Schulsozialarbeit - warum ist das notwendig?

19.08.2018 | Hans Koller
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Bildbericht: Hans Koller

Am monatlichen Stamm der FDP im Gremm informierten Schulpräsidentin Ursula von Burg und Schulleiter Urs Schöni über die Notwendigkeit der Einführung der Schulsozialarbeit an unseren Schulen.

 

In der ganzen Schweiz haben Schulen auf die gesellschaftlichen Veränderung reagiert und seit längerem den Schulbetrieb mit der Einführung von Schulsozialarbeit ergänz. Auch Herisau hat diese Notwenigkeit erkannt und unterstützt so die schulische Arbeit.

Urs Schöni freut sich auf die Umsetzung der Sozialarbeit in der Schule.

Lange Planungsphase

2013 haben die Mittelländer Gemeinden eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Urs Schöni eingesetzt, um ein Rahmenkonzept für eine gemeindeübergreifende Lösung zu finden. Damit übernehmen die Mittelländer Gemeinden eine Vorreiterrolle. Auch wenn die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit nicht immer einfach war und folglich mehr Zeit in Anspruch nahm, steht nun ein Rahmenkonzept vor der Umsetzung, das die Schulkommissionen aller Gemeinden befürworten. „Es ziehen jetzt alle am gleichen Strick“ freut sich Urs Schöni.

Notwendigkeit der Schulsozialarbeit  ist ausgewiesen

Die Schulsozialarbeit ist eine vertrauliche Anlaufstelle und stellt ein Bindeglied zwischen Familie und Schule dar. Inhalte sind mannigfaltig, sei es übermässig viel Schulabstinenz, Ritzen, Magersucht, Mobbing, im speziellen Cybermobbing oder Suchtverhalten in verschieden Ausprägungen – das  sind nur einige der Sorgen unserer Jugendlichen oder deren Eltern.

Nebst der Begleitung der Jugendlichen bei Problemen  stellt auch die Prävention ein wichtiges Betätigungsfeld dar. Probleme sollen frühzeitig erkannt werden oder mit Beratungen allenfalls gar vermieden werden können. Es soll viel unternommen werden, damit die Abgänger der Volksschule „fit“ sind für den Berufseinstieg und die Zahl der Lehr-oder Schulabbrüche möglichst tief gehalten werden kann.

Ursula von Burg zeigt die Rahmenbedingungen auf.

Politische Arbeit bis zur Einführung

Ehrgeiziges Ziel ist es nun, die Arbeitsgruppe in eine Steuergruppe zu überführen, damit die Arbeit in den Gemeinden im Sommer 2019 aufgenommen werden kann. Die Kosten sollen entsprechend den Schülerzahlen unter den Gemeinden aufgeteilt werden, für Teufen ergäbe dies einen Aufwand von 140 000.- Franken.

Das Rahmenkonzept wird nun den Prozess des fakultativen Referendums durchlaufen und allenfalls müssten dann noch Abstimmungen in den Gemeinden über das Vorhaben befinden. Die Schulkommissionen sind aber guten Mutes, dass auch die Bevölkerung diese Anpassung an die gesellschaftlichen Veränderungen als Chance für unser Jugendlichen wahrnimmt.

Trägerschaft regt zu Diskussionen an

Am gut besuchten Stamm regte die mögliche Trägerschaft dieses freiwilligen Angebotes  zu Diskussionen an. Die Fallleitung soll bei den Schulleitern liegen und die Schule soll Träger sein.

Ob damit der Schule nicht zu viel zugemutet wird? Die Ansiedelung bei den sozialen Diensten  war zwar die erste Idee, brächte aber wohl zu viel Distanz. Längerfristig hofft man, dass der Kanton über die Mittel verfügt, die Trägerschaft zu übernehmen. Ein idealer Partner wären da die Schulpsychologischen Dienste.

 

 

 

 

 

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