Faszination Robotik

30.05.2019 | Alexandra Grueter-Axthammer
Danilo Just (3)
Danilo Just: "Eigentlich wollte ich Feuerwehrmann werden." Fotos: Alexandra Grüter-Axthammer

Alexandra Grüter-Axthammer

Danilo Just fasziniert die Elektrotechnik, die Möglichkeiten von autonomen Systemen und die Robotertechnik. Zu Hause mag er es bodenständig, mäht seinen Rasen gerne selbst und verbringt mit seinen lebhaften Mädchen viel Zeit in der Natur.

Wenn Danilo Just von der Robotertechnik spricht, schwappt seine Begeisterung auf die Zuhörerin über. Es scheint unmöglich, sich nicht mitreissen zu lassen. Ausserdem besitzt Danilo Just das Talent, das komplexe Thema der elektronischen und autonomen Steuerungen so simpel zu erklären, dass es verständlich ist und auch Laien faszinieren kann. Nach der Schule absolvierte der heute 38-jährige eine Ausbildung zum Automechaniker. Einige Jahre später studierte er Elektrotechnik an der Hochschule für Technik in Rapperswil und arbeitet heute bei Thyssenkrupp Lenksysteme in Eschen. Dort wirkt er in der Entwicklung und der automatisierten Fertigung von teilautonomen Lenksystemen mit. Eigentlich wollte er Feuerwehrmann werden. «Ich wollte zur Berufsfeuerwehr.» Darum lernte er auch einen handwerklichen Beruf, leistete seinen Zivildienst im Spital und plante so seinen Weg, um seinen Traumberuf als Feuerwehrmann zu erreichen. Doch es kam anders.

Es lag an den Armen

«Auf 15 Stellen bei der Berufsfeuerwehr kamen damals fast 700 Bewerber. Ich bewarb mich in ganz Deutschland.» Doch er sei immer am selben Punkt gescheitert. «Ich hatte zu wenig Kraft in den Armen. Beim Gewichte stemmen konnte ich mit der Konkurrenz nicht mithalten.» Gemeinsam mit seiner Schulliebe in die Schweiz Geboren ist Danilo Just in Erfurt, Deutschland. Seit 2005 wohnt er mit seiner Lebenspartnerin Anne Nietzschmann in Teufen. Mittlerweile ist er Vater von drei Töchtern. «Anne und ich gingen zusammen zur Schule. Es ist eine richtige Schulliebe.» Nach den Absagen der Berufsfeuerwehren suchte er gemeinsam mit Anne eine neue Herausforderung, ein neues Ziel. Nach einem Besuch bei Bekannten in Luzern entschied sich das junge Paar im Jahr 2002 in die Schweiz zu ziehen. Er begann eine Weiterbildung zum Automobildiagnostiker. Dabei gehe es um das Suchen von elektrischen Fehlern und um deren Diagnose. «Ich wollte aber wissen, wie es überhaupt zu diesen Fehlern kommt. So tief gingen aber die Lehrmodule nicht. Ich brach die Weiterbildung ab und holte mein Fachabitur nach.» Danach studierte er in Rapperswil Elektrotechnik. Fast gleichzeitig zog das Paar nach Teufen. «Mein zweites zu Hause war der Voralpenexpress», sagt er. Nach dem Abschluss des Studiums bekam Danilo Just die Gelegenheit, am Institut für Mikroelektronik und Embedded Systems in Rapperswil als Projektingenieur zu arbeiten. Dabei entdeckte er seine Freude, das Wissen und die Zusammenhänge weiterzugeben und unterstützte dort Studierende. Ausserdem wirkte er im OK der Robolympics.ch mit (Roboterwettbewerb für Jugendliche in Rapperswil). «Auffallend war, dass keine Teams aus der Stadt St.Gallen und aus den beiden Appenzeller Kantonen teilnahmen.» Engagieren mit dem, was einem «leichtfällt»

Teil der Gemeinschaft

Danilo Just und seine Familie fühlen sich in Teufen daheim. Auf dem Küchentisch liegen Farbstifte und jede Menge Papier und bunte Zeichnungen. Er möge die Gegensätze, sagt Danilo Just. So gebe es bei ihnen zu Hause kein Tablet und die Mädchen würden eher «konservativ» erzogen mit elektronischen Geräten. Das habe wohl auch mit seiner Kindheit und seinem Erstberuf zu tun. «Gerade das Handwerkliche hilft mir, im Beruf die Zusammenhänge und Abhängigkeiten zu sehen.» Ausserdem ist es für Danilo Just selbstverständlich, sich in der Gemeinde einzubringen. «Es gibt so viele engagierte Menschen in den Teufner Vereinen, Riegen und Organisationen. Diese Menschen geben, meist ehrenamtlich, das in die Gemeinschaft, was ihnen besonders leichtfällt. Das ist auch meine Motivation.» Und so engagiert er sich seit einigen Jahren im Verein Kinderkrippe Chäferfäscht. Zuerst als Mitglied und seit 2016 als Präsident des Vereins. Bereits 2010 gab Danilo Just einen einführenden Kurs in Robotik, für interessierte Lehrpersonen der Sekundarschule Teufen. Anfang Mai folgt, mit Unterstützung der Schule Teufen und dem Elternrat, ein nächster Kurs für Eltern mit Kind, an der Sekundarschule. «Wenn es genügend interessierte Jugendliche gibt, dann würde ich gerne im November 2019 mit einem Team an den Robolympics.ch in Rapperswil teilnehmen. In Zusammenarbeit mit dem Smartfeld.ch und der PHSG arbeiten wir im Moment ein Konzept aus. Ab August 2019 soll es jeweils samstags, alle zwei Wochen, ein entsprechendes Angebot geben. «Das ist etwas, was mir leicht fällt.»

Danilo Just


Geboren: 24. März 1981 in Erfurt (D)

Heimatort: Teufen

In Teufen seit: 2005

Familie: Anne (37), Amélie (7),

Annabelle (4), Ava (3)

Traumberuf: Chirurg (aber ich kann

kein Blut sehen…)

Lieblingsessen: Chäsrösti, Polenta

Lieblingsgetränk: Kaffee

Buch auf dem Nachttisch: Unter

Papa Moll und Globi liegt die Teufner

Ortsgeschichte und da drunter ein

Fachbuch, das schon lange gelesen

werden möchte

Hobbys: Engagement in Vereinen

und Interessengemeinschaften,

Wandern, Lesen

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