





Gegen 19 Uhr füllte sich die Aula der Sekundarschule. Das Interesse des Publikums war unerwartet gross, so dass laufend weitere Stühle gebracht wurden und die bereits anwesenden Zuschauer zusammenrückten, damit alle einen Platz fanden. Die Aufführung war öffentlich und bot gute Unterhaltung. Nicht nur die Schauspielerinnen und Schauspieler überzeugten, auch die Musikband trug einen wesentlichen Teil dazu bei. Und als dritter Akteur bei diesem Projekt hatte die Talentklasse Gestalten das Bühnenbild und die Parkbank, um die sich alles abspielte, entworfen und gemalt.
Die 19 Schülerinnen und Schüler hatten das Freifach Theater beziehungsweise Musik zu Beginn des Schuljahres gewählt und dafür ihre Freizeit eingesetzt. In den letzten Wochen war an den Details gefeilt worden, so dass nun ein spannendes Theaterstück aufgeführt werden konnte. Es ging dabei um ein Mädchen, das von Kolumbien nach London gelockt worden war mit dem Versprechen, dort gutes Geld für die Familie zu Hause verdienen zu können. Leider geriet es unterwegs an die falschen Leute und konnte schliesslich in den Park flüchten. Die Geschichte handelte aber auch von den unterschiedlichen Jugendlichen, die den Park aufsuchten. Da war der Junge, der an seiner Fähigkeit, Schauspieler zu werden, zweifelte und von seinem Kollegen im Selbstvertrauen gestärkt wurde. Da waren die Girls, die die Wände mit Graffiti verschönern wollten oder der Junge, der alles Mögliche und Unmögliche unter dem Begriff «Kunst» fotografierte und da war die unheimliche Park-Mafia. Vor allem aber spannten die unterschiedlichen Parkbesucherinnen und -besucher zusammen, nachdem sie einen schrecklichen Fund gemacht hatten und sie verfolgten das gemeinsame Ziel, dem fremden Mädchen zu helfen.
Untermalt wurde die Handlung immer wieder von der Musikband mit drei Sängerinnen und verschiedenen Musikinstrumenten. Sie füllten die Aula mit den Klängen bekannter Popsongs.
Der grosse Applaus bestätigte den Jugendlichen, dass ihr Aufwand sich gelohnt hatte. Die beiden Lehrpersonen Andreas Künzli und Doran Weisser, die das Projekt geleitet hatten, empfahlen den Jugendlichen, diesen einzigartigen Moment und den Applaus zu geniessen und dankten ihnen für ihren Einsatz. So fand nicht nur der Theaterabend seinen Abschluss, sondern auch das Projekt, dem die Jugendlichen sich intensiv gewidmet hatten.



