
Wahlen
Die nächsten Gesamterneuerungswahlen stehen erst im kommenden Jahr an. Und bis zum Ablauf der entsprechenden Frist gingen bei der Gemeinde auch keine Rücktrittsgesuche von Teufner Gemeinderats- oder Kantonsratsmitgliedern ein. Das bedeutet: Heuer wird Teufen wohl keine kommunalen oder kantonalen Volksvertreter wählen. Aber vielleicht einen nationalen. Am 8. März wählt Ausserrhoden nämlich einen neuen Nationalrat oder eine neue Nationalrätin. Grund dafür ist der Rücktritt von David Zuberbühler (Herisau / SVP). Für seine Nachfolge kandidiert auch ein Teufner: Edgar Bischof. Der ehemalige SVP-Kantonalpräsident (bis Ende 2015) und heutiger Präsident des Hauseigentümerverbands AR wurde von der kantonalen SVP-Parteileitung einstimmig zur Nomination empfohlen. Diese werden die Delegierten noch diese Woche an einer ausserordentlichen Versammlung vornehmen. Bereits klar ist, dass er am 8. März gegen eine Konkurrentin aus dem Mittelland antreten wird: Jennifer Abderhalden (Speicher / FDP) will erneut versuchen, den SVP-Sitz in Bern anzugreifen und wurde bereits im Dezember von den FDP-Delegierten nominiert.
Sport und Alter
Auch im kommenden Jahr will die Gemeinde einiges investieren. Das Budget sieht dafür 8 Mio. Franken vor. Die grossen Brocken sind die Gemeindestrassen mit etwas über 2 Mio. Franken, die Wasserversorgung mit 1.5 Mio. Franken und die Verkehrsplanung bzw. die Tunnelprojektierung mit 2.3 Mio. Franken. Dazu kommen 400’000 Franken für die Projektierung der angedachten «Doppelturnhalle B» in Niederteufen. Letzteres ist eines der Themen, das wohl bereits im kommenden Jahr zu einigen Gesprächen führen wird. Denn der Gemeinderat erwartet die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie im ersten Quartal von 2026 – mit deren Präsentation wird dann auch die öffentliche Diskussion lanciert sein. Ein weiteres grosses Thema für 2026 und die kommenden Jahre ist das «Betreute Wohnen». Dass die Gemeinde massiv in die Alters-Infrastruktur investieren muss, ist schon länger klar. Wie überall in der Schweiz zeigt die demografische «Kurve» auch hier steil nach oben. Eine vom Kanton in Auftrag gegebene Studie geht bis ins Jahr 2035 von einem Anstieg der über 80-Jährigen um 56 Prozent aus. Bis 2045 sogar von 100 Prozent. Das bedeutet: Es braucht mehr Pflegeheimplätze und wohl auch ein neues Angebot für «Betreutes Wohnen».
Parkieren
Eines der ersten Traktanden auf der politischen Agenda 2026 ist das neue Parkierungskonzept. Das entsprechende Reglement und die Vollzugsverordnung wurden vom Gemeinderat im Spätherbst in zweiter Lesung verabschiedet. Die nächsten Schritte sind die öffentliche Informationsveranstaltung am 18. Februar im Lindensaal und die nachfolgende 30-tägige öffentliche Mitwirkung (www.mitwirken-teufen.ch).
Tunnelprojekt
Das «ewige» Thema Ortsdurchfahrt wird vermutlich die zweite Jahreshälfte bestimmen. Nach der Präsentation des Vorprojekts Ende November wird nun das konkrete Bauprojekt ausgearbeitet. Im Sommer 2026 soll die Bevölkerung dann über das fertige Tunnelprojekt informiert werden – inklusive Kosten. Damit wird dann auch der Abstimmungskampf lanciert. Wann diese stattfinden wird, ist allerdings noch nicht ganz klar. Das erklärte Ziel der Gemeinde ist ein Urnengang Ende 2026 oder Anfang 2027. Dabei wird Teufen darüber befinden, ob man bereit ist, die durch das Tunnelprojekt anfallenden Mehrkosten zu tragen. Bei einem «Ja» wird das Tunnel weiterverfolgt, bei einem «Nein» kommt das Doppelspurprojekt («Tram-Lösung») zum Zug.