Fremde Luft geschnuppert – Perspektivenwechsel

04.10.2012 | Félice Angehrn
Diego mit seinen Gasteltern in Luzern
Der Chilene Diego lebte zwei Jahre bei seinen Gasteltern in Teufen. Das Bild entstand bei einem Ausflug nach Luzern. Foto: zVg.

Zwei Austauschschüler erzählen von ihren Erfahrungen im Ausland. Der eine reiste für zwei Jahre von Chile nach Teufen, der andere für ein Jahr von Teufen nach Mexiko.

Der Chilene Diego Arenas Leyton in Teufen

Diego kam als 18-jähriger Schüler aus Chile in die Schweiz. In Südamerika hatte er ein Stipendium von AFS gewonnen und entschied sich, ein Jahr in Europa zu verbringen. Zur Auswahl standen Dänemark und die Schweiz.

Ohne Deutschkenntnisse kam er schliesslich in die Gastfamilie Habermacher in Teufen. Nach einem vierwöchigen Deutsch-Intensivkurs besuchte er die fünfte Gymiklasse in Trogen. Er lernte schnell. Seine Interessen liegen in den Naturwissenschaften.

Von seiner Gastfamilie und von der Schule motiviert und unterstützt, entschloss er sich, die Matura in der Schweiz zu machen und blieb für ein weiteres Jahr. Den Abschluss bestand er mit Bravour! Während des zweijährigen Aufenthalts besuchte er einige Städte der Schweiz. Inzwischen hat er so gut Deutsch gelernt, dass er in unserer Sprache träumt und rechnet.

Was ihn immer wieder an der Schweiz beeindruckt, ist die gute Organisation. Mit der Unflexibilität der Menschen hat er hingegen etwas Mühe.

Vor einigen Wochen ist er nach Chile zurückgekehrt, heim zu seiner Familie (Bild)), die er lange nicht gesehen hat.

Sein Studienziel steht fest: Er möchte Medizin studieren.

Diego Arenas Leyton

Geburtsdatum: 9. August 1992

Schule: 2010 – 2012 Kanti Trogen mit Maturaabschluss

Gastfamilie: Familie Habermacher mit zwei Söhnen, Buchen, Teufen

Hobbys: Fussball, Lesen

Leibspeise: Raclette, Schweinerippe (chilenisch)

Getränk: Pisco

Diego Arenas Leyton mit seinen Gasteltern in Luzern. Fotos: zVg.

Der Teufner Patrick Tobler in Mexiko

Er wollte eine neue Sprache lernen und hatte Lust auf einen Tapetenwechsel. So zog es den damals 18-Jährigen nach Mexiko, wo er im Sommer 2010 für ein Jahr bei einer Gastfamilie lebte.

In dieser Zeit lernte Patrick, sich in einer fremden Kultur zu integrieren. Er schloss neue Freundschaften mit anderen Austauschschülern. Patrick besuchte eine katholische Privatschule in Monterrey. Natürlich war sie nicht so toll ausgestattet wie «zuhause». Die Schulqualität wurde davon aber nicht beeinträchtigt.

«Das Lernen ohne Notendruck hat mir sehr gut gefallen. Die Freiheit, das zu lernen, was ich will, hat mir Freude gemacht. Ich konnte viel profitieren. Mein Spanisch und Englisch konnte ich deutlich verbessern und ich habe an Selbstvertrauen gewonnen. Mein Blick auf die Schweiz hat sich verändert. Hier gibt es eine gute Abfallkultur, die Strassen sind sauber und sicher, die öffentlichen Verkehrsmittel pünktlich. Der Sommer ist angenehm kühl, der Winter sehr kalt. Per Skype und Facebook halte ich heute den Kontakt zu meiner Gastfamilie und meinen Freunden.»

Fernweh

Diese Sommerferien verbrachte Patrick erneut in Mexiko. Der Weltenbummler bereiste den relativ sicheren Nordosten des Landes. Momentan besucht er das letzte Jahr an der Kanti Trogen. Und dann, wer weiss…? Notiert: Félice Angehrn

Patrick Tobler

Geboren: 11. November 1993

Zuhause: Rütiholzstrasse, Niederteufen

Hobbys: Klavier, Fotografie, Schauspielen

Musik: Latin Rock, Jazz, Klassik

Essen: Mexikanisch

 

 

8/2012 TÜÜFNER POSCHT

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