















Timo Züst
Sie tragen gelbe Warnwesten mit einem grossen „L“ auf dem Rücken: Die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler, die heute in Teufen ihre Radfahrprüfung absolvieren. Das Ziel der Aktion ist mehr Sicherheit im Strassenverkehr.
„Die Herausforderung in Teufen sind sicher die zwei Kreisel.“ Roger Bruderer ist der Verkehrsinstruktor der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden. Zu seinen Aufgaben gehört auch die Radfahr-Schulung aller Sechstklässlerinnen und Sechstklässler im Kanton. Das sind jährlich rund 230 Klassen. Heute findet die zweite praktische Radfahrprüfung des Jahres statt. Die erste war am 28. Mai in Herisau, die dritte folgt am 18. Juni in Heiden. Heute sind in Teufen Lernende aus Gais, Bühler, Teufen, Niederteufen und Stein unterwegs – insgesamt rund 180. Die grösste Gruppe bilden dabei die Schüler aus Teufen und Niederteufen, rund 50 schätzt Roger Bruderer.
Theorie bereits absolviert
Kein Thema waren heute Vormittag die Bahngleise. Das deshalb, weil der von Roger Bruderer definierte Rundkurs die Strassenseite mit den Geleisen nicht tangiert (Feuerwehr-Depot / Lindenkreisel / Haslenstrasse / Bächlistrasse / Hauptstrasse / Bahnhofkreuzung). „Ein heikler Punkt war aber die Baustelle auf der Haslenstrasse. Dort haben wir deshalb auch einen Polizisten stationiert.“ Die Radfahrprüfung trägt seiner Meinung nach massiv zur Verkehrssicherheit der Lernenden bei. Und sie hat einen pädagogischen Zusatznutzen. „Sie kennen das auch von sich selbst: Wenn Sie einen Kurs besuchen, bei dem zum Schluss geprüft wird, sind Sie viel aufmerksamer als ohne Prüfung.“ Mit dem Absolvieren der heutigen Radfahrprüfung haben die Lernenden ihre Radfahr-Ausbildung abgeschlossen. Der erste Teil war die theoretische Schulung mit abschliessender Prüfung im April und Mai. Auch dafür ist Roger Bruderer zuständig. Und wann hat man eigentlich bestanden? „Wer bei beiden Tests weniger als sechs Fehler macht, kommt durch.“
