





«Guten Tag Herr Nationalrat!» «Ja, guten Tag, jetzt bin ich es wirklich …», antwortet Edgar Bischof und lacht. Der Teufner von der SVP war am 8. März von der Ausserrhoder Stimmbevölkerung in den Nationalrat gewählt worden. Heute war nun sein erster «Arbeitstag» im Bundeshaus – inklusive Vereidigung. «Ich bin gestern Mittag angereist. So hatte ich Zeit für eine Führung und konnte das Bundeshaus etwas kennenlernen. Ich war noch nie hier. Und habe meinen ersten Besuch als extrem eindrücklich erlebt.»
Zu dieser Einführung gehörte nebst eines ausführlichen Rundgangs auch das Fassen des «Badges» und die Sicherheitsinstruktionen. «In diesem Haus spürt man überall, auf was für einem festen und stabilen Fundament unsere Willensnation steht. Das hat mich bewegt.» Am Abend folgte dann das Fraktionsessen – in Anwesenheit der beiden SVP-Bundesräte. Dann, am Freitagmorgen, galt es ernst. Edgar Bischof und seine 15 Gäste – Familie und enge Freunde – waren früh dran. Kurz nach 8 Uhr wurde er dann zum Schwur nach vorne gebeten. «Ich habe mich für den Eid anstelle eines Gelübdes entschieden. Das war mir wichtig.» Ihm kam damit eine besondere Ehre zu: Eine Einzelvereidigung vor dem versammelten Nationalratssaal. Zu dieser Situation kommt es nur im Falle einer Ersatzwahl, nach den Gesamterneuerungswahlen wird in globo geschworen.
Nächster Programmpunkt waren die 17 Schlussabstimmungen. «Das geht dann Schlag auf Schlag. Die eigentlichen Debatten fanden während der Detailberatung statt.» Damit ist Edgar Bischof nun auch in der Abstimmungs-Datenbank zu finden. Demnach hat er heute zwölfmal «Ja» und fünfmal «Nein» gestimmt und sich damit bereits an seinem ersten Tag zu Themen wie der Neutralitätsinitiative, dem Entlastungspaket 27 oder zwei internationalen Freihandelsabkommen geäussert. «Es war ein Tag voller Eindrücke und ich bin gespannt auf alles, was da noch kommt.» Dazu gehören auch die anstehenden Kommissionssitzungen: Edgar Bischof wurde der «SiK» zugeteilt, der Sicherheitspolitischen Kommission. «Jetzt gilt es, die Agenda entsprechend zu organisieren. Aber das gehört dazu. So eine Startphase ist immer intensiv.»







