"Eltern von Kleinkindern sind oft verunsichert"

01.10.2014 | Erika Preisig-Studach
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Sabine Kinzer
Sabine Kinzer betreut die Mütter-Väter-Beratungsstelle in Teufen (Foto zVg)


Erika Preisig

«Begleitung und Beratung der Eltern von Säuglingen und Kleinkindern ab der Geburt in den Bereichen Stillen, Ernährung, Entwicklung, Gesundheitskontrolle», das sind die Dienstleistungen, welche die Beratungsstelle im Auftrag der Pro Juventute Ausserrhoden anbietet.

Sabine Kinzer betreut die Beratungsstelle im Haus Unteres Gremm. Sie blickt auf eine lange Erfahrung als Kinderkrankenschwester zurück. Als dreifache Mutter weiss sie, wo in der Kinder-Eltern-Beziehung der Schuh drücken kann. «Ich erteile keine Pauschalratschläge, jedes Kind, jedes Elternpaar ist einzigartig und braucht eine individuelle Beratung», sagt sie. Das Beispiel von Durchschlafproblemen beim Bébé zeige es deutlich: «Manchen Eltern macht es nichts aus, ihr Kind zu sich ins Bett zu nehmen, und für andere kommt dies überhaupt nicht in Frage.» Und auch in der Ernährung seien die Fachleute toleranter geworden. «Das Kind signalisiert, wenn es bereit ist für feste Nahrung, indem es sich für das Essen der ‹Grossen› zu interessieren beginnt.»
Sabine Kinzer beobachtet, dass die vielen Kanäle, über die man sich heute zu Ernährungs- und Erziehungsfragen informieren kann, die Eltern eher verunsicherten. «Dazu kommen die vielen neuen Trends und der wechselnde Stand der Forschung.»

Mütterberatung
Silvia und Jorge Pereira mit Diogo (links), Beraterin Sabine Kinder und die Interkulturelle Vermittlerin Cristina Vetsch (rechts). Foto: ep


Gute Akzeptanz

Das Einfühlungsvermögen und die grosse Erfahrung von Sabine Kinzer werden von den Müttern sehr geschätzt und ihr Anteil ist bemerkenswert hoch, vor allem bei jenen mit dem ersten Kind. Sie lernen dazu und erhalten Bestätigung und Ermunterung für ihre Aufgabe. Aufgrund der beruflichen Gegebenheiten kommen in der Mehrzahl die Mütter in die Beratung. Bei etwa einem Drittel der Elternpaare können es sich aber auch die Väter einrichten, dabei zu sein. «Stelle ich massive Probleme fest, vermittle ich Kontakte zu weiterführender Hilfe, etwa zum Kinderarzt oder an die Erziehungsberaterin der Pro Juventute AR», sagt Sabine Kinzer.
Etwas schwerer heranzukommen sei an Eltern mit Migrationshintergrund. «Hier erweist sich das Projekt Miges Balù als hilfreich, weil bei den Beratungen eine Dolmetscherin anwesend ist. So können Hemmschwellen wirksam abgebaut werden.»

Die Beratungszeiten

Agenda der Tüüfner Poscht www.tposcht.ch/veranstalter/pro-juventute-mutter-vaterberatung/
Mail: sabinekinzer@projuventute-ar.ch, Telefonische Beratung und Voranmeldungen: 079 686 22 43, Mo, Mi, Fr, 8 – 9 Uhr

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