubern.» Auch für die Schneeräumung und anderer Veranstalter würde das Vorteile bringen. «Wer hier heute ein Festzelt stellen will, muss immer auch einen Holzboden auslegen.»
Besser ausnutzen, Finanzierung aus Fonds
Die Petitionäre sprechen sich explizit für die Anpassung des Platzes vor der Umsetzung des neuen Parkierungskonzepts aus. «Weil wir glauben, dass dann auch eine deutlich bessere Ausnutzung der verfügbaren Fläche möglich wäre», so Süttere. Und Giezendanner fügt an: «Hoffentlich lässt sich auch ein Abstellplatz für Anhänger – Milchanhänger zum Beispiel – realisieren.» Bezahlt werden soll das Ganze aus dem zweckgebundenen Parkplatzfonds, der Stand heute rund 600’000 Franken beinhaltet. Gespeist wird er aus den Einnahmen der Parkplatzbewirtschaftung. «Das wäre doch die ideale Verwendung für dieses Geld.»
Um ihrem Anliegen den nötigen Nachdruck zu verliehen, wollen die Marco Sütterle und Werner Giezendenner während der kommenden zwei Wochen möglichst viele Unterschriften sammeln. Online und physisch. «Wer möchte, darf seine Unterschrift gerne bei mir an der Steinwichslenstrasse einwerfen», sagt Marco Süttere. Anschliessend werden sie die Petition dem Gemeinderat überreichen.