
Peter Fässler stellte Bundesrat Beat Jans zwei Fragen (nachzulesen in der Ausgabe der Appenzeller Zeitung vom Montag): Wieso nehmen die Politiker die Ängste vieler Schweizerinnen und Schweizer vor Identitätsverlust und vor Verlust von Heimatgefühl durch die Zuwanderung nicht ernst? Und: Sehen Sie die wie Pilze aus dem Boden schiessenden Barbershops, Nagelstudios und Dönershops als Mehrwert für unser Land?
Bei der ersten Frage erinnerte Bundesrat Jans an die Diskussion rund um die Schwarzenbach-Initiative in den 1970er-Jahren. Ausserdem sagte er, dass die Landesregierung diese Ängste durchaus anerkenne und ernst nehmen. Er verwies aber auch auf das geltende Menschenrechtsabkommen und das Völkerrecht und sagte, dass beim Asylwesen durchaus an Verbesserungen gearbeitet werde. Bezüglich Barbershops etc. teilte der Justizminister Befürchtungen von Peter Fässler. Auch er steht diesen, zum Teil in kriminellen Strukturen gewachsenen Gewerbezweigen skeptisch gegenüber. Jans spricht gar von Menschenhandel und nimmt die Kantone in die Pflicht. Diese sollen nicht nur genau hinschauen, sondern auch handeln, wenn Verdachtsfälle auftreten.
Am Schluss der einstündigen Fragerunde blieb für Peter Fässler die Erkenntnis: Das Bürgergespräch war interessant und für Bundesrat Jans sowie die teilnehmenden Leserinnen und Leser eine neue Erfahrung. Aber umgestimmt wurde an diesem Nachmittag niemand. Die Meinungen sind gemacht.