Wanderweg und Wassersuche

10.03.2021 | Timo Züst
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Die Arbeiten am Wanderweg sollten heute abgeschlossen werden. Fotos: tiz Bei Niederschlag sammelt sich an den Hängen oberhalb des «Bad Sonder» viel Wasser. Es setzt dem Wanderweg hoch zur Schäflisegg zu. Diese Woche wird der Weg deshalb saniert – gleichzeitig liess das «Bad Sonder» die Quellen auf ihrem Gelände untersuchen. An Wasser mangelt es dem St. Gallischen Sonderschulheim Bad Sonder nicht. Auf dem weitläufigen Grundstück des Vereins befinden sich diverse Quellen – und bei Niederschlag sammeln sich grosse Wassermengen an den Hängen oberhalb der Schule. «Wir haben irgendwann festgestellt: Wir wissen gar nicht genau, was für Quellen wir haben und wie die Leitungen verlaufen», sagt Raphael Senn. Er ist Leiter des «WerkHaus» und für die Arbeitsagogische Betreuung der 60 Lernenden im «Bad Sonder» zuständig. Eine seiner wichtigsten Aufgaben ist die Pflege und Instandhaltung des Geländes. Dazu gehört auch der Wanderweg, der hoch zur Schäflisegg führt. «Wir machen so viel selbst, wie wir können. Aber in diesem Fall sind wir auf professionelle Hilfe angewiesen.» Seit Montag arbeitet die Preisig AG am Wegstück oberhalb der Schule. Eine neue Sickerleitung soll den Wanderweg in Zukunft vor Wasserschäden schützen und die Schlammbildung reduzieren. Gleichzeitig wird der Weg stabilisiert und begradigt. Kein Quellwasser im Haus Auch ein grosser Teil des Waldstücks bei der Schäflisegg ist im Besitz des Vereins Bad Sonder. Dort wurden in der Vergangenheit mindestens zwei Quellen gefasst. «Wir wissen, dass sie regelmässig Wasser liefern – es bestehen auch Vereinbarungen mit unseren Nachbarn», sagt Raphael Senn. Aber: Bisher war nicht klar, wo sich die alten Leitungen überhaupt befinden und wo das Wasser genau hinfliesst. «Abgesehen von unserem Brunnen und dem Löschreservoir. Dass es sich dort um Quellewasser handelt, wussten wir.» In Zusammenarbeit mit Spezialisten wurden die verborgenen, alten Metallleitungen deshalb in den vergangenen Wochen aufgespürt und kartographiert. Was noch fehlt, ist eine Mengenmessung bei den Quellen selbst. Aber: «Momentan würde sich ein Anschluss der ganzen Schule wohl nicht rentieren. Dafür ist das Leitungswasser zu preiswert.» Maskenpflicht auf dem Areal Das Sonderschulheim hat in der Corona-Zeit mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen. Denn hier lernen die 60 Schülerinnen und Schüler nicht nur, sie wohnen auch fünf Tage pro Woche im «Bad Sonder». Bisher kam es aber zu keinem grösseren Corona-Ausbruch in der Schule. «Nur eine einzelne Wohngruppe musste einmal in Quarantäne», sagt Raphael Senn. Der Schulbetrieb läuft – mit Ausnahme diverser ausgefallener Expeditionen und Sonderwochen (z.B. Berufswahlwoche) – indes mehr oder weniger normal. «Nur beim Sport gibt es nach wie vor grosse Einschränkungen. Und auf dem ganzen Areal gilt Maskenpflicht.» Die Jugendlichen würden sich meist vorbildlich an die Vorschriften halten. Auch wenn die vielen Einschränkungen für sie eine erhebliche Belastung darstellen. «Das Leben der Jugendlichen dreht sich fast vollständig um soziale Kontakte. Das ist derzeit nur bedingt möglich, auch am Wochenende. Sie sehen sich nach Normalität und danach, sich auf etwas freuen zu können.» tiz

Wichtige Löschreservoire

Der erhöhte Schacht markiert den Ort des alten Reservoirs – es wird bald rückgebaut. Das neuere, grössere liegt unter dem Terrassen-Platz. Auf dem Gelände des «Bad Sonder» befinden sich zwei unterirdische Löschreservoire. Das ältere der beiden soll dieses Jahr rückgebaut werden. Es ist zu klein, um bei einem Ernsteinsatz von Nutzen zu sein. Das gilt aber nicht für das grössere Reservoir: «Oft werden solche Reservoirs und Feuerweiher als ein unnötiges Überbleibsel aus der Vergangenheit angeschaut. Das ist aber überhaupt nicht so. Wir brauchen sie auch heute noch», sagt Feuerwehrkommandant Dominik Krummenacher. Insbesondere in den Weilern und weniger dicht bewohnten Gebieten der Gemeinde – dazu gehört auch die Schäflisegg bzw. der Hätschen. «Das Reservoir des Bad Sonder ist unsere Versicherung. Dort oben haben wir nur eine Leitung bzw. einen Hydranten-Kreis, auf den wir zugreifen können. Geht dabei etwas schief oder es kommt zu einem Leitungsbruch, sitzen wir auf dem Trockenen», so Krummenacher. Deshalb gehört es bei einem Feuerwehreinsatz zur Routine, nach dem Anschluss an den Hydranten parallel zu den Löschanstrengungen eine zweite Wasserquelle zu erschliessen. «Im Gebiet Hätschen wäre diese redundante Quelle das Reservoir des Bad Sonder.» Mit einem Fassungsvermögen von 33 Kubikmetern ist es allerdings ein verhältnismässig kleiner «Feuerweiher». Der grösste der Gemeinde befindet sich unter dem Stofel-Parkplatz. Dort haben 400 Kubikmeter Wasser Platz. Es gibt auf dem Gemeindegebiet aber noch viel mehr: «Wir sind grundsätzlich sehr gut ausgestattet, was Löschreservoirs angeht. Und das ist auch gut so. Käme es doch einmal zu einem ‘Blackout’, wären sie für die Feuerwehr unverzichtbar. Denn Teufen ist wegen seiner Topografie (Pumpwerke etc.) auch beim Wasser auf Strom angewiesen.»

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