Neues Fahrzeug, neues System

03.05.2019 | Timo Züst
Iveco_Feuerwehr (4)
Kommandant Dominik Krummenacher schüttelt die Hand von Andreas Sanwald (Sanwald Fahrzeugbau AG). Fotos: zVg

Der Standort Teufen der Feuerwehr Teufen Bühler Gais ist um ein Fahrzeug reicher: Diese Woche wurde der neue Iveco Pias geliefert. Gebaut wurde er in der Nachbarschaft in Bühler. Und er soll die Feuerwehr flexibler machen.

„Eine super Sache!“, sagt Kommandant Dominik Krummenacher. Damit meint er nicht nur den neuen Iveco Pias, der diese Woche am Standort Teufen angeliefert wurde. Sondern auch das neue Logistik-System des Hauptsitzes der Feuerwehr Teufen Bühler Gais. Das Geheimnis: Module. „Erinnern Sie sich noch an den Chemiewagen, der nach Holland verkauft wurde?“, fragt er. Dieser schwerfällige Wagen und ein alter Toyota-Bus, der ebenfalls in Rente ging, werden nun durch ein Fahrzeug ersetzt: den Iveco. Möglich ist das dank einer neuen Logistik-Strategie.

Autos einsparen

„Bisher hatte man für viele Einsätze eigene Autos – wie den Chemiewagen. Neu gibt es einfach ein Chemiemodul“, erklärt Krummenacher. Diese bis zu 300 Kilogramm schweren Module sehen aus wie Chromstahl-Trolleys (siehe Fotos). Sie können dank der im Fahrzeug einbauten Rampe in wenigen Minuten ein- oder ausgeladen werden. „So haben wir ein flexibel einsetzbares Fahrzeug, das klein und wenig bleibt.“ Das sei wegen unserer Topographie sehr wichtig. Fahrzeuge mit zu hoher Durchfahrtshöhe können hinderlich sein. Ein weiterer Clou des Neuen: die Doppelkabine. „Wird beispielsweise ein Wasserschaden gemeldet, laden wir das entsprechende Modul – und die Mannschaft gleich mit ein.“ Dasselbe gilt auch für Übungen. Das Fahrzeug ermöglicht einen effizienten und raschen Materialtransport zum Übungsplatz. Dominik Krummenacher hofft, dank dieser Modul-Strategie den Fahrzeugpark in Zukunft noch weiter verkleinern zu können. „Wir ersetzen grundsätzlich nur, was wir wirklich brauchen.“ Die nächste grössere Anschaffung steht im Jahr 2020 an. Der Ersatz für einen Rüstwagen mit Baujahr 1995.

320 Arbeitsstunden

Die Beschaffung des Iveco (rund 150’000 Franken) konnte die Feuerwehr im Einladungsverfahren vergeben. Es gingen drei Offerten ein. Die Ausschreibung gewann ein Unternehmen aus der Nachbarschaft: die Sanwald Fahrzeugbau AG. Dort hat man sich auf die Nische der mittelgrossen Waren- und Personentransportwagen spezialisiert – und Feuerwehren sind beliebte Kunden. „Wir können in diesem Bereich als KMU gut überleben. Der Feuerwehr Teufen Bühler Gais haben wir schon einige Fahrzeuge geliefert“, erzählt Andreas Sanwald. Er hat das Unternehmen im Jahr 2011 von seinem Vater und Gründer Armin Sanwald übernommen. Mit dem neuen Iveco stehen inzwischen drei Sanwald-Fahrzeuge beim Stützpunkt Teufen und auch in Bühler und Gais hat es „ein bis zwei“. Der Umbau dieses neuen Fahrzeugs auf Basis einen Iveco Pias mit Allrad braucht seine Zeit. Laut Auftragsbuch wurden in Bühler rund 320 Stunden investiert. Und das, obwohl es sich dabei nicht um eine Neuentwicklung handelt: „Dieses Modell haben wir schon ein paar Mal verkauft.“ Leer wiegt der Iveco rund vier Tonnen. Dank eines zulässigen Maximalgewichts von sieben Tonnen kann die Feuerwehr bis zu drei Tonnen zuladen.

 

 

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