Vorbereiten auf Teufens Abwasser

19.07.2023 | Nerina Keller
ARA_baustart
Die Vertreterinnen und Vertreter der Partnergemeinden auf der Haggenbrücke. Foto: zVg

Die Bauarbeiten an der ARA Au St. Gallen sind gestartet. Damit dort ab 2025 auch das Abwasser der Gemeinden Teufen, Stein und Hundwil gereinigt werden kann, muss die Anlage auf den neuesten Stand gebracht und erweitert werden. Nebst der Kapazität wird auch die Reinigungsleistung verbessert.

Ein Anschluss der ARA Teufen an die ARA Au St. Gallen  ist sinnvoller als ein Neubau in Teufen. Darüber war sich das Stimmvolk 2021 einig: Dem Kredit in der Höhe von 8,176 Mio. Franken hat damals eine deutliche Mehrheit (92.4%) zugestimmt. Inzwischen ist klar, dass die gut 8 Millionen nicht reichen. Im März dieses Jahres hat die Gemeinde in einer Mitteilung bekanntgegeben, dass mindestens 10,062 Mio. notwendig sein werden. Dazu gehören der Bau aller Leitungen zur ARA Au St. Gallen und der Umbau der bestehenden ARA Mühltobel zu einem Pumpwerk mit Rückhaltebecken.

Auch bei der ARA Au St. Gallen müssen Anpassungen vorgenommen werden. Die entsprechenden Arbeiten sind nun gestartet. Damit dort künftig das Abwasser von 88’000 Personen inklusive dem der Industriebetriebe gereinigt werden kann, bedarf es mehrerer Erweiterungen. 2025 sollen alle ARA-Bauarbeiten soweit abgeschlossen sein, dass das Abwasser Teufens nicht mehr im Mühltobel, sondern in der modernisierten Anlage in der Sitter-Schlaufe gereinigt werden kann. Mehr zum offiziellen Start der Sanierung und Erweiterung lesen Sie in der untenstehenden Medienmitteilung der Stadt St. Gallen.  nek

Die Medienmitteilung


Die Abwasserreinigungsanlage Au St. Gallen wird während drei Jahren saniert und erweitert. Anlass für die Erweiterung ist der Anschluss der Gemeinden Teufen, Stein und Hundwil. Mit der Erweiterung wird die Kapazität um einen Drittel erhöht. Gleichzeitig wird der Gewässerschutz verbessert. Zum Baustart haben sich Vertreterinnen und Vertreter der Partnergemeinden auf der Haggenbrücke getroffen.

Die Abwasserreinigungsanlage Au (ARA Au) feierte in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen. Sie wurde letztmals 2004 saniert und ist für rund 66’000 Einwohnergleichwerte ausgelegt. Das bedeutet, dass sie jährlich das Abwasser von 66’000 Personen (inklusive des Abwassers der angeschlossenen Industriebetriebe) reinigt. Nun soll die Kapazität um einen Drittel auf 88’000 erhöht werden, da die ARA Au ihre Kapazitätsgrenzen überschritten hat und sie neben den bereits angeschlossenen Ge-meinden Gossau und Gaiserwald künftig auch das Abwasser von Teufen, Stein und Hundwil reinigen wird. Seit 2008 existierte dafür eine Absichtserklärung. Bis 2021 wurde das Projekt mit den beteiligten Gemeinden erarbeitet und bewilligt. Nach der Projektierungsphase liegt nun die Baubewilligung vor und die Arbeiten für die Sanierung und Erweiterung starten im Juli 2023.

Zur Sanierung gehören werterhaltende Arbeiten wie etwa der Ersatz der Rechenanlage und der Klär-schlamm-Entwässerung. Teil der Erweiterung ist ein zusätzliches, fünftes Biologiebecken sowie die Anschlüsse an die ARA Au. Die nötigen Sonderbauwerke wie auch die Kanalisation bis auf das Stadt-gebiet werden von den Partnergemeinden geplant und finanziert.

Ein Schritt hin zu stärkerem Gewässerschutz

Der Anschluss der drei Gemeinden ist eine Verbesserung für den Gewässerschutz: Eine grosse An-lage bietet eine stärkere Reinigungsleistung und kann Schwankungen der Abwassermengen besser ausgleichen. Ausserdem ist das Projekt ein Schritt hin zu weiterem Gewässerschutz, da es den Weg für die nächsten Ausbauetappe ebnet: die Elimination von Mikroverunreinigungen (EMV) wie etwa Medikamentenrückstände. Um die Belastung durch solche Mikroverunreinigungen zu reduzieren, müssen grössere Kläranlagen bis ins Jahr 2036 eine EMV-Reinigungsstufe haben.

Startschuss für Bauarbeiten

Gestern haben Vertretende der Anschlussgemeinden auf der Haggenbrücke den gemeinsamen Startschuss für die Bauarbeiten gegeben. Den Betrieb aufnehmen wird der Anschluss der Partnergemein-den per 2025. Gemäss Vision 2030 möchte die Stadt St. Gallen Kooperationen mit anderen Gemein-den vorantreiben. Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel dafür: Aufgrund der Zusammenarbeit lassen sich Kosten sparen und die Qualität der Abwasserreinigung steigt.  Medienmitteilung der Stadt St. Gallen

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