Wo sind Tempo-30-Zonen geplant?

02.12.2020 | Timo Züst
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Florin Scherrer, Leiter Bau und Planung (links) mit seinem Mitarbeiter Urs Kellenberger (Leiter Infrastruktur und Werkbetriebe, Bau). Foto: Archiv
Sie standen der TP für dieses Dossier Rede und Antwort: Florin Scherrer (Leiter Bau und Planung) und Urs Kellenberger (Leiter Infrastruktur und Werkbetriebe, Bau). Foto: tiz Tempo-30-Zonen («30er-Zone») lassen sich nicht überall realisieren. Sinn machen sie insbesondere in Wohngebieten. Die Planung der 30er-Zonen in Teufen geht auf das Verkehrskonzept aus dem Jahr 2012 zurück. Inzwischen wurde diese Grundlage überarbeitet. Nun soll schrittweise geplant und umgesetzt werden.

Das Tempo-30-Dossier

Die für den 21. Oktober und 4. November geplanten Orientierungsversammlungen zum Thema Tempo-30-Zonen mussten aufgrund der steigenden Corona-Zahlen abgesagt werden. Um der Bevölkerung die wichtigen Informationen trotzdem zu vermitteln, hat die Gemeinde (Bereich Bau und Planung) die Zusammenarbeit mit der «Tüüfner Poscht» gesucht. Daraus ist eine vierteilige Artikel-Serie entstanden. Die Texte werden in loser Folge auf www.tposcht.ch. und in gekürzter Form in der nächsten Printausgabe der «Tüüfner Poscht» veröffentlicht. Die Inhalte wurden in Absprache mit den Projektverantwortlichen der Gemeinde (Bereich Bau und Planung) erarbeitet. Die spätere Durchführung einer öffentlichen Versammlung soll damit nicht ausgeschlossen werden. Ziel ist Transparenz und ein informierter Diskurs. Fragen zum Thema sind jederzeit willkommen. Schicken Sie uns diese bitte auf bau.planung@teufen.ch.
Die wichtigsten Instrumente für die Planung der Tempo-30-Zonen auf den Gemeindestrassen sind der Richtplan, das Verkehrskonzept und das spezifische Tempo-30-Konzept. Der kommunale Richtplan für Teufen wird derzeit überarbeitet – wie in allen Ausserrhoder Gemeinden. Als Grundsatz wird darin festgehalten: Wohngebietserschliessungen sind verkehrsberuhigt auszuführen. Gleichzeitig wird ein spezielles Augenmerk auf die Sicherheit von Fussgängern und Velofahrern gelegt. Das überarbeitete Verkehrskonzept hat die Erarbeitungsphase bereits hinter sich. Es wurde vom Gemeinderat am 10. September 2019 bewilligt. Teil davon ist auch der Grundsatz, das Tempo auf den Gemeindestrassen zu reduzieren bzw. die Einführung von Tempo-30-Zonen in den Quartieren. Und schliesslich: der Umsetzungsplan für die Tempo-30-Zonen. Darin wird festgelegt, wo und wie 30er-Zonen entstehen sollen. Nachfolgend eine kurze Übersicht: Geplante Tempo-30-Zonen Stand heute gibt es auf dem Gemeindegebiet vier Tempo-30-Zonen. Die zwei grössten befinden sich in Niederteufen – in den Quartieren auf beiden Seiten der Hauptstrasse. Zwei weitere wurden entlang der Blattenstrasse und im Gebiet Fadenrain realisiert. Diese vier Bereiche sind aber nur ein Bruchteil der angedachten 30er-Zonen. Geplant sind gemäss Verkehrskonzept ganze 17. Dazu kommt das Gebiet Göbsistrasse und Schlatterlehnstrasse-Sammelbüel, das auf Antrag von Anwohnenden in die Planung aufgenommen wurde. Bereits projektiert sind vier Zonen: Schützenberg- und Gremmstrasse; Bächli (inkl. Hechtstrasse); Göbsi und Schlatterlehnstrasse-Sammelbüel sowie die Alte Speicherstrasse. Bei Letzterer ist die öffentliche Auflage bereits erfolgt. Diese Vielfalt hat System. Ziel ist, ein möglichst einheitliches Geschwindigkeitsregime in den Wohnquartieren einzuführen. Die Gründe dafür liegen nicht nur bei den Vorteilen der Tempo-Reduktion (Dossier 1: Warum Tempo 30-Zonen?). Gleichzeitig soll damit die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung gefördert werden. Denn Studien des Bundes zeigen: Je grossräumiger Tempo-30-Zonen abseits der Hauptachsen gelten, umso besser wird diese Höchstgeschwindigkeit auch mit wenigen baulichen Verkehrsberuhigungselementen eingehalten.

