Wie Kinder lernen, Nein zu sagen und selber Grenzen zu setzen

28.10.2018 | Alexandra Grueter-Axthammer
Pfoten weg (6)

Bildbericht: Alexandra Grüter-Axthammer
Am Samstagnachmittag spielte Irmi Wette vom Konstanzer Puppentheater das Stück «Pfoten weg!» Rund 300 Zuschauerinnen und Zuschauer – mindestens die Hälfte davon waren Kinder – kamen an diesem kühlen und regnerischen Nachmittag in den Lindensaal.

Irmi Wette wählte für das sensible Thema von sexuellen Übergriffen und deren Prävention den künstlerischen Weg und erreichte damit die kleinen Zuschauer genauso wie die Eltern und Grosseltern.

Die Katzenfamilie bekommt Besuch vom Onkel und der Tante der Katzenkinder. Trotz der tollen Geschenke, welche die beiden immer mitbringen, mögen die drei Katzenkinder diesen Besuch gar nicht. Weder die «doofen Schlabberküsse» noch das Knuddeln auf der Schaukel. Doch wie sagen sie das – und dürfen sie das überhaupt sagen?

Ja,  sie dürfen – und sie sollen das sagen. Dazu werden die Kinder in diesem Stück ermuntert. Auch die Eltern und alle, die mit Kindern in Kontakt sind, werden einmal mehr sensibilisiert, zuzuhören, hinzuschauen, die Grenzen zu respektieren und sich bei Verdacht für die Kinder einzusetzen.

Prävention und Information

Erstaunlich ruhig war es im fast vollen Lindensaal. Die lieblichen Katzenfiguren und deren lustigen Freunde, wie etwa der Igel oder die «coolen Sauen» auf dem Motorrad, faszinierten die Kinder. Auch die klaren Worte und das professionelle Auftreten von Irmi Wette vermochten die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Immer wieder bezog sie die Kinder mit ein ins Spiel.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Arbeitsgruppe Zivilcourage des Elternrates Teufen. Entstanden ist diese aus dem Bedürfnis von Eltern, welche das Thema an einer Vollversammlung einbrachten. Wie die Besucherzahl und die Rückmeldungen zeigten, beschäftigt das Thema die Eltern und Verwandten der Kinder. So zog die Veranstaltung nicht nur Zuschauer aus Teufen an, sondern auch aus umliegenden Gemeinden und der Stadt St. Gallen.

Im Foyer bastelten die Kinder nach dem Theater selber Kätzchen und einige plauderten nochmals über die Geschichte oder einzelne Szenen.

Wer wollte, durfte sich ein Katzengesicht malen lassen.

Nach der Einleitung und Begrüssung sagte Irmi Wette: «Kinderschutz ist grenzenlos und darf nichts kosten.» Damit meinte sie dieses Präventionsprojekt, das Kinder stärken soll, sich gegen unangenehme Nähe eines Menschen zu wehren und «Nein!» zu sagen.

Nach der Vorstellung konnten sich die Kinder schminken lassen oder an den vorbereiteten Tischen im Foyer des Lindensaals basteln. Darüber hinaus gab es Nachbearbeitungsbroschüren und Informationsmaterial für die Eltern.

Während die Kinder im Foyer Kätzchen bastelten, informierte im oberen Stock Lea Stalder vom Kinderschutzzentrum St. Gallen über Präventionsmassnahmen und beantwortete Fragen zum Thema.

Anschliessend an das Theater gab es eine kurze praktische Demonstration von Martin Piper vom WingTsun in St. Gallen, wie sich die Kinder bei körperlichen Übergriffen befreien können.

Damit das Präventionsprojekt für alle frei zugänglich war, übernahmen folgende Sponsoren die Kosten: Kanton Appenzell Ausserhoden, Gemeinde Teufen, BRILLANT, Prävention mit Zivilcourage, Elternrat Teufen, Pro Juventute

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