«Ihr habt den schönsten Beruf gewählt!»

08.07.2019 | TPoscht online
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Auf die Lehrabschlussprüfungen wird angestossen, mit eigens für den Anlass kreierten Gläsern. Fotos: zVg

Clemens Fässler

Eine beschwingte, schon fast ausgelassene Stimmung herrschte an der Lehrabschlussfeier der Appenzeller Schreiner vergangener Freitag in Teufen. Nach vierjähriger Lehre konnten 23 Männer und 1 Frau das eidgenössische Fähigkeitszeugnis entgegennehmen, 3 Männer erhielten nach ihrer zweijährigen Praktikerlehre das eidgenössische Berufsattest.

Die Rede vom schönsten Beruf wird in diesen Wochen an den Lehrabschlussprüfungen landauf landab wohl manchmal zum besten gegeben. Und dabei meinen es die Redner durchaus ernst. So stellte auch der Präsident des Schreinermeisterverbands beider Appenzell in Teufen klar: «Ihr habt definitiv den schönsten Beruf gewählt.» Stolz auf den eigenen Beruf und die Freude über ihn führten zu dieser Aussage, die aber keineswegs als Affront oder Geringschätzung gegenüber anderen Berufen gemeint war.
Aus Fehlern lernen

Stolz und Freude standen denn auch im Zentrum der Lehrabschlussfeier in Teufen. Von den ersten Takten des George Kegel-Trios bis zu den Klassenfotos im Anschluss der Feier herrschte eine beschwingte Stimmung. Dazwischen hörten die jungen Berufsleute, ihre Freunde und Familien, was in den letzten vier Jahren auf dem Weg zum erfolgreichen Lehrabschluss notwendig und vorgefallen war. Der Chefexperte Erwin Wiederkehr erwähnte die strenge und gefürchtete Zwischenprüfung im dritten Lehrjahr oder den Höhepunkt einer Lehre: die individuelle praktische Arbeit, bei der die Lehrlinge in 40 bis 80 Stunden eine verkaufsfertige Schreinerarbeit vom ersten Zeichenstrich bis zum letzten Schliff zu erstellen haben. Er machte aber auch auf die theoretischen Berufsprüfungen aufmerksam, bei denen die Notenschnitte zu wünschen übrigliessen. Sein Fazit: Es kann mal etwas schief gehen, man muss die Fehler aber erkennen und beheben könnten.

«Hauid de Pickel ini!»

In dieselbe Kerbe schlug der Landammann Alfred Stricker. Für ihn zählt die Verantwortung, die die jungen Berufsleute von nun an übernehmen müssen. Er freute sich darüber, dass dank der hochstehenden Ausbildung dazu auch fähig sind, und er animierte die jungen Frauen und Männer, den nächsten Lebensabschnitt mit Elan und Freude an die Hand zu nehmen: «Hauid de Pickel ini!» Schliesslich berichteten auch die Jungschreiner von ihren Erfahrungen während der Lehre. Sie taten es mit einer grossen Portion Humor und liessen auch Seitenhiebe gegenüber den Lehrern und den eigenen Mitschülern nicht aus.

Ziselierte Gurtschnalle für die Besten

Von den 24 Schreinern erreichten 4 Kandidaten eine Note über 5. Michael Räss aus Meistersrüte (5.2; Lehrbetrieb Nägeli AG, Gais), Ramon Gujer aus Oberegg (5.1; Anhorn AG, Wolfhalden), Samuel Kolb aus Heiden (5.1; Reto Federer GmbH, Oberegg) und Christian Städler aus Appenzell (5.1; Koch Möbelhandwerk AG, Gonten). Sie erhielten eine ziselierte Gurtschnalle als Geschenk. Auch von den Schreinerpraktikern erreichten mit Lirim Bekiri aus Herisau (Wilfling Schreinerei AG, Herisau) und Claudio Weber aus St. Gallen (Elbau Küchen AG, Bühler) zwei Kandidaten eine 5 oder mehr.

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