Höchfall: Neuer Weg und Vision

05.08.2021 | Timo Züst
Hoechfall, Hans Zuercher
Der Höchfall soll bald wieder zugänglich sein. Fotos: Archiv

Zum Leid vieler Spaziergänger und Wanderer ist der Höchfall seit dem Felssturz im Jahr 2016 nach wie vor nicht erreichbar. Grund für die lange Planungszeit ist die aus Sicherheitsgründen nötige neue Wegführung. Nun liegt das Projekt auf. Der Gemeinderat hat aber noch eine andere Idee.

«Die Planung sowie die Verhandlungen mit dem Kloster und den anderen beiden Grundeigentümern sind abgeschlossen», sagt Urs Kellenberger. Er hat das Dossier Höchfall als Fachverantwortlicher Tiefbau vor gut einem Jahr übernommen. Dessen Ziel ist es, den beliebten Wasserfall wieder zugänglich zu machen – und das sicher. «Dafür mussten wir eine komplett neue Wegführung wählen. Der alte Pfad führte durch instabiles Gebiet.» Die Lösung: Der neue Wanderweg schlängelt sich westlich vom Felssturzgebiet in Tobel herunter. Dafür müssen drei Parzellen, unter anderem Teile des Kloster-Bodens, durchquert werden. «Man sprach uns das Wegrecht zu. Das bedeutet: Wir dürfen den Boden nutzen, sind aber für den Unterhalt zuständig und sind als Werkeigentümerin grundsätzlich haftbar.»

Das Projekt liegt noch bis zum 23. August öffentlich auf. Gehen bis dahin keine Einsprachen ein, soll bereits im September mit den Bauarbeiten begonnen werden. Durchgeführt werden sie von einer WK-Truppe des Zivilschutzes. Ziel dieser ersten Etappe sind rund 150 Meter vom bestehenden Wanderweg (südlich der Umfahrung) bis zum Waldrand. Das zweite Wegstück hinunter zum Rotbach soll dann im Frühjahr 2022 fertiggestellt werden – ebenfalls durch den Zivilschutz. Die Investition der Gemeinde beläuft sich dank dieses Arrangements auf lediglich 25’000 Franken (Material- und Maschinenkosten). Dazu kommen die laufenden Unterhaltskosten, die in diesem Gebiet nicht zu unterschätzen sind.

Hängesteg nicht vom Tisch

Der neue Wanderweg ist die pragmatische Lösung. Der Gemeinderat hat beim Thema Höchfall aber auch eine Vision in der Hinterhand: Einen Hängesteg. Die Idee wurde unter anderem von Gemeinderätin Ressort Bau (und VRP Appenzellerland Tourismus AG) Pascale Sigg forciert – in diesem Interview erzählt sie davon. Das Projekt wurde vom Kanton als nicht bewilligungsfähig beurteilt. Eine Mitteilung der Gemeindekanzlei von Anfang Juni liess dann aber aufhorchen. Darin war zu lesen: «Der Gemeinderat ist bestrebt, das ursprünglich angedachte Projekt mit einem Hängesteg weiter zu verfolgen und mittel- bis langfristig als Ergänzung zum neu zu erstellenden Fussweg zu realisieren. Die diesbezüglichen Verhandlungen dauern an.»

Ob und in welchem Zeithorizont so ein Hängesteg beim Höchfall gebaut werden kann, ist derzeit noch ungewiss. Klar ist: Er beeinträchtigt die Erstellung des neuen Wanderwegs nicht. Er wird unabhängig von diesen Bestrebungen gebaut.

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