Miryam Mazenauer bleibt die unangefochtene Schweizer Kugelstoss-Königin. Zum sechsten Mal in Folge sicherte sie sich den Meistertitel – und dies auf überlegene Art und Weise. Mit einer Weite von 17.32 m distanzierte sie die Zweitplatzierte um rund zwei Meter. Nach technischen Problemen in der ersten Saisonhälfte fruchteten die technischen Anpassungen rechtzeitig an den Schweizer Meisterschaften. Mit ihrer aktuellen Weite reiht sie sich in Europa auf Rang 17 ein. Entsprechend erleichtert zeigte sie sich, dass sie nun wohl einen der 30 Startplätze erhalten werde.
Einen hervorragenden und zugleich speziellen Wettkampf erlebte Antonia Gmünder. Nach verschiedenen Verletzungen konzentrierte sich die Mehrkämpferin auf die 110m-Hürden. Bei ihrem letzten Auftritt an nationalen Titelkämpfen qualifizierte sie sich problemlos für die Halbfinals. Dort stellte sie mit 13,48 sec eine hervorragende neue persönliche Bestleistung auf. Den Einzug in den Finallauf verpasste sie in einem hochstehenden Startfeld der besten acht Athletinnen lediglich um eine Hundertstelsekunde.
Ebenfalls bei den Frauen bestätigte Nicole Höhener ihre konstant guten Leistungen. Nach einer langwierigen Fussverletzung kommt der neunte Schlussrang mit 11,54 m einem Erfolg gleich.
Für die U20-Athletinnen Mara Schwitter und Timea Rankl waren diese Meisterschaften ein Formtest im Hinblick auf die kommenden Weltmeisterschaften in den USA. Beide qualifizierten sich für die Halbfinals. Dort überquerte Timea Rankl als Fünfte in 11,70 sec und Mara Schwitter als Siebte in 11,82 sec die Ziellinie.
Eliane Troxler konnte nicht ganz an ihre guten Leistungen anknüpfen. Zwar lief sie in 55,15 sec als Zweite ihres Vorlaufs ins Ziel, verpasste damit jedoch den Final.
Bei den Männern schaffte es nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Simon Ehammer kein Teufner aufs Podest. Der U20-Athlet Nino Camiu absolvierte über 400m-Hürden einen Formtest im Hinblick auf die kommenden Weltmeisterschaften in den USA. Mit 52,00 sec lief er in seinem Vorlauf als guter Dritter ins Ziel.

Immer besser in Fahrt kommt der Zehnkämpfer Andrin Huber. Über 110m-Hürden qualifizierte er sich für den Finallauf, den er in Saisonbestleistung von 14,18 sec als Siebter beendete. Ebenfalls Rang sieben erreichte er mit 4,75 m im Stabhochsprung. Das Diskuswerfen beendete er mit 41,80 m auf dem zwölften Rang.
Thomas Koller konnte nach einem verhaltenen Saisonstart im Letzigrund seine bisher beste Leistung in diesem Jahr abrufen. Er startete auf Rang 15 in den Wettkampf. Mit 45,87 m qualifizierte er sich für die Finaldurchgänge, die er in einem starken Teilnehmerfeld auf dem 7. Platz beendete.