Standing Ovation für Markus Bischofs «Oxymoron»

02.11.2014 | Erika Preisig-Studach
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Markus Bischof legte bei der Platzierung des Flügels persönlich Hand an.

Von der ersten Sekunde an gerieten die Zuhörer in den Bann dieses Dialogs zwischen dem Markus Bischof Trio und dem Streichorchester Camerata Helvetica. Eine Standing Ovation und begeisterte Rufe belohnten den Komponisten für seine grosse Leistung.

Das Orchester Camerata Helvetica unter dem Dirigenten Urs Schneider eröffnete das Konzert in der vollbesetzten Grubenmannkirche mit den «5 Deutschen Tänzen» von Franz Schubert. Hell und froh, mit warmem Klang und auch leiser Wehmut – perfekt passend zum vorgängigen goldenen Herbsttag.

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Gut sichtbar die weisse Binde an der rechten Hand: Trotz der Verletzung spielte der Komponist selber – und das ohne Noten. Fotos: Erich Gmünder

Gespannt wartete man auf die Uraufführung von «Oxymoron» und drückte dem Pianisten und Komponisten Markus Bischof die Daumen, dass seine lädierte Hand die grosse Anstrengung überstehen möge.

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Das Markus Bischof Trio mit Andreas Wettstein, drums, Dietmar Kirchner, bass und Markus Bischof, piano, gab den Rhythmus vor.

Jede der sieben Einzelkompositionen des Werks basiert auf einem musikalischen Thema, wie Bossa Nova, Blues oder Funk, und so war das Hörerlebnis je nach Stück immer wieder ein anderes, mal impressionistisch, dann wieder jazz-klassizistisch. Auch als musikalischer Laie konnte man den Dialogen gut folgen und liess sich mitreissen vom Farbenreichtum und von den rhythmischen Überraschungen der Komposition.

Einem klassischen Orchester den Jazz beizubringen, ist wohl gar nicht so einfach; umso schöner, wenn es so richtig zu swingen beginnt. Begeistert äusserte sich auch ein im Publikum anwesender Musiker: «Das Werk spannt einen grossen Bogen, vom Latin Rhythmus bis zum Choral. Trotzdem ist es sehr kompakt, da ist keine Note zu viel.»

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Dirigent und Komponist nach der gelungenen Uraufführung.
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Der Komponist liess sich mit seinen Musikerkollegen vom frenetisch applaudierenden Publikum feiern.

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Noch viele mehr  solche Noten hingegen wünscht man sich vom Komponisten Markus Bischof.

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Der Dirigent der Camerata Helvetica, Urs Schneider, ist immer wieder offen für Experimente. Er gab Markus Bischof den Auftrag für die Komposition.

Als Abschluss dieses spannenden, von der Lesegesellschaft organisierten Konzertabends stand Dvoraks Streicherserenade in E-Dur auf dem Programm, nach dem begeisterten Applaus gefolgt von der Zugabe des 3. Satzes aus Gustav Mahlers 1. Sinfonie.

Heute Sonntag, 2. November gibt es eine Wiederholung des Konzerts – um 18.30 Uhr in der evang. Kirche Urnäsch.

Erika Preisig

 

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