Kleine Fantasie mit Tram: Was wäre, wenn…?

16.01.2014 | TPoscht online

Ja, was wäre, wenn das Tram bis nach Niederteufen käme? Das moderne Tram (Variante Doppelspur) tangiert als einzige Variante die Niederteufnerinnen und Niederteufner direkt. Wie muss man sich dieses Tram vorstellen? Welche Konsequenzen auf Sicherheit, Fahrzeit, Ortsplanung und Verkehr hätte diese Neuorganisation des Verkehrs für das ganze Dorf?

Besteigen wir in Gedanken das Tram von Niederteufen nach Teufen. Es ist ein modernes und leises Fahrzeug – nicht mit dem heutigen Zug zu vergleichen. Wie die meisten Trams fährt es in beiden Fahrtrichtungen, mitten in den Fahrspuren. An den Haltestellen halten die Fahrzeuge hinter dem Tram an und warten. An grösseren Haltestellen weicht das Tram seitlich aus und der Verkehr kann vorbeiziehen. Der Einstieg ist ebenerdig.

Schauen wir aus dem Fenster, erblicken wir zwischen den Häusern den Alpstein in der Ferne. Davor (auch auf Seite Alpstein) befindet sich ein schön gestalteter „Multifunktionsstreifen“. Grüne Inseln, schöne Mauerecken aus Tüüfner Sandstein, bequeme Sitzbänkli, niedere Bäumchen, die Schatten spenden…

FussgängerInnen jeden Alters, Mütter mit Kinderwagen, VelofahrerInnen und SkaterInnen teilen sich den Geh- und Fahrweg. Im sicheren Langsamverkehr bewegen sie sich zwischen dem Dorfzentrum und Niederteufen.

Die geteerten Fahrspuren für die Autos mit den Tramschienen befinden sich jetzt nah am Hang und beginnen beim ehemaligen Bahntrassee der Appenzeller Bahnen. Die Bahnschranken sind verschwunden und damit alle teuren Investitions- und Unterhaltskosten. Weitgehend konnte auch auf Signal- und Lichtbelästigungen verzichtet werden. Zusätzliche Haltestellen verringern die Distanzen zwischen ihnen.

Die Trams fahren alle paar Minuten. So ist auch ein verpasstes Tram nicht weiter schlimm. Die Fahrt ins Dorf dauert wenige Minuten. An sonnigen Tagen kann der traumhafte Blick in die Berge genossen und das Leben auf dem Multifunktionsstreifen beobachtet werden. Das Dorf wächst auf eine neue, lebensbejahende Art zusammen.

Statt in die Stadt, wieder vermehrt ins Dorf? Vielleicht rückt gar die Stadt näher an Teufen? St.Gallerinnen und St.Galler machen vermehrt einen Besuch in der nahen und ruhigen Sonnenstube, flanieren durch unser Dorf, wo sich gemütliche Beizli oder Cafés und Verkaufsläden wieder angesiedelt haben?

Aktuell ist eine nachhaltige und auf Lebensqualität fokussierte Entwicklung der Dörfer ein Gebot der Zeit. Es geht um Identität, Standort-Attraktivität, Sicherheit und auch wirtschaftliche Entwicklung. Auch in Teufen ist, gemäss Aussagen des ehemaligen Stadtplaners F. Eberhard, 80 % unseres heutigen Verkehrs hausgemacht.

Ein Gesamtkonzept bei dem die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner weit oben in der Prioritätenliste steht, lädt zum Umdenken (von uns allen) ein. Vielleicht wird es in ein paar Jahren wirklich zum Markenzeichen unseres „Gesundheitsdorfes“?

Marion Frey, Niederteufen Sepp Zurmühle, Niederteufen

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