Nah beim Chef: Teufner Gardist beim Papst

27.02.2013 | Alexandra Grueter-Axthammer
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Beliebtes Fotosujet: Sven Stadelmann in der Uniform der Schweizergarde. Fotos: zVg

 

Ende Januar weilte Sven Stadelmann ein paar Tage in Teufen bei seinen Eltern. Bevor er zurückkehrte, traf ihn die Tüüfner Poscht zum Gespräch – niemand hätte damals geahnt, dass ein paar Tage später der Papst seinen Rücktritt bekannt geben würde. Diese Woche erlebte er die historischen letzten Stunden eines abtretenden Papstes hautnah mit.

Alexandra Grüter

Die letzten Tage war Sven Stadelmann mit Freunden Skifahren. Nun, Ende Januar,  sitzt er in der Küche des Elternhauses in Niederteufen und geniesst die Zeit zu Hause. «Nach acht Monaten durften wir das erste Mal nach Hause», sagt er.

Seit Juni 2012 lebt Sven in Rom und dient in der Schweizergarde. Sein Vater war auch schon Schweizergardist. Im Militär machte Sven Stadelmann nach der Rekrutenschule weiter bis zum Feldweibel. Da er danach kein Jobangebot hatte, bewarb er sich bei der Schweizergarde. Die Aufgabe der Schweizergarde ist es, den Papst und die Residenz zu schützen.

Die oftmals als kleinste Armee der Welt bezeichnete Truppe versieht Ehrendienste wie etwa bei Audienzen, Besuchen und Messen. «Die meisten der hundertzehn Gardisten stammen im Moment aus der Ostschweiz, viele aus St. Gallen», sagt Sven Stadelmann.

Er ist Hellebardist, ausgerüstet mit einer Hellebarde und einem Säbel. Diese seien allerdings eher zur Zierde; jeder Hellebardist trage auch einen Pfefferspray und Unteroffiziere gar eine Pistole. Er selber musste noch nie eingreifen.

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Ganz nahe beim Papst: Sven Stadelmann bei einer Audienz von Papst Benedikt XVI.

Beeindruckt hätte ihn hingegen seine erste persönliche Begegnung mit Papst Benedikt XVI. «Als der Papst das erste Mal an mir vorbeiging und grüsste, da schlug mein Herz schon viel schneller.» In seiner Freizeit spielt der Einundzwanzigjährige Fussball in der eigenen Mannschaft der Garde, und Saxophon im Gardespiel.

Als der Papst – wie jedes Jahr – am 31. Dezember 2012 die Krippe auf dem Petersplatz besichtigte, spielten die Gardisten für ihn. «Der Papst lächelte uns zu, ich sah in seinem Gesicht, dass er sich wirklich freute über die Musik – das war ein sehr bewegender Moment für mich», sagt Sven Stadelmann.

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Sven  in der Küche seines Elternhauses. Er wird in der nächsten TP seine Eindrücke vom Abschied vom alten und der Wahl des neuen Papstes schildern. Foto: Alexandra Grüter

Der erste Bericht aus Rom:

sven stadelmann (2)

«Das findet alles hinter verschlossenen Türen statt»

Gardist Sven Stadelmann über die Zeit nach Benedikt XVI. weiterlesen…

| 5. 03. 2013 | Kirchen, News | Keine Kommentare  | Edit

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