Mehr als nur Theater spielen – Marianne Neff-Gugger

24.10.2018 | Alexandra Grueter-Axthammer
Marianne Neff-Gugger Halle Goba (5)

Interview: Alexandra Grüter-Axthammer

Im Festspiel «Der dreizehnte Ort» 2013 wirkte Marianne Neff-Gugger als Schauspielerin mit und sang im Chor, drei Jahre später folgte das Theater auf der Schwägalp «Checkpoint Säntis». Ausserdem spielte sie als Statistin in einigen Filmen mit, wie etwa im Luzerner Tatort oder im mehrfach ausgezeichneten Film «Die Göttliche Ordnung». Seit einem Jahr ist die Teufnerin Präsidentin vom Theater VARAIN und spielt bei «Apéro Riche – der Landesstreik oder wa no übrig isch devo» mit.

Am Donnerstag 25. Oktober 2018 ist Premiere in der Halle der Goba in Bühler, wir treffen die 42-Jährige dort zum Interview.

Wie laufen die Vorbereitungen für die Premiere?

Marianne Neff: Wir sind gut vorbereitet, es gibt noch tausend Kleinigkeiten zu erledigen aber wir freuen uns nun sehr auf die Vorstellungen mit Publikum. Die Schauspielerinnen und Schauspieler sind bereit. Bereits vor den Herbstferien konnten wir ganz Durchläufe proben, so lagen wir immer gut im Programm, nun kommt allerdings noch die Nervosität dazu.

Sie haben ja bereits in einigen Produktionen mitgespielt. Wie sind Sie zum Theater spielen gekommen?

Bereits in der Kanti hat es mich gepackt, dann spielte ich im Jugendtheater in St. Gallen und auch im Stadttheater und nach der Erfahrung beim Festspiel in Hundwil wollten einige aus der Gruppe weiter machen.

Warum spielen Sie nicht einfach im Stadttheater?

Es ist schwierig, als Laie in eine professionelle Crew reinzukommen. Das haben auch einige der anderen Schauspielerinnen und Schauspieler vom Festspiel bemerkt, und so ist der Theater VARAIN entstanden, der Laien unter professioneller Anleitung die Möglichkeit gibt, Theater zu spielen.

Die letzten Stücke, in denen Sie mitwirkten, spielten an speziellen Orten und ausser dem Schauspiel gibt es eine Menge anderer Dinge zu organisieren. Ist das nicht sehr aufwendig?

Es braucht weitaus mehr als schauspielerische Fähigkeiten bei einer solchen Produktion, das ist richtig, aber genau das gefällt mir. Auch die Vernetzung, speziell hier im Appenzellerland, ist wahnsinnig gut und ich lerne viele neue Menschen kennen. Die Hilfsbereitschaft untereinander ist enorm. Das spüren wir hier in Bühler beim aktuellen Stück wieder sehr deutlich. Ganz speziell natürlich von der Geschäftsleitung der Goba, aber auch von den Mitarbeitern und Nachbarn hier in Bühler.

Auch ihre beiden Söhne, Andrin und Lars machen mit und ihr Mann Sam. Sind sie auch so begeisterte Schauspieler?

Mittlerweile schon, es hat alle gepackt. Wir alle haben bereits beim Checkpoint Säntis mitgespielt.
Die Männer in der Familie meinten, wenn sie mich während den Theaterphasen überhaupt zu Gesicht bekommen wollen, machen sie lieber mit. Sam begeistert mehr die Technik in den Theaterstücken, da es aber immer einen Mangel an Männern gibt, war die «Gefahr» gross, dass er auch für eine Rolle angefragt wird, und nun spielt er begeistert auf der Bühne mit und hilft beim Aufbau und den technischen Arbeiten.

Sie sind Hausfrau und Mutter und engagieren sich freiwillig bei der reformierten Kirche in Teufen, im KiVo, beim Lager zu Hause oder für die Flüchtlinge. Ausserdem singen Sie in einem Chor und begleiten auch Kletterlager und Touren für Kinder des SAC. Sie sind sehr engagiert, wie gross war der Aufwand für die Proben zum aktuellen Theater?

Wir haben etwa vor einem Jahr begonnen. Zuerst wurde viel improvisiert und die Rollen für die Mitwirkenden wurden kreiert. Es gab ja kein Drehbuch, die Geschichte entstand mit den Proben und mit den verschiedenen Charakteren jener, die mitspielen. Es gab immer wieder intensivere Probephasen und dann gab es aber auch Wochen, in denen keine Proben stattfanden. In den letzten Wochen war es natürlich sehr dicht, wir hatten teilweise jeden Abend Probe.

Wie läuft der Kartenverkauf?

Der Vorverkauf ist soweit gut angelaufen, aber es hat noch für alle Vorstellungen Karten, auch für die Premiere.

Weitere Infos zur Handlung und zum Stück:

www.tposcht.ch/news/apero-riche-der-landesstreik-oder-wa-no-uebrig-isch-devo/

 

 

 

24.10.2018

 

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