Nächste Schritte?

Auf dieser Karte ist der aktuelle Stand der Tempo-30-Zonen in Teufen abgebildet. Violett steht für bestehende, rot für projektierte und gelb für geplante Zonen. Grafik: zVg Herr Florin Scherrer (Leiter Bau und Plaunung), welche Tempo-30-Zonen sollen als nächstes umgesetzt werden? Das sind die in den Gebieten Bächli, Schlatterlehn- sowie Alte Speicherstrasse. Die Auflage für die Tempo-30-Zone auf der Alten Speicherstrasse ist bereits erfolgt. Da Einsprachen eingegangen sind, steht nun deren Behandlung an (siehe Grafik). Was ist dafür noch nötig bzw. wann könnte frühestens gebaut werden? Der nächste Schritt für das Gebiet Bächli wäre die geplante Informationsveranstaltung Ende Oktober gewesen. Da diese wegen Corona leider abgesagt werden musste, werden wir sie erst nachholen müssen. Dasselbe gilt für die anderen Gebiete. Und bei der Alten Speicherstrasse gilt es wie gesagt die Einsprachen zu behandeln. Je nach Corona-Situation und dem Verlauf der Verhandlungen könnte mit der baulichen Umsetzung der nächsten Teufner Tempo-30-Zone bereits im Frühjahr 2021 begonnen werden. Wie ist der Stand bei den anderen Zonen? Gibt es eine «Rangliste»? Zur Planung ist grundsätzlich zu sagen, dass wir wann immer möglich nach baulichen Synergien suchen. Das bedeutet: Wir orientieren uns bei der Priorisierung der Tempo-30-Zonen an anstehenden Projekten – seien das eine Strassensanierung, ein Werkleitungsbau oder ein privates Projekt. Hängig sind solche derzeit bei der Zeughausstrasse – dazu gehören Ebni und Landhaus, der Schützenbergstrasse und der Krankenhausstrasse. Diese Gebiete stehen deshalb oben auf der Liste. Die weitere Planung erfolgt dann fortlaufend. Wie erfahre ich als Anwohner, dass bei mir eine Tempo-30-Zone geplant ist? Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Information der Anwohnenden so früh und transparent wie möglich zu gestalten. Deshalb hatten wir auch eine Orientierungsveranstaltung für die geplante Tempo-30-Zone im Gebiet Bächli organisiert, statt das Projekt direkt aufzulegen. Diesen Ansatz werden wir auch in Zukunft verfolgen. Die Veranstaltung im Oktober war als allgemeine Information gedacht: Wird diese nachgeholt? Ja, diese Anlässe werden nachgeholt, sobald es die Umstände ermöglichen. Grund dafür ist die angesprochene, transparente Informationspolitik. Aber uns ist es auch wichtig, der Bevölkerung die Möglichkeit zu einem Diskurs zu geben und Fragen direkt beantworten zu können. Dafür eigenen sich öffentliche Informationsversammlungen besonders gut.   Hinweis: Der nächste Teil des «30er-Dossiers» beschäftigt sich mit der Frage: Kommt Tempo 30 auch auf der Hauptstrasse?

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