Jahresbericht im Schnelldurchlauf

11.04.2019 | Timo Züst
Jahresbericht_2018 (1)
Der Jahresbericht 2018 der Gemeinde Teufen hat 73 Seiten – inklusive Anhang. Fotos: tiz Timo Züst Inzwischen ist er in den Teufner Haushalten angekommen: der Jahresbericht 2018. Eine lohnende Lektüre. Wer sich diese aber für später aufheben möchte, und trotzdem das Wichtigste wissen will, ist hier richtig. Wir haben den Inhalt möglichst kurz zusammengefasst.

Vorwort des Präsidenten

Es beginnt – wie könnte es anders sein – mit dem Jahrhundertprojekt Ortsdurchfahrt und Gestaltung Dorfzentrum. Gemeindepräsident Reto Altherr erwähnt die eher unbefriedigenden Fortschritte im vergangenen Jahr (Umbau Bahnhof / Bahnhofkreisel). Er bleibt aber optimistisch: „Teufen soll für alle eine attraktive und prosperierende Gemeinde sein und bleiben.“ Anschliessend streicht er exemplarisch einige politische Themen des vergangenen Jahres heraus: die abgeschlossene Teilrevision der Gemeindeordnung, der Projektierungskredit für das neue Sekundarschulhaus und der Baukredit für die Tagesstruktur in Niederteufen, das revidierte Altersleitbild „Älter werden in Teufen“ und den Erwerb der Parzelle Bahnhof Areal Ost sowie den Neubau der Liegenschaft Schönenbüel. Natürlich darf auch der Dank nicht fehlen. Reto Altherr bedankt sich beim Gemeinderat für die grosse Arbeit „im Hintergrund“, bei den Mitarbeitenden der Gemeinde allgemein und bei den Einwohnenden für deren Engagement für die Gemeinschaft. Der Ausblick auf 2019 beinhaltet den Baukredit für das neue Sekundarschulhaus und die nächsten Schritte beim Projekt ODT. Aber der Gemeindepräsident hat auch eine Bitte: „Mein grösster Wunsch ist, dass wir bei all den unterschiedlichen Meinungen und der hohen emotionalen Belastung konstruktiv miteinander umgehen können und dass es uns gelingt, die Diskussion auf der sachlichen Ebene zu halten.“

Die Finanzen

Die Erfolgsrechnung 2018 schliesst auf Stufe 2 mit einem Überschuss von 7,4 Mio. Franken ab. Der Gemeinde Teufen geht es finanziell nach wie vor sehr gut. Dazu trägt auch die neuste Abrechnung bei. Die Erfolgsrechnung schliesst bei einem Aufwand von 47,7 Mio. Franken und einem Ertrag von 55,5 Mio. Franken mit einem Überschuss von 7,8 bzw. 7,4 Mio. Franken (Stufe 2) ab. Dieses Ergebnis liegt ganze 7,3 Mio. Franken über dem Budget – dieses ging noch von einer schwarzen Null bzw. einem Überschuss auf Stufe 2 von etwas über 100’000 Franken aus. Der Hauptgrund für dieses Differenz sind die Steuern. Hier die entsprechende Übersicht aus dem Bericht:
Die Steuern fielen in allen Kategorien höher aus als erwartet. Bild: zVg Unter diesen Voraussetzungen sollte auch die für 2019 vom Volk entschiedene Steuerfusssenkung von 0,1 Einheiten (von 2,9 auf 2,8) keinen allzu grossen, negativen Einfluss haben. Ob es in diesem Jahr dann wirklich bloss zu einem Überschuss von 12’400 Franken (Voranschlag 2019) reicht, ist wohl fraglich. Investitionen Das mit den Investitionen ist immer so eine Sache. Die Gemeinde nimmt sich für jedes Jahr viel vor. Realisieren lässt sich dann aber häufig nur ein Bruchteil davon. Das gilt auch für das vergangene Teufner Investitionsjahr. Geplant waren Bruttoinvestitionen von 9,2 Mio. Franken. Realisiert wurden dann aber bloss 3,4 Mio. Franken. Das wird im Jahresbericht mit Einsprachen, Teilausführungen und Verschiebungen von Projekten auf das folgende Jahr begründet. Beim Ersatzbau des Kindergartens hatte die Zeit schlicht nicht mehr gereicht. Die Abstimmung erfolgte am 23. September – Bauaufträge konnten deshalb keine mehr vergeben werden. Budgetiert waren hier Investitionen von 1,2 Mio. Franken. Reserven Mit diesem erfreulichen Ergebnis wächst das Finanzpolster der Gemeinde Teufen weiter an. Oder mit den Worten des Gemeinderats: „Die Kennzahlen bestätigen die komfortable Ausgangslage der Gemeinde Teufen. Es kann ein Nettovermögen ausgewiesen werden und die Nettoinvestitionen können aus eigenen Mitteln finanziert werden.“ Anstehende Grossprojekte wie der Neubau des Sekundarschulhauses, Bahnhof-Areal, Ortsdurchfahrt und Dorfplatzgestaltung (…) mit einem ungefähren Investitionsvolumen von 63,7 Mio. Franken können voraussichtlich mit wenig Fremdmittel realisiert werden. Hier noch die Bilanzübersicht zum Anschauen:
Die Zahlen bewegen sich überall in die „richtige“ Richtung. Bild: zVg

