Mit einem blauen Auge davongekommen

01.05.2019 | Timo Züst
Werner_Giezendanner
Landwirt Werner Giezendanner hat sich über den Niederschlag der letzten Tage gefreut. Foto: tiz Timo Züst Im vergangenen Jahr fiel in der Schweiz zeitweise viel zu wenig Regen. Laut dem Bundesamt für Umwelt war die Situation im Herbst mit jener nach dem Hitzesommer 2003 zu vergleichen. Auch das neue Jahr startet mit wenig Regen. Keine guten Nachrichten für die Landwirte. Werner Giezendanner treibt gerade seine Schafe von der einen auf die nächste Weide. Hier, an einer besonders steilen Weide in der Einsamkeit, sind die Spuren des trockenen 2018 ganz besonders gut zu sehen. „Dieses Fläche ist verödet. Hier wächst jetzt nur noch Kraut“, erklärt der Landwirt und Pächter der Gemeindeliegenschaft. Er wird auf dieser Fläche das Unkraut rausreisen und neue Wiese ansäen müssen. Allzu grossen Schaden hat der trockene und heisse Sommer des vergangenen Jahres auf seinen Wiesen und Weiden aber nicht hinterlassen. „Zwar ist die Situation bei jedem Bauer anders. Ich denke aber, wir im Appenzeller-Mittelland sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen.“ Trotzdem setzen so trockene Jahren den Landwirten zu – auch in Teufen. Denn sie sind in diesen Zeiten auf mehr Wasser vom Werk angewiesen, zehren von ihren Futterreserven und müssen auch  Futter dazukaufen. Besonders letzteres kommt sie in Trockenzeiten teuer zu stehen. Stroh aus Spanien „Im letzten Sommer hatten die Raufutterlieferanten der Landi einmal Wartelisten für 600 Positionen gleichzeitig“, erzählt Werner Giezendanner. Er sitzt im Verwaltungsrat der Landi Säntis AG und kennt die Nachschubprobleme, welche die grossflächige Trockenheit verursacht hatte. „Anderswo in Europa war es ja noch viel schlimmer als hier.“ Das Stroh für sein Vieh kam in diesen Zeiten beispielsweise aus Spanien. Immerhin: Die Wiesen lieferten auch im Sommer 2018 noch einiges an Ertrag. „Das Unwetter am 1. August war Gold wert. Sonst wäre es wirklich brenzlig geworden.“ Besser als viel Regen in kurzer Zeit sind aber beständige, sanftere Niederschläge. Wie in den vergangenen Tagen. Dank ihnen ist die Regen-Bilanz des Aprils im Vergleich zu den langjährigen Statistiken nun doch nicht ganz so schlecht. Trotzdem wird der Monat laut SRF Meteo mit Niederschlagsmengen deutlich unter dem Durchschnitt zu Ende gehen. In Teilen der Schweiz fehlte vor ein paar Tagen noch fast die Hälfte des üblichen April-Regens. In der Ostschweiz lag die Menge 25 bis 50 Prozent darunter. Gute Aussichten Werner Giezendanner greift in die feuchten, saftig-grünen Gräser der Wiese hinter dem „Bächli“. „Das sieht sehr gut aus. Diese Wiese hat das Potential für einen guten Ertrag .“ Die letzten Tage haben ihn positiv gestimmt. Und er weiss: Sobald die Wärme kommt, werden die Wiesen und Pflanzen ausschiessen. „Ich hoffe natürlich, dass das Jahr weniger trocken wird als das letzte.    

Top-Artikel

Top-Artikel

Anzeige

Anzeige

Bundesfeiertag-Animation2024

Nächste Veranstaltungen

Donnerstag, 25.07.2024

Pro Juventute: Mütter- und Väterberatung

Freitag, 26.07.2024

Wochenmarkt Teufen

Aktuelles

×
× Event Bild

×
×

Durchsuchen Sie unsere 7300 Artikel

Wetterprognose Gemeinde Teufen

HEUTE

24.07.24 18:0024.07.24 19:0024.07.24 20:0024.07.24 21:0024.07.24 22:00
19.4°C18.2°C16.9°C15.8°C15.2°C
WettericonWettericonWettericonWettericonWettericon

MORGEN

25.07.24 05:0025.07.24 09:0025.07.24 12:0025.07.24 15:0025.07.24 20:00
13.4°C18.4°C20.7°C22.3°C18.8°C
WettericonWettericonWettericonWettericonWettericon