Sandra Graf und die Sportlerschule Appenzellerland

30.05.2018 | TPoscht online
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Sandra Graf auf dem Handbike im Einsatz. Foto: zVg.
  Sandra Graf arbeitet neu mit der Sportlerschule Appenzellerland zusammen. Bis 2020 will sie sicher aktiv sein. Ihr nächstes Ziel: die WM auf dem Handbike. «Im Training werden die gleichen Methoden angewendet wie bei Fussgängern. Bei der Übungsauswahl ist einfach Kreativität gefragt», sagt René Wyler. Er probiere in den Trainings einiges aus und lerne dazu, ergänzt der Leiter der Sportlerschule Appenzellerland. Die Gaiser Rollstuhlsportlerin Sandra Graf arbeitet neuerdings mit seiner Organisation zusammen: Wyler stellt die Trainingspläne für die 48jährige zusammen, und sie absolviert zwei wöchentliche Krafteinheiten unter seiner Leitung. Zwischenzeitlich war sie vor einigen Jahren schon einmal von Wyler betreut worden. Den Auftakt in die Saison 2018 bezeichnet sie als durchzogen. Beim Weltcup in Belgien erreichte sie Anfang Mai mit dem Bike im Zeitfahren Platz 6 und im Strassenrennen Platz 3. Auch Marathons hat sie in diesem Jahr schon bestritten: In Boston wurde sie Dritte und in London Sechste. Nächstes Ziel Italien Dass diese beiden Anlässe im April innert einer Woche stattfanden, ist für sie nichts Ungewöhnliches. «Das ist durchaus verkraftbar, weil wir kleinere Muskelpartien als Fussgänger und den Rennstuhl benützen. Zudem sind wir nicht so lange unterwegs wie sie», sagt Sandra Graf. Vor einem Jahr war sie an der WM in Pietermaritzburg (Südafrika) Zweite im Einzelzeitfahren und Dritte im Strassenrennen. Die Weltmeisterschaften im italienischen Maniago von Anfang August sind ihr nächstes grosses Ziel. Als Handbikerin und Leichtathletin gewann sie mehrere WM-Medaillen und holte an den Paralympics in London Gold und Bronze. «Bis 2020 mache ich sicher weiter», sagt sie. Die Paralympischen Sommerspiele werden dann in Tokio ausgetragen. Rund zehn Trainings pro Woche stehen derzeit auf dem Programm, was bis 15 Stunden Aufwand bedeutet. «Zu 90 Prozent trainiere ich allein. Ab und zu nehme ich an Zusammenzügen des Nationalkaders teil.» Und am Wochenende ist manchmal Ehemann Martin mit von der Partie – auf dem Velo.

Kompetenzentrum – nicht nur für den Nachwuchs

Nebst den mehrheitlich jugendlichen Sportschülerinnen und Sportschülern setzen immer mehr Leistungssportler auf die Zusammenarbeit mit der Sportlerschule. Seit längerem betreut sie zum Beispiel die Athleten des Appenzeller Kantonal-Schwingerverbandes. Seit März führt die Sportlerschule einmal wöchentlich ein polysportives Training für die Ausserrhoder Kantonspolizei durch. Der Skifahrer Nick Spörri und Eishockeyspieler wie der Waldstätter Ramon Tanner (der von Davos zu Biel wechselt) und Marco Forrer (neu bei Fribourg-Gottéron unter Vertrag) nutzen ebenfalls das Angebot für gewisse Trainingseinheiten im Saisonaufbau. Appenzellerland Sport, die Trägerorganisation der Sportlerschule, hat sich einen Namen geschaffen als Kompetenzzentrum für Leistungssport. pd.  

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