Einwohner

Die Statistik zeigt einen leichten Anstieg. Auch immer eine spannende Seite: die der Einwohnerkontrolle. Am 31. Dezember 2018 waren in Teufen 6280 ständige Einwohner verzeichnet. Das sind genau drei Personen mehr als am 31. Dezember 2017. Die prozentuale Aufteilung zwischen evangelischen und katholischen Einwohnenden blieb dabei fast unverändert. Denn am Stichtag lebten 2265 (- 73 im Vergleich zum 31.12.2017) Evangelische und 2151 (- 74) Katholische in Teufen. Deutlich zugenommen hat im Gegenzug der Anteil der Konfessionslosen. Dieser wuchst um 92 auf 1864. Von allen Teunfern waren zu jenem Zeitpunkt übrigens 5477 Schweizer und 803 Ausländer. Noch ein paar spannende Zahlen für das ganze Jahr: 70 Geburten (+ 3 im Vergleich zu 2017), 402 Neuzuzüger (- 10), 49 Todesfälle (- 10) und 433 Wegzüger (+ 38).

Für die Neugierigen

Hier noch eine Tabelle, die häufig überlesen wird: die des Betreibungsamtes Appenzeller Mittelland. Es ist seit 1981 für die Gemeinden Bühler, Gais, Speicher, Stein, Teufen und Trogen zuständig. Das Betreibungsamt verzeichnete im vergangenen Jahr in Teufen im Vergleich zu 2017 deutlich mehr Zahlungsbefehle, Pfändungsbegehren, Pfändungen und Konkursandrohungen (siehe Grafik). Übrigens: Teufen bezahlte im vergangenen Jahr 14’613.33 Franken (Budget: 57’000) an die Defizitdeckung des Betreibungsamtes Appenzeller Mittelland. Dieser Betrag wird aufgrund eines vertraglich festgelegten Verteilers zwischen den Mitgliedgemeinden aufgeteilt.
Auch hier werden die Zahlen fast alle grösser. Bild: zVg Pilzkontrolle Sicher wollen Sie auch wissen, wie es der Pilzkontrolle im vergangenen Jahr ergangen ist. Auch das steht im Jahresbericht 2018: Es wurden 106 Pilzkontrollen durchgeführt. Das sind deutlich weniger als noch im Jahr 2017 – damals waren es 137. Spannend dabei: Obwohl es deutlich weniger Kontrollen gab, war die Menge der essbaren Pilze deutlich höher. Grund dafür war laut dem Jahresbericht das „späte aber überaus reichhaltige und mengenmässig ungewöhnliche Pilzjahr“. Hier die Zahlen:
Abfall Einen haben wir noch: den Kehricht. Zwar ist die Gemeinde Teufen Mitglied des Zweckverbands A-Region, trotzdem erhält die Gemeinde spezifische Zahlen zum Teufner Kehricht. Für 2018 sehen diese Zahlen wie folgt aus. Ein Einwohner produzierte 187 kg Kehricht (Schnitt A-Region 131 kg), 45 kg Glas (27 kg), 2,25 kg Alu und Weissblech (1,33 kg) und 117 kg Papier und Karton (63 kg). Dass die Zahlen deutlich über dem Mittel der A-Region liegen, führt die Gemeinde auf den Entsorgungspark Studach zurück. Dieser werde häufig von Auswärtigen frequentiert.

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