Sportbekleidung aus Schafswolle

17.09.2019 | Timo Züst
Schafschau_2019 (7)
Die Schafe wurden heuer zum ersten Mal im Ein-Mann-System beurteilt. Foto: tiz Bei der Neuzuzügerbegrüssung am vergangenen Samstag war von Zeit zu Zeit auch ein lautstarkes Blöcken zu hören. Der Grund: Auf dem Zeughausplatz fand gleichzeitig die Schafschau statt. Die Schafzucht hat in Teufen und Umgebung Tradition. Die Wolle ist für die Züchter aber immer weniger wichtig. „Die Schafe waren in einem guten Zustand. Sie kamen zufrieden und wohlgenährt von der Weide oder der Alp“, sagt Christian Vetsch. Er ist Präsident der Schafzuchtgemeinschaft Teufen und Umgebung und hat auch selbst rund 30 Schafe. Heuer erreichte er an der Schafschau aber nur den zweiten Platz – im vergangenen Jahr war er noch erster geworden. „Man kann nicht immer gewinnen“, sagt er dazu lachend. Die kurze Rangliste finden Sie hier, die vollständige hier. Wolle wird abgegeben Am Samstag versammelten sich auf dem Zeughausplatz 176 Schafe. Das sind rund 30 weniger als im Vorjahr. Bewertet wurden sie aber nach den gleichen Kriterien. Am meisten Punkte werden für den Typ bzw. das Aussehen und die Statur des Tieres verteilt. Die zweitwichtigste Note erhält der Züchter für das Fundament bzw. die Beine und Klauen. Drittes Kriterium ist die Wolle. Dafür gibt es allerdings am wenigsten Punkte. „Die Wolle ist für uns Züchter heute nicht mehr wirklich wichtig. Sie fungiert eigentlich nur als warme Kleidung für das Schaf“, so Vetsch. Die geschorene Wolle geben die Züchter meist gratis ab. Sie wird dann im Ausland gereinigt – solche Anlagen gibt es in der Schweiz kaum noch – und dann weiterverarbeitet. „Heute entsteht daraus vermehrt Sportbekleidung. Die Wolle eignet sich dafür, weil sie atmungsaktiv ist.“ Schafswolle kann aber auch für Gebäudeisolationen verwendet werden. Die Beurteilung erfolgte an der Schafschau heuer zum ersten Mal im Ein-Mann-System. Dafür wurden zwei externe Experten eingeladen: Cornelia Iglesias aus Mitlödi (GL) und Dominik Sennhauser vom Appenzeller Schafzuchtverband. Schafzucht ist Nebenerwerb Die Schafzucht ist für die Landwirte oder Hobby-Züchter in Teufen und Umgebung ein Nebenerwerb. Davon zu leben, wäre hier kaum möglich. „Dafür bräuchte man eine sehr attraktive Pacht-Situation und sicher 500 bis 600 Tiere“, sagt Christian Vetsch. Er kenn nur wenige Züchter in der Schweiz, die ihr Einkommen hauptsächlich mit der Schafzucht erwirtschaften. Aber ob Neben- oder Haupterwerb: Wirtschaftlich relevant ist bei der Schafzucht heute das Fleisch, nicht die Wolle. tiz

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