Zwischen Sternenhimmel und Lichtverschmutzung träumen

16.09.2013 | Erich Gmünder
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Urs Niedermann, Walter Grob, Hausherr Joachim Bühler und Roland Ledergerber beim traditionellen Durchschneiden des Bandes. Fotos: Erich Gmünder

Erich Gmünder

Mit grossen Scheren ausgestattet, durchschnitten Gemeindepräsident Walter Grob, Kantonalbank-CEO Roland Ledergerber, Architekt Urs Niedermann und der Teufner Niederlassungsleiter Joachim Bühler heute Morgen das grün-weisse Kantonalbank-Stoffband: Der offizielle Akt für die Medien. Ein grösserer Event zur Eröffnung ist erst anlässlich der Tüüfner Adventsnacht Ende November vorgesehen.

Joachim Bühler war sichtlich stolz, die Gäste in seinem neuen Gebäude begrüssen zu dürfen. „Die alte Stubenbank hatte ihren Charme und ihr Cachet, doch hier ist es wirklich schön“, würdigte er den Neubau von Architekt Urs Niedermann. Und stolz führte er durch die Räume, die grob in drei Zonen unterteilt werden können:  der Tresorraum mit dem Bankomaten als „Herzstück“ des Neubaus, der Empfangsbereich mit den beiden Infotheken und die Beratungszone mit zwei Räumen sowie dem grosszügigen Büro des Niederlassungsleiters, das ebenfalls als Beratungsraum dient. Daneben gibt es, ebenfalls nur mit Glaswänden abgetrennt, drei Arbeitsplätze. Diskret hinter der Holzwand aus Ahorn angelegt sind das Kunden-WC, eine kleine Personalkantine und ein Kunden-Tresorraum. Im Untergeschoss ist die Technik untergebracht. Das Gebäude ist konsequent in Minergiebauweise erstellt und verfügt über 40 Quadratmeter Solarfläche auf dem Dach sowie eine Erdwärmeversorgung mit 800 Meter langen Erdsonden.

Klein angefangen

Roland Ledergerber, der CEO der St. Galler Kantonalbank erinnerte dran, dass 1996 seine Bank vermutlich als erste Kantonalbank ausserkantonal tätig wurde, dies nachdem die Ausserrhoder Kantonalbank an die damalige SBG, heute UBS verkauft wurde. In Herisau wurde im Mai 1996 die erste Niederlassung in Ausserrhoden eröffnet, 2005 folgte Teufen. Weil der Aufbau einer neuen Geschäftsstelle höchst kostenintensiv gilt, habe man in den Räumlichkeiten der Raiffeisenbank klein angefangen. Nach der Wahl des neuen Niederlassungsleiters Joachim Bühler (2006) sei es zügig vorwärts gegangen, weshalb man sich bald mit der Planung eines Neubaus beschäftigen musste.

„Die Pflicht haben wir erfüllt, jetzt folgt die Kür“, sagte Joachim Bühler dazu. Besonders stolz sei er, dass der Bereich KMU noch kompetenter betreut werden könne. Seit dem 1. September ist das 5-köpfige Team verstärkt mit Roger Hasler, der auch die Stellvertretung Bühlers übernimmt.

Wie Simon Netzle, Mediensprecher der SGKB im Gespräch ergänzte, ist Teufen seit 40 Jahren die erste Niederlassung, welche einen Neubau erhielt. Die St. Galler Kantonalbank zählt insgesamt 37 Niederlassungen; deren Zahl ist seit der Gründung der Teufner Niederlassung stabil geblieben.

„Ein Schachzug“

Walter Grob freute sich nicht nur über die neue Niederlassung und die Erfolgsgeschichte des Teams um Joachim Bühler, sondern auch über die Tatsache, dass die Kantonalbank das Bedürfnis erkannt und Mietwohnungen erstellt habe, was aus Teufner Sicht besonders wertvoll sei.

Architekt Urs Niedermann wand der Gemeinde Teufen ein Kränzchen. Die Baubewilligung wurde innerhalb von drei Monaten erteilt. Weil man gehört habe, dass Teufen ein schwieriges Pflaster sei, habe die Bauherrschaft sich um einen guten Kontakt mit der Gemeinde bemüht und eng mit der F.A.O.T, der Fachkommission Architektur und Ortsbild zusammengearbeitet, was offensichtlich „ein guter Schachzug“ (so Roland Ledergeber) gewesen sei, habe es doch keine Einsprachen gegeben.

Dank der guten Nachbarschaft mit dem Anstösser, der das Bauland verkaufte und für die Tiefgarage ein unterirdisches Baurecht zur Verfügung stellt, habe es auch von dieser Seite keine Probleme gegeben. Das neue Gebäude integriere sich als moderne Version des Appenzeller Baustils gut ins Ortsbild. Das Innere habe dank dem sorgfältigen Ausbau mit viel Holz ein typisch appenzellisches Gepräge erhalten. Alle Aufträge seien soweit immer möglich in der Region vergeben worden.

Kunst am Bau

Da rund ein Prozent der Bausumme in Kunst am Bau investiert wurde, konnten auch hier regionale Künstler berücksichtigt werden. So mit der Trogner Künstlerin Monika Ebner, welche den Sternenhimmel und als Pendant  ein Bodenbild realisierte, das symbolisch die „Lichtverschmutzung“ der Erde darstellt. An den Wänden hängen Werke von Gret Zellweger, Thomas Suter, Walter Angehrn und Stefan Schweizer.

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Im Tresorraum: Walter Grob und Roland Ledergerber vor der Rückseite des neuen Bankomaten.
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Unverhofft ein prominentes Empfangskomitee erhalten: Die erste Kundin, Mirjam Senti mit Sohn Alexander.
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Joachim Bühler mit der Ausrüstung für den Festakt.
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Stolz weist Joachim Bühler auf die Besonderheiten des Neubaus hin.
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.. wie zum Beispiel den Grossbildschirm für den Kunden.
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Kunst am Bau: Der Sternenhimmel an der Decke und das Bodenbild, welches symbolisch die Lichtverschmutzung zeigt, vom All aus fotografiert. Ein Werk der Trogner Künstlerin Monika Ebner.

Archiv

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Erster Spatenstich für Kantonalbank-Neubau

Im Herbst 2013 wird hier die neue Niederlassung eröffnet. weiterlesen…

 | 5. 03. 2012 | GewerbeNews | Keine Kommentare | 

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