Flaschenpost für die Zukunft

06.05.2021 | Timo Züst
KL
Die Kulturlandsgemeinde wird wegen der Besucherbeschränkung live gestreamt. Foto: screenshot

Die Kulturlandsgemeinde vom 9. Mai in Teufen findet statt (Programm im Kasten). Das ist während der Pandemie keine Selbstverständlichkeit. Nach langer Ungewissheit überwiegt nun die Vorfreude auf den Start der «neuen Kulturlandsgemeinde».

Das Programm

Der Anlass wird von arttv.ch gestreamt.

Programm Erdgeschoss

(Beschränkung auf 50 Besucher*innen)

11.00 Uhr: Sonntagsrede von Dorothee Elmiger Die in Appenzell aufgewachsene Schriftstellerin stellt sich den drängenden Fragen unserer Zeit.

14.00 Uhr: «Change. Now. Always. Never stop.» – Kulturkosmonaut*innen erforschen den Wandel Junge Menschen erinnern ihre Erlebnisse von Veränderung, setzen sie zusammen mit den Künstler*innen Ann Katrin Cooper, Kay Kysela, Tobi Spori, Pamela Dürr und Luca Schmid in Texte, Gesten, Choreografien und Filmszenen um und präsentieren sie.

16.00 Uhr : Verschwörung und Wahrheit II Der Künstler Thomas Stüssi und der Religionswissenschaftler Rolf Bossart präsentieren in ihrer zweiten gemeinsamen Lecture-Performance Beschreibungs- und Erklärungsversuche zum anhaltenden Hype von Verschwörungserzählungen.

17.00 Uhr: Sammlung – Flaschenpost in die Zukunft

Programm Museum, 1. Stock,
Dachgeschoss in Zusammenarbeit mit dem Zeughaus Teufen; durchgehend 12.30 – 18.00 Uhr

Christian Hörler – die Kunst verschiebt Perspektiven Der Bildhauer Christian Hörler betreibt für ein Jahr ein künstlerisches Laboratorium im Zeughaus Teufen.

13.30 und 15.30 Uhr: Rundgang mit Christian Hörler (auf 15 Besucher*innen beschränkt)

Magazin für Fans: In einer interaktiven Video-Show transformieren das Publikum und Gaffas Neffen Bildmaterial in ein Fanmagazin.

Dauerhafter Wandel im Garten: Judith Stokvis und Kurt Forster vermitteln die Philosophie der Permakultur, deren Prinzipien und ethischen Grundsätze am Beispiel eines kleinen Gartens beim Zeughaus Teufen.

13.00 und 15.00 Uhr: Sprechstunde mit Judith Stokvis und Kurt Forster (auf 15 Besucher*innen beschränkt).

«Das ist sicher keine einfache Kulturlandsgemeinde », sagt Jolanda Gsponer. Sie ist Leiterin der Geschäftsstelle Kulturlandsgemeinde und steckt mitten in den Vorbereitungen für die 16. Ausgabe des Kulturfestivals. Der Anlass unter dem Titel «Bleibt alles anders?» hätte eigentlich schon vor einem Jahr stattfinden sollen – Corona machte den Veranstaltern aber einen Strich durch die Rechnung. Auch heuer lag die Durchführung lange in der Schwebe. «Erst seit Mitte April hatten wir etwas Sicherheit.» Trotzdem: Die Kulturlandsgemeinde am 9. Mai in und vor dem Zeughaus wird mit keiner davor zu vergleichen sein.

Teufen rückt ins Zentrum

Eigentlich lebt die Kulturlandsgemeinde vom Dialog. «Der persönliche Austausch ist dafür unglaublich wichtig. So entstehen neue Denkansätze und Ideen», sagt Hanspeter Spörri. Der Teufner ist Mitglied der Konzeptgruppe. Während den Vorbereitungen für das diesjährige Festival beschäftigte er sich hauptsächlich mit der Frage: Wie erreichen wir ohne diesen direkten Dialog eine ähnliche thematische Tiefe? Der Lösungsansatz ist mehrstufig. «Wir haben einerseits journalistische Interviews mit Beteiligten geführt, die in den Prozess einfliessen und im Sommer im Magazin ’Obacht Kultur’ publiziert werden. Gleichzeitig können online und schriftlich Inputs eigereicht werden.» Das Ziel: Eine Flaschenpost für die nächste Kulturlandsgemeinde. Denn ab dieser Durchführung besteht das Festival aus zwei Stufen. Der Startpunkt ist jeweils beim Zeughaus Teufen – alle zwei Jahre. Das «Echo» darauf folgt ein Jahr später irgendwo im Kanton, 2022 soll es in Rehetobel stattfinden. Die Flaschenpost ersetzt die bisherige Sendschrift (das Manifest) der Kulturlandsgemeinde. Heuer wird sie sich – getreu dem Motto «Bleibt alles anders?» – mit kulturellen, gesellschaftlichen oder politischen Veränderungen auseinandersetzen. Ziel sind sechs Hauptfragen mit Kontext, die in Rehetobel hoffentlich beantwortet werden können.

Dialog ist unverzichtbar

«Möglich, dass uns einige Einschränkungen noch länger begleiten werden. Aber ich bin sicher: Der persönliche Austausch wird wieder möglich sein», sagt Jolanda Gsponer. Es ist heute nach wie vor nur schwer abschätzbar, in welchem Rahmen kulturelle Veranstaltungen in einigen Monaten oder einem Jahr durchführbar sein werden. Aber die Organisatoren der Kulturlandsgemeinde hoffen auf ein «Echo» mit menschlicher Nähe. Denn ganz darauf zu verzichten, ist laut Hanspeter Spörri keine Option: «Der Mensch braucht diesen Austausch. Ich schätze die Möglichkeiten, die uns die digitalen Kanäle bieten. Aber die auch so wichtigen ’Nebengeräusche’ kommen dabei zu kurz. Und genau sie sind für die Kulturlandsgemeinde sehr wichtig.» Die aktuellen Informationen zur Kulturlandsgemeinde finden Sie unter: www.kulturlandsgemeinde.ch

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