Mehr als ein Abschlusszeugnis

11.07.2023 | TPoscht online
schreiner2023
Die Jungschreiner 2023 mit Fachlehrer Ronny Keller (ganz links) sowie Chefexperte Erwin Wiederkehr (2. von rechts) und den Bildungsdirektoren beider Appenzell, dem Innerrhoder Landamman Roland Inauen und dem Ausserrhoder Regierungsrat Alfred Stricker (links und rechts von Wiederkehr). Foto: Clemens Fässler

 

Clemens Fässler

19 Fähigkeitszeugnisse für die vierjährige und 3 Berufsatteste für die zweijährige Lehre konnte der Schreinermeisterverband Appenzell am vergangenen Freitag im Alters- und Pflegezentrum Appenzell überreichen. Dabei konnten auch Philipp Neff und Rahel Zellweger aus Teufen diplomiert werden. Sie alle betonten den Wert einer soliden Berufsausbildung, der sich nicht nur mit einer Note gemessen werden kann.

Von allem etwas mehr – so lässt sich die Lehrabschlussfeier der Appenzeller Schreiner treffend beschreiben. Dass ein Vertreter einer Kantonsregierung die Hölzigen beehrt, ist eine schöne Tradition. Diesmal waren es aber gleich beide Kantone vertreten. Der Innerrhoder Erziehungsdirektor, Landammann Roland Inauen, gratulierte den Jungschreinern für die grosse Leistung, die der Lehrabschluss nach einer insgesamt 15jährigen Ausbildungszeit darstellt. Er motivierte die jungen Frauen und Männer aber auch dazu, sich weiterzubilden, die Berufsmaturität zu erlangen oder auch in einem öffentlichen Amt Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen.

Die Diplomierten

Schreiner EFZ: Nina Brunetta, Wald AR (Fisch Holzdesign AG, Wolfhalden), Robin Däpp, Reute (Anhorn AG, Wolfhalden), Linda Dlamini, Uznach (Schreinerei Hüppi GmbH, Gommiswald), Ramona Fuster, Eggerstanden (M Mazenauer AG, Meistersrüte), Stewart Giger, St. Gallen (Rothmund AG, Lustmühle), Lukas Jäger, Oberegg (Reto Federer GmbH, Oberegg; Note 5,1), Sereina Keller, Schwellbrunn (Schreinerei W. Preisig, Schönengrund), Julius Ledergerber, Speicher (Schreinerei Widmer Bühler AG, Bühler; 5), Thomas Looser , Trogen (Falk Holzwerkstatt AG, Speicher; 5,3), Simona Mazenauer, Degersheim (Schreinerei Hölzli, Degersheim), Philipp Neff, Teufen AR (Schreinerei Widmer Bühler AG, Bühler; 5), Tamara Neff, Gonten (Koch Möbelhandwerk AG, Gonten; 5), Lea Preisig, Schwellbrunn (Blumer Schreinerei AG, Waldstatt; 5,1), Lukas Räss, Appenzell (M Mazenauer AG, Meistersrüte), Julian Rempfler, Eggerstanden (Weishaupt AG Innenausbau, Appenzell; 5,3), Sven Städler, Eggerstanden (Holzbau P. Manser AG, Appenzell; 5,5), Hosea Tefera, Gossau (Huber Fenster AG, Herisau), Juan Carlos Terrazas, Stein AR (Blumer Schreinerei AG, Waldstatt), Rahel Zellweger, Teufen AR (Thomas Sutter AG, Haslen AI; 5,1)

Schreinerpraktiker EBA: Esrom Esayas, Herisau (Welz AG Schreinerei, Trogen), Marvin Grosse, Eggerstanden (Holzin AG, Appenzell), Sina Isenring, Meistersrüte (Holzin AG, Appenzell; 5,1)

Sven Städler Jahrgangsbester

Der Chefexperte Erwin Wiederkehr erläuterte den Ablauf der Prüfungen und die Zusammensetzung der Abschlussnote, die aus praktischen und theoretischen Prüfungen resultiert, die in den letzten vier Jahren abgelegt wurden. Er erwähnte den sehr hohen Klassendurchschnitt von 4,9 sowie die Tatsache, dass nach der vierjährigen EFZ-Lehre 9 von 19 Absolventen die Note 5 oder höher erreichten. Das seien doppelt so viele wie üblich. Sie erhielten eine mit Schreineremblemen ziselierte Gurtschnalle als Geschenk. Jahrgangsbester wurde Sven Städler aus Eggerstanden (Holzbau P. Manser AG, Appenzell) mit der hervorragenden Note 5,5. Bei den Schreinerpraktikern erzielte Sina Isenring aus Meistersrüte (Holzin AG, Appenzell) mit der Note 5,1 das beste Ergebnis.

Deutsch und Schreinerlehre in vier Jahren

Eine besondere Mehrleistung erwähnte der Ausserrhoder Regierungsrat Alfred Stricker mit Blick auf einen ihm persönlich bekannten Absolventen. Der gebürtige Mexikaner war vor vier Jahren ohne Deutschkenntnisse in die Schweiz gekommen und hat nun als Familienvater die Herausforderung einer Berufslehre mit Bravour gemeistert. Grosses Engagement zeigte die Abschlussklasse dann selbst, als sie in launigen Worten die vergangenen Lehrjahre Revue passieren liess, mit einer humorvollen Umfrage in die Zukunft blickte und ihre Klassenlehrer mit einem grosszügigen Geschenk verdankte.

Wertvolle Lebenserfahrung

Rund zwei Stunden dauerte die Feier – etwas länger als geplant, doch langweilig wurde dabei niemandem. Die Gäste konnten sich viel mehr davon überzeugen, dass in diesem Lehrabschluss mehr steckt als nur Zeugnisnoten: nämlich viel Engagement von allen Seiten und wertvolle Lebenserfahrung. Schliesslich bot auch das Wetter etwas mehr, als unter den «Löchli-Klängen» der Apéro serviert wurde. Das Thermometer kletterte etwas höher als in den vorausgehenden Tagen und die grelle Sonne machte Schattenplätze auch in den frühen Abendstunden beliebt.

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