Filiale bleibt, Bancomat nicht

08.02.2022 | Timo Züst
raiffeisen
Der Raiffeisen-Standort in Teufen soll erhalten bleiben. Foto: zVg Die Raiffeisenbank Appenzell fördert die Weiterentwicklung ihrer Standorte in Appenzell, Teufen, Gonten und Gais. Für die baulichen Vorhaben schreibt sie einen Projektwettbewerb aus. Die vier Bankstandorte bleiben allesamt erhalten und sollen modernisiert werden. Mit dem Projektwettbewerb will die Raiffeisenbank den Zeitbedarf für die Realisierung des Gesamtvorhabens abschätzbarer machen. Das schreibt die Bank in einer Medienmitteilung.

Bancomat in Niederteufen verschwindet

Die Raiffeisenbank hat aufgrund der Standortanalyse zudem entschieden, sowohl den Bancomaten bei der AGROLA-Tankstelle in Gais als auch den Bancomaten in Niederteufen bei der gleichnamigen Haltestelle der Appenzeller Bahnen, nicht mehr zu erneuern. Für beide Standorte stehen in kurzer Frist hohe Investitionskosten an. Die Nutzung ist bei beiden Geräten jedoch bereits vor der Covid-Pandemie stark gesunken, so dass die Geräteerneuerungen nicht mehr vollzogen werden. Sofern der technische Betrieb dies noch zulässt, sollen beide Bancomaten nach aktueller Planung bis Ende des laufenden Jahres betrieben werden. Die Raiffeisenbank wird ihre Kundschaft über den genauen Zeitpunkt der Abschaltung informieren. In Gais steht weiterhin der Raiffeisen-Bancomat am Dorfplatz zur Verfügung, welcher die lokale Bargeldversorgung sicherstellt. In Teufen betreibt die Raiffeisenbank direkt bei der Geschäftsstelle einen Bancomaten. Ebenfalls keine Veränderung erfahren die weiteren Bancomatstandorte in Appenzell, Gonten und Bühler.
Die Raiffeisenbank Appenzell hat entschieden, in den kommenden Jahren umfassende Investitionen in die bestehende Gebäudeinfrastruktur zu tätigen. Sie tut damit zweierlei: Zum Ersten schafft sie damit passende Begegnungsräume mit der Kundschaft, sichert Arbeitsplätze und entwickelt sich vorausschauend in einem sich stetig verändernden Umfeld. Zum Zweiten heisst Bauen auch immer, Farbe zu bekennen und eine Haltung zu kommunizieren. Dieses Bekenntnis umfasst dabei insbesondere die vier heutigen Standorte in Appenzell, Teufen, Gonten und Gais. Aber auch der sorgsame Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen, wie etwa der Energieeffizienz oder des CO2-Ausstosses, soll Ausdruck dieses Bekenntnisses sein. Die Raiffeisenbank Appenzell investiert somit gleich mehrfach in die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Strukturwandel der Branche Dem Projektwettbewerb ging eine vertiefte Standortanalyse voraus. Denn die Branche, und somit auch die Bankenstandorte im Allgemeinen, befinden sich aufgrund verschiedener Entwicklungen am Markt in einem anhaltenden Strukturwandel. Dies erfordert, dass sich auch die Raiffeisenbank Appenzell wiederkehrend mit ihren eigenen Bankstandorten befasst. Die Veränderungen im Umfeld der Raiffeisenbank sind vielschichtig. Als besonders bedeutsam erscheint in diesem Zusammenhang die Feststellung, dass sich das Kundenverhalten in einer zunehmenden Dynamik verändert. Die Kundschaft wird in Zukunft bei der Abwicklung ihrer Bankgeschäfte wohl noch mehr Wert auf zeitliche und örtliche Unabhängigkeit legen. Die Raiffeisenbank erwartet folglich eine weiterhin stark wachsende Nachfrage nach benutzerfreundlichen Digitalangeboten. Gleichzeitig ist sie aber auch der Auffassung, dass der persönliche Kontakt mittelfristig nicht an Bedeutung verlieren wird. Die Geschäftsstellen der Raiffeisenbank übernehmen dabei eine zentrale Funktion. Ihre Zukunft plant die Raiffeisenbank daher nicht nach dem Grundsatz «entweder Digitalisierung oder Geschäftsstelle». Sondern der angestrebte Grundsatz lautet: «sowohl Digitalisierung als auch Geschäftsstelle». Die vier Standorte in Appenzell, Teufen, Gonten und Gais sollen als Begegnungsorte weiterhin den persönlichen Kontakt ermöglichen. Der Beratung der Kundschaft soll dabei noch mehr Raum und Zeit zur Verfügung stehen. Der Verwaltungsrat ist sich mit Blick auf das mittelfristige Standortbekenntnis jedoch auch im Klaren, dass es sich dabei nicht um eine langfristige Standortgarantie handeln kann. Entscheidend über die Zukunft der Bankstandorte ist und bleibt die langfristige Entwicklung des Kundenverhaltens. Projektwettbewerb läuft bis Herbst Die Raiffeisenbank blickt auf eine erfolgreiche Vergangenheitsentwicklung zurück. Diese positive Geschäftsentwicklung sowie die Ausweitung des Dienstleistungsangebots führten zu einem schrittweise höheren Personalbestand. Die aktuellen Raumkapazitäten sind jedoch limitiert und mittlerweile praktisch ausgereizt. Der Projektwettbewerb soll auch in diesem Zusammenhang passende Lösungsansätze aufzeigen, wie die eingeschränkte Platzsituation verbessert wer-den kann. Mit einem Bestand von derzeit 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Raiffeisenbank eine bedeutsame Arbeitgeberin in der Region. Die anvisierten baulichen Veränderungen der vier Bankenstandorte führen zu keinem Abbau von Arbeitsplätzen. Die allgemeinen Anforderungen und Zielvorstellungen an die vier Bankstandorte der Raiffeisenbank sind in einer Vor-studie zusammengefasst und mittels einer Machbarkeitsstudie abgeglichen. Die Planungen sehen vor, dass der Projektwettbewerb im laufenden Monat beginnen kann, so dass der Abschluss des dazugehörigen Auswahlverfahrens für den Herbst 2022 vorgesehen ist. Im Anschluss werden die funktionalen, technischen und gestalterischen Detailkonzepte für jeden Standort entwickelt. Die Raiffeisenbank geht aktuell davon aus, dass die eigentlichen Bauprojekte an den einzelnen Standorten im Jahr 2023 gestaffelt starten werden.  pd

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