Im Zeichen des handwerklichen Geschicks

11.11.2019 | TPoscht online
Schreiner (2)
Das Sieger-Trio präsentiert seine Serviertabletts.

Clemens Fässler

36 Frauen und Männer aus allen vier Lehrjahren nahmen letzte Woche an der Sektionsmeisterschaft des Schreinermeisterverbandes beider Appenzell teil. Während für die meisten die Vorbereitung auf die Teilprüfung im Zentrum stand, strebten andere nach einem Podestplatz. Denn die ersten drei qualifizierten sich für die überregionale Ausscheidung.

Das Wettbewerbsmöbel war für alle gleich. Ein Serviertablett der filigranen Art. Auf einen Rahmen mit Schwalbenschwanz-Zinken musste ein Rahmen mit ausgefrästen Griffen montiert werden. Auch die aufklappbaren Füsse waren mit denselben Zinken zu verstreben. Magnete dienten der Fixierung am Tablar. Die kleinen Dimensionen stellten für manch einen eine Herausforderung dar, da sie im betrieblichen Alltag kaum mehr vorkommen. Doch es ist das Ziel solcher Meisterschaften, das echte Handwerk zu fördern, um damit den Berufsstandard weiterhin hochhalten zu können. Da die Teilnehmer aller Lehrjahren dieselbe Aufgabe hatten, waren die Unterschiede entsprechend sichtbar. Ein fast perfekt gefertigtes Möbel stand neben einen unschön zusammengesetzten Rahmen, dem Füsse und Seiten noch fehlten.

Power Schreinern

Die Sektionsmeisterschaft dauerte vom 4. bis 8. November jeweils einen Tag. Sieben Stunden hatten die Teilnehmer Zeit für die Anfertigung des Serviertabletts. Unterbrochen wurde das vom sogenannten Power-Schreinern. Eine Stunde stand dabei für eine Verbindung zur Verfügung. Wiederum waren es komplexe, nicht alltägliche Verbindungen, jedoch in grösserer Dimension. Denn das Power-Schreinern zeichnet sich durch schnelles und kraftvolles Arbeiten aus. Da fliegen die Späne und dröhnen die Hämmer durch den Saal. Wer früher abgibt, kriegt Extrapunkte.

Mitmachen und siegen

Am Samstagmorgen fand dann die Rangverkündigung statt. Mitmachen sei die Hauptsache, betonte der Wettbewerbsleiter Thomas Meier. Denn alle profitieren, zum Beispiel für die Teilprüfung der LAP, bei der ebenfalls unter Zeitdruck verschieden Verbindungen hergestellt werden müssen. Nicht allen genügte aber das Mitmachen. Schliesslich qualifizierten sich die ersten drei für die überregionale Meisterschaft. Und sie dürfen hoffen, sich dort für das Schweizer Nationalteam zu qualifizieren. Als oberstes Ziel steht schliesslich Shanghai da, wo 2021 die Berufsweltmeisterschaften ausgetragen werden. Von den Appenzellern sind Jonathan Frick aus Urnäsch (Koch Möbelhandwerk AG, 1. Rang), Elias Seeholzer aus Urnäsch (Blumer Schreinerei AG, 2. Rang) und Christian Tanner aus Waldstatt (Blumer Schreinerei AG, 3. Rang) ein kleines Stück nähergekommen. Ganz in diesem Sinne antwortete Jonathan Frick auf die Frage, warum er teilgenommen habe: «Um zu gewinnen.»

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