Das waren die dritten Bach-Tage

19.08.2018 | TPoscht online
bachtage 2018 pd (3)
Angela Hewitt steht für Fragen und Autogramme zur Verfügung. Fotos: zVg.

Mit einem Festgottesdienst in der evangelischen Kirche Teufen sind die dritten Appenzeller Bachtage zu Ende gegangen. Die Veranstalter sind zufrieden und blicken auf ein rundum gelungenes Festival zum Thema «Bach-Bilder»zurück.

Rund 5’000 Besuchende liessen sich von über zwanzig Veranstaltungen begeistern. Es ist eine stolze Bilanz für ein kleines, familiäres Festival: Während fünf Tagen fanden in St. Gallen und dem Appenzellerland 24 Konzerte und Veranstaltungen statt.

Den Abschluss bildete heute Sonntag ein festlicher Gottesdienst. Die Musik wurde entsprechend der zu Bachs Zeiten üblichen Aufführungspraxis in den Gottesdienst integriert. Ein Vokaloktett der J. S. Bach-Stiftung und die singende Kirchgemeinde sorgten für den krönenden Abschluss der diesjährigen Bachtage.

Reflexionist Pater Anselm Grün (links) und Dirigent Rudolf Lutz.

Nahe an grossen Künstlern und familiäres Ambiente

Mit dem neuen Konzept mit dem Besucherzentrum im Foyer des Lindensaals Teufen und dank Wetterglück konnten alle im Freien geplanten Veranstaltungen stattfinden. Viele Besuchende schätzten das familiäre Ambiente des Festivals mit der Nähe zu den Weltklassekünstlern. Dies Stimmung übertrug sich auch auf die ausführenden Künstler. Weltpianistin Angela Hewitt gab nach über zwei Stunden herausragender Performance an beiden Abenden Zugaben. Nach dem Konzert stand sie zudem noch für Autogramme und Fragen bereit.

Programm mit zahlreichen Highlights

Nebst beiden Klavierrezitals von Angela Hewitt waren es insbesondere das Eröffnungskonzert mit Rudolf Lutz’ «Bach-Luther-Kantate» und das Kantatenkonzert «Wo soll ich fliehen hin» (BWV 5), welche viele Besuchende anzogen. Schlussendlich war es aber die einzigartige Kombination verschiedenster Anlässe unter Einbezug der regionalen Besonderheiten, welche für den Erfolg des Festivals sorgen: etwa die Konzertwanderung, die Konzertrundfahrt durch das Appenzellerland mit drei Kurzrezitals und das «Late Night» mit Lyrik und Lautenklängen.

Am Jugendprojekt vereinen Jugendliche im Zeughaus Bach und Pollock zu Celloklängen.

Aber auch Unerwartetes fand Platz an den Bachtagen: Das Jugendprojekt vermochte Jugendliche durch Bachs Musik zu visueller Kunst zu inspirieren und nach der Konzertwanderung wartete Akkordeonist Wieslaw Pipczynski mit einem experimentellen Musikinstrument aus Russland, einem sogenannten Teremin, auf die Besuchenden.

Bachtage als Ergänzung zur monatlichen Kantate

Die Appenzeller Bachtage finden seit 2014 alle zwei Jahre statt. Nach drei gelungenen Ausgaben prüfen die Veranstalter nun, wie und in welchem Rahmen die Bachtage künftig stattfinden werden. Sie sind eine bewusste Ergänzung zu den monatlichen Aufführungen der Bachkantaten unter der Leitung von Rudolf Lutz in Trogen. Die J. S. Bach-Stiftung bringt bis 2027 das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach zur Aufführung. pd.

 

 

 

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