Schneeschaufeln für Profis

07.01.2019 | Timo Züst
Schnee (2)

Timo Züst

Wenn in kurzer Zeit viel Schnee fällt, sind bald alle auf den Beinen: der Kanton, die Gemeinde, die Feuerwehr und die Wasserversorgung. Heute wurde so viel der weissen Pracht wie möglich weggeschafft. Denn es könnte in den nächsten Tagen noch mehr geben.

Dominik Krummenachers Stirn legt sich in Falten, als er den Wetterradar auf seinem Handy liest. „Morgen könnte es schon wieder über 30 Zentimeter schneien“, sagt der Kommandant der Feuerwehr Teufen Bühler Gais (TBG). Wegen der schneereichen Aussichten und des intensiven Niederschlags übers Wochenende hatten er und Thomas Oehri, Leiter Wasserversorgung, am Montagmorgen entschieden, einige Männer aufzubieten. Wozu? Fürs Ausgraben der Hydranten.

Auch Anwohner können helfen

Der Kommandant erspäht die kaum sichtbaren Hydranten sofort: „Da ist wieder einer. Und da.“ Immer wieder stoppt er den Feuerwehr-Caddy am Strassenrand und zeigt auf eine blaue Slalomstange, die aus den teils meterhohen Schneemaden ragt. „Zum Glück haben wird diese montiert, sonst wären die Hydranten teilweise kaum zu sehen“, sagt Thomas Oehri später im Feuerwehrdepot. Nicht alle Hydranten sind komplett zugedeckt, es kommt auf die Lage an. Besonders jene bei Abzweigungen und bei grösseren Parkplätzen (siehe Bilder / Landi / Depot) werden häufig unter den Schneemaden der Pflüge begraben. „Natürlich muss dieser Schnee irgendwo hin. Wir müssen aber auch sicherstellen, dass wir jederzeit zu unserem Wasser kommen“, sagt Dominik Krummenacher. Er hofft deshalb auf die Mithilfe der Anwohner. Wer sowieso schaufelt, habe ja vielleicht auch „gad de Wyl“, den Hydranten auch etwas vom Schnee zu befreien. „Natürlich ist das freiwillig. Aber wer es tut, trägt Etwas zum Schutz der Allgemeinheit und des eigenen Hauses bei. Und wir sind sehr dankbar“, erklärt Thomas Oehri von der Wasserversorgung.

Den Schnee will niemand

Viel zu tun hat derzeit auch Kurt Keller, Leiter des Bauamtes. Seine Schneeräumtruppe ist voll im Einsatz. „Wer heute am frühen Abend noch am Räumen war, wird morgen um 4 Uhr auch wieder mit dabei sein.“ Eine grosse Herausforderung ist dabei das Freimachen der Trottoirs. Denn wenn die grossen Pflüge der kantonalen Schneeräumung über die Kantonsstrassen gefegt sind, hinterlassen sie nicht nur befahrbaren Teer, sondern auch schwer beladene Gehsteige. „Unsere Aufgabe ist es dann, die Trottoirs wieder begehbar zu machen“, so Keller. Je nachdem wie schwer und hart der Schnee ist, geht das bloss mit einer Fräse. Der Schnee landet in einem LKW, der ihn auf der Brücke vor dem Stofel den Hang hinunterkippt. Immerhin: Dort hatte es bis auf die Weihnachten von 1999 bisher immer genug Platz. Weniger rund läuft es manchmal bei der Schneeräumung vor privaten Grundstücken. Denn nur die wenigsten Grundstückbesitzer wissen: Eigentlich wäre es ihre Pflicht, den Schnee am Strassenrand bei Einfahrten wegzuräumen und auf ihrem privaten Grund zu deponieren. „Das steht so in der Verfügung des kantonalen Tiefbauamts„, erklärt Kurt Keller. Aber darauf beharrt die Gemeinde nicht – sie hofft nur auf etwas Geduld und Verständnis. Denn: „Der Schnee ist zwar schön, aber niemand will zu viel davon bei sich im Garten.“ Ausserdem: Wer sein Auto im Winter auf öffentlichem Grund abstellt und damit die Schneeräumung behindert, riskiert das Abschleppen seines Wagens. Denn es ist die Pflicht des Fahrzeughalters, sich rechtzeitig vor dem Winter einen Parkplatz auf privatem Grund zu sichern.

 

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