Wirtschaftsprofis in der Schule: Vorstellungsgespräche

17.05.2015 | Hans Koller
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Gespannte Aufmerksamkeit bei der Erläuterungen durch die Wirtschaftsprofis. Foto: Hans Koller

Young Enterprise Switzerland (YES), ein Verein als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Schule machte es möglich, dass alle Lernenden der 2. Sekundarklasse die Gelegenheit erhielten, ein Vorstellungsgespräch mit einem Profi zu üben.

„YES“ ist ein gemeinnütziger Verein, der Wirtschaftsprogramme entwickelt und betreut. Die Sekundarschule profitierte in den letzten Wochen vom Modul „Bewerbung“.

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Bobby Moser beim Vorstellungsgespräch mit Noëlla Hauser.

Dabei trainierten die Schüler/innen mit Kaderleuten aus der Wirtschaft, wie man authentisch und motiviert in Vorstellungsgesprächen Auskunft gibt und sich getraut, selber Fragen zu stellen.

Mit Christoph Schneider, wohnhaft in Teufen und Bobby Moser aus Wil trainierten zwei erfahrene Führungspersonen aus dem Bankwesen Vorstellungsgespräche. Rückmeldungen vom Profi und den Mitschüler/innen zeigten oft an Details Verbesserungsmöglichkeiten auf und trugen viel zu einem selbstsichereren Auftreten bei.

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Ein Vorstellungsgespräch beginnt mit der Vorbereitung
In solchen Gesprächen wird einleitend oft auf den Lebenslauf eingegangen. Wichtig ist deshalb, dass der CV aktualisiert ist, Schnupperlehren und auch ausserschulische Aktivitäten und Hobbies enthalten sind. So erhält der Bewerbende die Möglichkeit, Inhalte zu präsentieren, welche ihn von anderen unterscheiden oder gar abheben.

Der erste Eindruck ist nur einmal möglich
Ja, die Chance zu einem ersten Eindruck erhält man nur einmal; in den ersten 90 Sekunden entscheidet sich auf der Beziehungsebene sehr viel und zusätzlich bleibt dieser erste Eindruck sehr lange im Gedächtnis. So erhielten die Schüler/innen nicht nur Rückmeldungen zu ihren Aussagen, auch die Körpersprache wurde miteinbezogen, kurz: die Schüler/innen erhielten eine ausserordentliche Gelegenheit, sich auf die kommenden Bewerbungsgespräche vorzubereiten. An dieser Stelle möchte die Schule Teufen den Herren Moser und Schneider sowie der Organisation YES für ihren äusserst kompetenten und motivierten Einsatz an unserer Schule danken.

Hans Koller

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Christoph Schneider wohnt in Niederteufen.

Rückblick auf meinen Volunteering Einsatz

Als Banker im fortgeschrittenen Alter habe ich mich spontan für einen Volunteering Einsatz zum Thema ‚Fit für die Wirtschaft‘ in meiner Wohngemeinde entschlossen. Was mit Absprachen über Vorgehen und Inhalt mit dem Klassenlehrer Tobias Buob begann, endete für mich mit äusserst positiven Erfahrungen und Eindrücken.

Nun, da stand ich am Donnerstagnachmittag vor Ostern erstmals vor der Schulklasse 2c und blickte in die Augen von 23 interessierten, erwartungsvollen Jugendlichen. Der Wunsch von Lehrer und Klasse: Das Bewerbungsgespräch. Die ersten zwei Lektionen waren für mich einerseits im wahren Sinn des Wortes das Bewerbungsgespräch vor der Klasse, für letztere selber dienten sie andererseits als Sensibilisierung für das Thema. Ich traute meinen Sinnen kaum, die Schüler/innen blieben konzentriert, aktiv und hielten die österliche Vorfreude erfolgreich unter Verschluss. Das versprach viel für die geplante Härteprüfung – das vorgängige Einreichen eines vollständigen Bewerbungsdossiers sowie das daraus folgende persönliche, rund viertelstündige Vorstellungsgespräch. Auge in Auge mit mir, als Vertreter der Personalabteilung für die individuelle berufliche Wunsch-Arbeitsstelle der Kandidatinnen und Kandidaten.

Was aus diesen Gesprächen an Erfahrung und Erkenntnis bei mir haften bleibt, möchte ich nachfolgend beschreiben.
Sie sind nicht ausgestorben, Jugendliche, die zwar alles etwas anders sehen als Erwachsene, sich aber mit unseren Wertvorstellungen trotzdem weitgehend identifizieren können. Es gibt sie noch, diese gesunde Mischung von jungen Menschen, die trotz Überangebot an elektronischen Reizen zwischen Spiel und Kommunikation die Sprache durchaus wirksam einsetzen kann. Viele haben eine verblüffende Fähigkeit, auf schwierige Fragen spontane, überzeugende Antworten zu geben. Sie sind in der Lage, ihre Individualität dezent zu zeigen, ohne dass sich andere daran stören müssen. Vielleicht liegt es an den Schülerinnen und Schülern, der Klasse, den Lehrpersonen, den Eltern, oder an allen zusammen, dass mir bei meinem Einsatz eine gesunde Ausgewogenheit zwischen ländlicher Abschottung und städtischer Anonymität auf allen Ebenen begegnete. Ich habe eine geballte Konzentration junger, vielversprechender Persönlichkeiten erlebt, denen ich von Herzen viel Erfolg für die zukünftige Entwicklung wünsche. Wenn ich ein Mosaiksteinchen dazu beitragen durfte, freue ich mich.

Mein grosses Kompliment an die Schüler/innen der Klasse 2c, die Arbeit mit euch hat mir sehr gefallen!
Christoph Schneider

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