
«Diese zweite Petition kommt auf jeden Fall zum richtigen Zeitpunkt», sagt Gemeindepräsident Reto Altherr. Es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass er von der TP zu einer «Zeughaus-Petition» befragt wird. Und allzu viel kann er auch dieses Mal nicht sagen. Denn: Die Planungsarbeiten laufen noch. «Aber wir werden diese neuen Inputs einfliessen lassen.» Diese Inputs stammen von den vier Initianten der «ergänzenden Petition»: Alexander Assmus (KR / GLP), Kurt Bischof, Ueli Naef und Heinz Tobler. Sei haben Unterschriften für einen «klimaresistenten, grünen und lebendigen Zeughausplatz» gesammelt. Und zwar 116 in 7 Tagen. «Das macht deutlich, dass viele Einwohnerinnen und Einwohner von Teufen keine Asphaltierung des Zeughausplatzes wollen», schreiben die Petitionäre in ihrer E-Mail an die Gemeinde.
Spannungsfeld der Bedürfnisse
Diese Befürchtung – ein durchgehend asphaltierter Zeughausplatz – entstand nach der Überreichung der ersten «Zeughaus-Petition» im Frühjahr. Damit ersuchten die Kantonsräte Werner Giezendanner (parteilos) und Marco Sütterle (FDP) die Gemeinde um eine Aufwertung des Zeughausplatzes. Inklusive befestigter Oberfläche. Bald darauf versicherte der Gemeinderat: Die Planung läuft bereits. Ein entsprechendes Projekt werde unabhängig vom neuen Parkierungsreglement, gegen das inzwischen ein Referendum ergriffen wurde, ausgearbeitet und hoffentlich im kommenden Jahr präsentiert.
Das war im Juni. Allzu weit ist die Planung bisher aber noch nicht fortgeschritten. Gemeindepräsident Reto Altherr sagt: «Wir werden die Anliegen dieser neuen Petition auf jeden Fall noch berücksichtigen können. Und unser Bestes geben, einen guten Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der verschiedenen Anspruchsgruppen zu finden.» Davon gibt es einige. Parkierende, Anwohnende, Veranstalter, Landwirte, Erholungssuchende, und, und, und. Der Zeughausplatz ist ein neuralgischer Punkt im Dorf. Dessen ist sich auch GLP-Kantonsrat und Petitionär Alexander Assmus bewusst. «Aber wir sind überzeugt, dass sich eine gute Lösung für alle finden lässt. Diese Herausforderung ist aus unserer Sicht vor allem eine Chance für Teufen. Hier kann die Gemeinde etwas richtig Gutes realisieren.» Und dazu gehören aus seiner Sicht eben auch ein versickerungsfähiger Belag, natürliche Beschattung und Biodiversitäts-Inseln. «Gerade dieser Sommer hat uns allen noch einmal vor Augen geführt, wie wichtig diese Massnahmen sind. Sie sollten inzwischen eigentlich zum Standard gehören.»
Wie weiter?
Im Juni hatte sich der Gemeinderat mit der ersten Zeughaus-Petition befasst und beschlossen, die nötigen Mittel für die Planung ins Budget 2027 aufzunehmen. An diesem Vorgehen hat sich laut Gemeindepräsident Reto Altherr nichts geändert. «Zum genauen zeitlichen Ablauf kann ich Stand jetzt aber noch keine Aussage machen.» Das gilt auch für die zu erwartenden Kosten. Für die Umgestaltung eines so grossen Platzes ist aber ein substanzieller Betrag zu erwarten. Gut möglich, dass dieser die Finanzbefugnisse des Gemeinderates für einmalige Ausgaben (500’000 Franken / fakultatives Referendum) übersteigt. Vermutlich wird also dereinst an der Urne über den «Zeughausplatz 2.0» abgestimmt.
